Neue Formen des Abschieds stellen die traditionellen Bestattungsformen in Frage. Wenn Angehörige die Asche ihrer Verstorbenen in Flüsse und Meere rieseln oder sie zu einem Diamanten formen lassen, verlieren Friedhöfe und Grabstätten als zentrale Erinnerungsorte ihre Bedeutung. Was bedeutet es, wenn Tod und Abschied aus dem öffentlichen Raum verschwinden und zunehmend privatisiert werden?
Der Reichtum der Kirche sind die Menschen und die besonderen kirchlichen Räume. Unsere Online-Kolumnistin Angela Rinn wünscht sich, dass Menschen allen Alters in diesen Räumen miteinander diskutieren, sich öffnen, zuhören und so miteinander Demokratie leben. Ein Vorgeschmack auf das Schwerpunktthema der nächsten EKD-Synode.
Mit der sechsten und letzten Synodalversammlung endete nach drei Tage in Stuttgart der Synodale Weg. Das große Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland hat nach sechs Jahren der Arbeit einiges erreicht, meint Philipp Gessler.
Australien hat Social Media für unter 16-Jährige verboten – andere Länder wollen folgen. Doch ob solche Regeln Jugendliche wirklich schützen, ist offen. Unser Onlinekolumnist Philipp Greifenstein warnt davor, Verantwortung an Verbote abzuschieben: Nötig seien Medienbildung, Vertrauen und eine Regulierung der Plattformen selbst.
Gewaltfantasien, Widerstand, Hoffnung: Hans-Jürgen Benedict knüpft an die Monarchomachen der frühen Neuzeit an und fragt angesichts Putin, Iran und Trump, wie mit staatlichem Unrecht umzugehen ist.
Von einer Evangelischen Gemeinde in Deutschland hat zeitzeichen diesen Hilferuf einer iranischen Schriftstellerin erhalten, die wir anonymisiert haben. Der Text schildert die brutale Unterdrückung der Freiheitsbewegung gegen das Mullah-Regime im Januar.
Wem gehören Kirchen – und wem sollen sie künftig dienen? „z(w)eitzeichen“-Kolumnistin Katharina Scholl zeigt, warum Kirchen Gemeingüter sind, warum ihr Erhalt Politik und Zivilgesellschaft braucht und weshalb tragfähige Lösungen nur vor Ort wachsen können. Ein Plädoyer für Teilhabe statt Leerstand.
Die Evangelische Theologie an den Universitäten steht unter erheblichem Anpassungsdruck: Neue Themen, neue Erwartungen, neue Rollenbilder prägen Forschung, Lehre und kirchliche Selbstverständigungsprozesse. Diese Dynamik sieht der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann überaus kritisch.
Geistlichen Missbrauch gibt es nicht nur in Sekten und anderen Konfessionen, sondern auch in der EKD. Er kann ähnlich dramatische Folgen wie andere Formen des Missbrauchs haben.
Im Jahr 2026 beginnt das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in der Schule: Die vermeintlich allwissenden Maschinen breiten sich aus – auch im Religionsunterricht.
Foto: Die Tiere klagen an, 1991: www.irma-huenerfauth.de/kb7.html
Bei den Minangkabau haben Männer nichts zu sagen. Allerdings setzt die Globalisierung der Frauenherrschaft immer stärker zu, die Macht der Frauen schwindet.
Die jüngst verabschiedete Friedensdenkschrift der EKD hat zu einer lebhaften Diskussion im deutschen Protestantismus geführt. Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg findet viel Gutes an ihr.
David Harris leitete zwei Jahrzehnte lang die einflussreiche US-amerikanische Organisation American Jewish Committee (AJC). Ein Porträt Harris’ vom deutsch-israelischen Journalisten Igal Avidan.
Der Artikel von Philipp Gessler „Opi war ein Nazi“ über seinen Großvater in der Dezemberausgabe hat Gerd Schwieger keine Ruhe gelassen. Der promovierte Historiker erinnert an seinen eigenen Vater, einen früheren Sozialdemokraten, der in der NS-Zeit in einer Art Widerstand gewesen sei.
Gespräch mit dem Direktor des Sepulkralmuseums Dirk Pörschmann über neue Bestattungsformen, den Verlust von Abschiedsritualen und unsere Angst vor den Toten
Die Bestattungskultur in Deutschland ist in stetem Wandel. Schon seit der Reformation. Bislang galt jedoch die Friedhofspflicht. Das soll sich in Rheinland-Pfalz nun ändern.
Evangelische Bestattungen gelten oft als wortzentriert und auf die Hinterbliebenen ausgerichtet. Doch ein genauerer Blick zeigt eine vielschichtige Praxis, in der Materialität, Rituale und Beziehungen zu den Verstorbenen eine zentrale Rolle spielen.
Der Tod ist kein Tabu mehr – zumindest nicht für eine wachsende Zahl junger Menschen. Anna Hofer hat mit der Leipziger Bestatterin Magdalena Dietze über die neue Attraktivität eines alten Gewerbes gesprochen.
Ob Erdbestattung, Einäscherung, Wasser- oder Himmelsbestattung – Religionen weltweit haben sehr unterschiedliche Rituale entwickelt, um Abschied zu nehmen und den Verstorbenen einen Platz zuzuweisen.
Wir flüchten uns in Harmonieformeln und beten lieber für Frieden, als uns den realen Spannungen zu stellen: Warum Streit zum Glauben gehört und die Kirche das lernen muss.