Seit Monaten steht Sachsen-Anhalt im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit – vor allem wegen der Landtagswahl im Herbst. Viele fürchten, dass die rechtsextreme AfD stärkste Kraft wird, womöglich sogar mit absoluter Mehrheit. Unser Schwerpunkt richtet den Blick auf ein Bundesland im Herzen Deutschlands, das zahlreiche bedeutende Kulturstätten beherbergt und in dem die Reformation im 16. Jahrhundert ihren Anfang nahm. (Foto: Marktplatz Halle/Saale, picture alliance / dts-Agentur).
Eine antike Synode wird zur „Räuberhöhle“, weil Macht Recht ersetzt. Der Blick unseres Online-Kolumnisten Christoph Markschies in die Kirchengeschichte schärft den Blick für die Gegenwart: Wo Willkür herrscht, drohen auch Staaten und Ordnungen zu zerfallen – damals wie heute.
Die Neudefinition der leiblichen Auferstehung durch Klaas Huizing in seiner letzten Kolumne erzeugt Resonanz. Nach dem Ehepaar Scherle antwortet nun Matthis Glatzel vom Lehrstuhl für Praktische Theologie in Jena und sieht hinter Huizings Konzept vom spürenden Leib doch die Seele hervorschimmern.
Eigentlich ist Antje Schrupp Fan der Marktwirtschaft. Denn Geld als Tauschmittel sorgt prinzipiell für gleiche Rechte. Allerdings ist das Geld ungleich verteilt. Wie es besser wäre, zeigt ein utopischer Roman aus dem 19. Jahrhundert.
Foto: picture alliance / imageBROKER | Barbara Boensch
Das Autorenpaar Scherle reagiert auf Klaas Huizings Text "Der unsterbliche Leib" vom vergangenen Freitag. Es würdigt den Versuch, Auferstehung leiblich zu denken, fragt aber kritisch, ob dabei Gottes freies Handeln, Gericht und Gerechtigkeit aus dem Blick geraten.
Hans-Jürgen Benedict zeigt, wie Hannah Arendts Begriff der Natalität Politik, Theologie und Hoffnung verbindet. Im Licht von Bibel, Schöpfungsglaube und messianischer Gemeinschaft entsteht eine Vision von Macht, die nicht herrscht, sondern Neues ermöglicht – aus Beziehung, Vertrauen und Gewaltverzicht.
Das Büro der letzten Dinge hat wieder geöffnet. Ist die Theologie darauf vorbereitet? Klaas Huizing antwortet auf Jürgen Habermas und entfaltet mit Hermann Schmitz eine provozierende Idee: Nicht die Seele, sondern der spürende Leib könnte unsterblich sein – als Hoffnung auf rettende Gerechtigkeit.
Für Dietrich Bonhoeffer war Kirche nur Kirche, wenn sie für andere da sei. Er forderte zugleich eine Betrachtung der Wirklichkeit „von unten“. Eine Perspektivwechsel, der an Aktualität nichts verloren hat.
Millionen von Christen erleiden weltweit Diskriminierung, Gewalt und manchmal sogar den Tod .Vier evangelische Martyrien aus dem deutschsprachigen Raum stellt Prälat Helmut Moll vor.
Elf Kilo Butter, elf Kilo Mehl und ganz viel Kirchengeschichte: Ende Januar kocht Familie Brakhia in Beirut wieder Mordukha. Sie gehört zur schwindenden Assyrischen Kirche des Ostens erinnern mit dem Brei an den Heiligen Zayya.
Ich nehme meine Silvesterfantasien vom „alles wird anders“ selber nicht mehr ernst.; es gab schon Jahre, da habe ich gar nicht mehr ernsthaft darüber nachgedacht, was ich ändern sollte. Ist das ein übertragbares Gefühl für unsere Gesellschaft?
Berlin-Chemie beschäftigt seit Jahrzehnten Menschen mit Behinderungen zu vollwertigen Bedingungen. In der geschützten Abteilung entstehen Millionen Verpackungseinheiten – sorgfältig, verlässlich und ohne Akkorddruck. Ein Beispiel dafür, wie Inklusion produktiv für das ganze Unternehmen wirkt.
„Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.“ Das stimmt leider nicht, hat Simone Ziermann in ihrer Habilitationsschrift ermittelt. Es gibt keinen direkten Weg vom Glauben zur Gestaltung eines Gesprächs.
Der ägyptische Bildhauer Hassan Heshmat war Muslim, dem sein Glaube sehr wichtig war – und schuf zugleich viele Kunstwerke, die einen christlichen Hintergrund haben. Über einen Künstler, der in Europa dringend wiederentdeckt werden sollte.
Eine Rundreise zu Vereinen und Institutionen, die sich in Zeiten rechter Radikalisierung um Demokratie und Toleranz sowie sachliche Diskussionskultur bemühen.
Die rechtsextreme AfD vertritt aggressiv ein rechtskonservatives Kulturverständnis. Der Kunstkenner Andreas Hillger kritisiert diesen Trend und setzt ihm die reichhaltige kulturelle Tradition im Lande entgegen.
Im Sommer 2017 fand in Wittenberg die große Weltausstellung der Reformation statt. Wie sieht es heute aus in der Hauptwirkungsstätte Martin Luthers, fast ein Jahrzehnt nach dem großen Hype?
Gespräch mit Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer über die großen Reformpläne in der kleinsten deutschen Landeskirche, den Umgang mit der AfD und Hoffnung in politisch schweren Zeiten
Ein schlimmes Los ist heutzutage der plötzliche Verlust des Smartphones. Jedenfalls, wenn man es in fast 30 Jahren nicht schafft, die rund tausend Kontaktdaten zu sichern.
Jüngste Geschichte lässt sich niemals unpolitisch betrachten – umso tugendhafter stellt sich diese detailreiche, rhetorisch gediegen zurückhaltende Arbeit dar.
Dem überzeugenden Plädoyer für den verantwortlichen Umgang mit Visibilität angesichts von KI-basierten Technologien sind viele Leser:innen zu wünschen.