Bereits als Kind kam Christoph Markschies mit der eigentümlichen Geschichte Peter Schlehmils in Kontakt, ohne sie gelesen zu haben. Das hat er nun nachgeholt und in der Hauptfigur auch ihren Schöpfer Adalbert von Chamisso erkannt. Dieser behielt zwar seinen Schatten, trug aber ebenfalls ein Stigma mit sich herum.
Rachegefühle sind menschlich – aber wann und wie sind sie zu bändigen? Dies war eine der schwierigen Fragen, die ein Filmseminar der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Wiesbaden zu klären versuchte. „zeitzeichen“-Redakteur Philipp Gessler hat zugehört. Und bewegende Filme gesehen.
Inmitten der sich stärker beschleunigenden Kommunikation und der politisch instrumentalisierten Desinformation schwindet der feste Boden unter den Füßen. Doch das ist kein Rückfall hinter vernunftorientierte, aufgeklärte Diskurse. Es ist Teil der Aufklärung.
Am 4. Dezember 1975 verstarb die Philosophin Hannah Arendt in New York. Der ehemalige EKD- Ratsvorsitzende Wolfgang Huber erinnert zu ihrem 50. Todestag an ihren Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit und an ihr Eintreten für eine an den Menschenrechten orientierte Politik.
Ossip Klarwein gehört zu den herausragenden Architekten des 20. Jahrhunderts. Er war ein deutscher Jude und wirkte bis zu seiner erzwungenen Flucht nach Palästina in Deutschland. Er entwarf nicht nur eine der außergewöhnlichsten Kirchen Berlins, sondern auch die Grabstätte von Theodor Herzl und das Gebäude des israelischen Parlaments, der Knesset.
Eine Studie aus diesem Sommer zeigt, dass Großeltern einen beachtlichen Beitrag zur religiösen Sozialisation leisten können. Aber nicht als missionarische Partisanen gegen die Eltern der Enkelkinder.
Auf diesem Bach-Silberling Francesco Granos ist jedes Stück ein Treffer und scheint insofern perfekt dafür geeignet, unter möglichst vielen Christbäumen der Welt zu liegen.
Wie die Sprecherinnen die Musikalität der Gedichte hörbar und die Fassungslosigkeit über menschliche Verbrechen unausweichlich spürbar machen, ist ein großes Erlebnis.
Erstaunlicherweise ist die Frage, warum Engel, wie so oft in der Kunst dargestellt, singen und musizieren, nie ernsthaft erörtert worden. Dem will der emeritierte Luzerner Theologe Wolfgang W. Müller mit dieser Studie abhelfen.
Die Engländerin Dorothy L. Sayers war eine begabte Schriftstellerin. Und als Pfarrerstochter kannte sie sich in der anglikanischen „Kirche von England“ aus. Beides wird in diesem Krimi deutlich.
Sie war eine der ersten, die den Realismus in die englische Literatur brachte und es verstand, Liebes- und Gesellschaftsroman zu verknüpfen: Eine Würdigung der Schriftstellerin Jane Austen zu ihrem 250. Geburtstag.