In einer Zeit, da immer mehr Menschen Nachrichten meiden oder mit KI-Chatbots kommunizieren, als seien es Freunde, Therapeuten und Liebespartner, kommt darum dieses zwischen Barock, Jazz und zeitgenössischer Musik keine Grenzen ziehende Album gerade recht.
"Ich hab Dich gegoogelt, für den Gulag bist Du gar nicht bedeutend genug", war das Letzte, was er schrieb. Eine Gemeinheit, die verletzen sollte, doch in keiner Weise beruhigend.
Von Klezmer bis Tango-Flair, Funeral March, TikTok-Wutsch-flüchtigen Free-Reminiszenzen, modaler Erkundung, mythischem Kammerflimmern oder gar Swingen, das ins Progrock-Grundierte ausgreift, ist alles drin.
Ramuz erzählt in erdig-bildstarkem Ton anschaulich und vordergründig schlicht, verbindet aber profund diese Welt der Berge mit jener Frage, was Glück bedeutet.