Neue Formen des Abschieds stellen die traditionellen Bestattungsformen in Frage. Wenn Angehörige die Asche ihrer Verstorbenen in Flüsse und Meere rieseln oder sie zu einem Diamanten formen lassen, verlieren Friedhöfe und Grabstätten als zentrale Erinnerungsorte ihre Bedeutung. Was bedeutet es, wenn Tod und Abschied aus dem öffentlichen Raum verschwinden und zunehmend privatisiert werden?
Was wird aus der Evangelischen Theologie, wenn das Pfarramt nicht mehr der selbstverständliche Zielberuf ist? Friederike Erichsen-Wendt und Johannes Wischmeyer, analysieren die Verschiebungen und blicken kritisch auf das geplante neue Modell in der Schweiz.
Warum der Limburger Bischof Georg Bätzing nicht mehr als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz antritt und warum das schade ist. Eine Analyse von Philipp Gessler.
In einer zunehmend entchristlicheren Gesellschaft durchleben Glauben und Kirche eine winterliche Zeit. Das wusste schon Karl Rahner in den 1980er-Jahren. Ulrich Körtner nimmt seine Gedanken auf und skizziert eine Theologie in dürftiger Zeit, in der wir hier und jetzt auf epochale Weise auf die Anfänge des Verstehens zurückgeworfen sind.
Sachsen-Anhalt steht in diesem Jahr besonders im Fokus des politischen Interesses. Deshalb haben wir den ersten Schwerpunkt dieses Jahres Sachsen-Anhalt gewidmet und wollen die Diskussion mit unseren Abonnnent:innen im ersten digitalen „zeitzeichen“-Salon 2026 fortsetzen.
Eine antike Synode wird zur „Räuberhöhle“, weil Macht Recht ersetzt. Der Blick unseres Online-Kolumnisten Christoph Markschies in die Kirchengeschichte schärft den Blick für die Gegenwart: Wo Willkür herrscht, drohen auch Staaten und Ordnungen zu zerfallen – damals wie heute.
Die Neudefinition der leiblichen Auferstehung durch Klaas Huizing in seiner letzten Kolumne erzeugt Resonanz. Nach dem Ehepaar Scherle antwortet nun Matthis Glatzel vom Lehrstuhl für Praktische Theologie in Jena und sieht hinter Huizings Konzept vom spürenden Leib doch die Seele hervorschimmern.
Die Evangelische Theologie an den Universitäten steht unter erheblichem Anpassungsdruck: Neue Themen, neue Erwartungen, neue Rollenbilder prägen Forschung, Lehre und kirchliche Selbstverständigungsprozesse. Diese Dynamik sieht der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann überaus kritisch.
Geistlichen Missbrauch gibt es nicht nur in Sekten und anderen Konfessionen, sondern auch in der EKD. Er kann ähnlich dramatische Folgen wie andere Formen des Missbrauchs haben.
Im Jahr 2026 beginnt das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in der Schule: Die vermeintlich allwissenden Maschinen breiten sich aus – auch im Religionsunterricht.
Foto: Die Tiere klagen an, 1991: www.irma-huenerfauth.de/kb7.html
Bei den Minangkabau haben Männer nichts zu sagen. Allerdings setzt die Globalisierung der Frauenherrschaft immer stärker zu, die Macht der Frauen schwindet.
Die jüngst verabschiedete Friedensdenkschrift der EKD hat zu einer lebhaften Diskussion im deutschen Protestantismus geführt. Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg findet viel Gutes an ihr.
David Harris leitete zwei Jahrzehnte lang die einflussreiche US-amerikanische Organisation American Jewish Committee (AJC). Ein Porträt Harris’ vom deutsch-israelischen Journalisten Igal Avidan.
Der Artikel von Philipp Gessler „Opi war ein Nazi“ über seinen Großvater in der Dezemberausgabe hat Gerd Schwieger keine Ruhe gelassen. Der promovierte Historiker erinnert an seinen eigenen Vater, einen früheren Sozialdemokraten, der in der NS-Zeit in einer Art Widerstand gewesen sei.
Gespräch mit dem Direktor des Sepulkralmuseums Dirk Pörschmann über neue Bestattungsformen, den Verlust von Abschiedsritualen und unsere Angst vor den Toten
Die Bestattungskultur in Deutschland ist in stetem Wandel. Schon seit der Reformation. Bislang galt jedoch die Friedhofspflicht. Das soll sich in Rheinland-Pfalz nun ändern.
Evangelische Bestattungen gelten oft als wortzentriert und auf die Hinterbliebenen ausgerichtet. Doch ein genauerer Blick zeigt eine vielschichtige Praxis, in der Materialität, Rituale und Beziehungen zu den Verstorbenen eine zentrale Rolle spielen.
Der Tod ist kein Tabu mehr – zumindest nicht für eine wachsende Zahl junger Menschen. Anna Hofer hat mit der Leipziger Bestatterin Magdalena Dietze über die neue Attraktivität eines alten Gewerbes gesprochen.
Ob Erdbestattung, Einäscherung, Wasser- oder Himmelsbestattung – Religionen weltweit haben sehr unterschiedliche Rituale entwickelt, um Abschied zu nehmen und den Verstorbenen einen Platz zuzuweisen.
Wir flüchten uns in Harmonieformeln und beten lieber für Frieden, als uns den realen Spannungen zu stellen: Warum Streit zum Glauben gehört und die Kirche das lernen muss.
Das vorliegende Dokument ist deutlich davon geprägt, dass sich der Studienprozess in mehrfacher Hinsicht dazu gedrängt gesehen hat, aus einer Not eine Tugend zu machen.
Das Buch präsentiert ein relativ breites Spektrum evangelischer Friedensethik, in dem der prinzipielle politische Pazifismus jedoch kaum noch Platz hat.