Film- und Fernsehtipps

(Foto: pixelio/wrw)
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Koran im Klassenzimmer

Film von Ahmet Senyurt und Alessandro Nasini

Eltern, Politiker, islamische Funktionäre und christliche Kirchen streiten um die Einführung islamischen Religionsunter­richts an deutschen Schulen. Alle betonen dessen Bedeutung, nur bei der Durchsetzung ist man sich nicht einig. Als bisher einziges Bundesland rief Nordrhein-Westfalen die "Islamkunde" ins Leben. - Film über Probleme und Chancen des Islamunter­richts an deutschen Schulen.

Freitag, 15. Oktober

3sat, 12.00 bis 12.45 Uhr

Kruzifix und Kleidung

Film von Stefan Quante

Elisabeth Alemany aus Bottrop widmet ihr Leben der humanitären Hilfe für ihr Heimatland Ungarn. Dabei versprüht die 73-Jährige einen unbändigen Optimismus: "Mit mir hat es das Leben gut gemeint, deshalb möchte ich Menschen helfen, denen es nicht so gut geht". Bevor die Hilfsgüter auf Reisen gehen, sammelt Elisabeth Alemany zu Hause alles, was ihr brauchbar erscheint. Vieles stellen ihr hilfsbereite Menschen vor die Tür. Mehrfach am Tag schleppt die alte Dame die Sachen dann in den eigen­en, oft überquellen­den Keller, die Garage und eine ehemalige Kirche. Streng ge­trennt stapeln sich hier Spielsachen, Kleidung, medizinische Hilfsgüter und Kruzifixe.

Sonntag, 5. September

Phoenix, 9.00 bis 9.45 Uhr

Wer gibt, der bekommt ...

Film von Jo Frühwirth

Die Journalistin Uta König belohnt jeden, der einen angemessenen Betrag für das Kinderhaus "Die Arche" in Hamburg spendet, mit einer Perlenkette. Sie selbst bezahlt das Material und bastelt die Ketten mit den Kindern. König ist mit drei Frauen aus den sogenannten "besseren Kreisen" Hamburgs im Vorstand dieser Privatinitiative gegen Kinderarmut und -verwahrlosung. Im Problemstadtteil Jenfeld betreiben sie das Haus für Kinder, in dem Mädchen und Jungen nach der Schule ein Mittagessen bekommen, Auf­merksamkeit, Zuwendung und Hilfe bei den Hausaufgaben. So können Kinder aus Hartz-IV-Familien ihren Selbstwert ent­decken.

Freitag, 22. Oktober

3sat, 12.00 bis 12.45 Uhr

Weilers Welt (2/4)

Bildung bremst - warum Chancengleichheit eine Lüge ist

Im zweiten Teil von "Weilers Welt" geht es um die Chancengleichheit. Das Recht auf eine gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen ist ein Menschen­recht. Dazu gehört insbesondere das Verbot von Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes, des Alters, der Religion oder der sozialen Herkunft. Gesellschaft­licher Konsens ist, dass dabei vor allem die Bildungspolitik eine ihrer Hauptaufgaben hat. Weilers Antithese: Die geforderte Chancengleichheit - und damit das Recht auf Bildung für alle - ist eine Utopie, denn sie spiegelt nicht die Bedürfnisse der Bevölkerung wieder.

Freitag, 22. Oktober

3sat, 22.25 bis 22.55 Uhr

Philosophie

Intuition

Viele stellen sich unter Intuition eine übernatürliche Kompassnadel vor, die einem auf geheimnisvolle Weise den richtigen Weg weist. Dabei besteht Intuition einzig darin, die Dinge von Innen heraus zu betrachten, vergleichbar mit der Fähigkeit, sich in andere hineinzuver­setzen. Insofern ist Intuition ein Alltags­phänomen, das man als aktives Handeln betrachten kann. Sie ist nicht reflektiertes Denken mit verstandesmäßig beeinflussten Mo­menten. Das erklärt auch, weshalb sich das Genie eines Malers, das Talent eines Fußballspielers und die Virtuosität eines Pianisten nicht begrifflich erfassen lassen, sondern es der Intuition bedarf.

Sonntag, 24. Oktober

Arte, 13.30 bis 14.00 Uhr

Kino: Lebanon

Lebanon erzählt die Geschichte von vier jungen israelischen Soldaten, die mit ihrem Panzer durch feindliches Gebiet fahren müssen. Regisseur Samuel Maoz lässt die Schrecken des Krieges erfahrbar werden, indem er die Kamera einzig auf das Innere des sargähnlichen Gefängnisses reduziert und Außenaufnahmen nur durch das Fadenkreuz des Suchers zu­lässt. Die klaustrophobische Atmosphäre wird durch zahlreiche Nahaufnahmen und eine Tonspur verstärkt, die den Krieg als Serie dumpfer Explosionen, Schüsse und Schreie erscheinen lässt. Die innovative Erzählweise begeisterte auch die Jury von Venedig, die den Antikriegsfilm mit dem Goldenen Löwen auszeichnete.

Start: 14.10. Länge: 92 Min. Israel/Frankreich/Libanon/Deutschland 2009 Regie: Samuel Maoz

Lebanon ist Film des Monats Oktober der Jury der evangelischen Filmarbeit.

Kino: Wall Street: Geld schläft nicht

Oliver Stones 80er-Jahre-Thriller Wall Street nahm auf schonungslose Weise die amerikanische Finanzwelt unter die Lupe. Nach 23 Jahren hat sich der US-Regisseur nun an eine Fortsetzung ge­wagt, in dem erneut Michael Douglas die Hauptrolle spielt. Seine Figur Gordon Gekko kommt als scheinbar geläuterter Mensch aus dem Gefängnis. Gemeinsam mit Jung-Broker Jake Moore will er einem skrupellosen Investmentbanker das Hand­werk legen, in der Hoffnung, auf diese Weise die komplizierte Beziehung zu seiner Tochter wieder zu beleben. Wall Street: Geld schläft nicht ist eine unterhaltsame Abrechnung mit den rücksichtslosen Risikokapitalverkäufen der Banken.

Start: 21.10. Länge: 134 Min. USA 2010 Regie: Oliver Stone

(empfohlen von epd Film)

Kino: Shahada

"Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist sein Prophet." So lautet das islamische Glaubensbekennt­nis, die Shahada. Im gleich­namigen Spielfilmdebüt des Berliner Filmhochschulabsolventen Burhan Qurbani müssen sich drei junge Muslime mit ihrem Glauben auseinander setzen. Der Episodenfilm begleitet Imamtochter Maryam, Polizist Ismail und den nigerianischen Lagerarbeiter Samir durch ihren Alltag in Berlin. Im Zwiespalt zwischen den meist konservativen Ansichten ihrer Eltern und der liberalen Einstellung der Altersgenossen versuchen sie, ihren eigenen Weg zu finden. Der Deutsch-Afghane Qurbani liefert interessante Einblicke in das Leben deutscher Muslime.

Start: 30.9. Länge: 90 Min. Deutschland 2010 Regie: Burhan Qurbani

(empfohlen von epd Film)

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