Das Dorf als Vorreiter

Was die Städte vom Land lernen können
Bleche im Sauerland. Foto: dpa
Bleche im Sauerland. Foto: dpa
Über 40 Millionen Deutsche leben auf dem Land. Wirtschaftlich gesehen ist das Land, das etwa 90 Prozent der Staatsfläche ausmacht, keinesfalls das Armenhaus der Nation. Doch wie ist es um die Zukunft bestellt? Dieser Frage geht der emeritierte Essener Geographieprofessor Gerhard Henkel nach.

Dörfer werden in Deutschland immer leerer: an Menschen, Arbeitsplätzen, Schulen, Gasthöfen, Läden, Bankfilialen und auch an Kirchen. Die Jugendlichen wandern ab, die Älteren bleiben zurück. Ein Teufelskreis von realen Verlusten und schlechter Stimmung prägt das Landleben zehntausendfach. Für viele Bewohner und Beobachter befindet sich der ländliche Raum eindeutig in einer Abwärtsbewegung. Nicht wenige sprechen von einer „Existenzkrise des Dorfes“. Angesichts gravierender Probleme fragen sich Politiker, Experten und Bürger immer häufiger, ob und wie man den ländlichen Raum lebensfähig halten, ihn gar zukunftsfähig machen kann. Schließlich leben über 40 Millionen Deutsche auf dem Land.

Sicher, unzählige Aktivitäten und Erfolgserlebnisse in den Dörfern verdeutlichen, dass noch längst nicht alles verloren ist. Generell hat das Dorf mit dem Wandel nicht nur vieles verloren, sondern auch Wertvolles gewonnen. Bildung und Mobilität haben dazu beigetragen, dass die ländliche Bevölkerung heute wohlhabender und weltoffener geworden ist - Dorfbewohner sind Globetrotter geworden. Die ehemals schroffen Abgrenzungen und Anfeindungen zwischen sozialen Schichten, zwischen Katholiken und Protestanten oder Alt- und Neubürgern sind (fast) vorbei. Ländliche Lebensstile sind „in“, das Dorf wird von seinen Bewohnern grundsätzlich geliebt.

Was können und müssen Staat und Bürger jetzt tun, um das Land mit seinen Dörfern ökonomisch, demographisch, sozial und kulturell lebensfähig zu halten? Die Zukunft des Dorfes entscheidet sich auf zwei verschiedenen Ebenen: der unteren, der konkreten des Dorfes, die überwiegend von seinen Bürgern und Kommunalpolitikern gestaltet wird, und der oberen in den urbanen Zentralen von Politik und Gesellschaft, wo ebenfalls direkt oder indirekt die Entwicklung des ländlichen Raumes betrieben wird. Auf beiden Ebenen werden Weichen gestellt und gibt es Fehlentwicklungen und Versäumnisse.

Seit den Siebzigerjahren hat die Raumordnung durch die kommunalen Gebietsreformen dem Land massiven Schaden zugefügt. Mit Hilfe des Zentral-Orts-Modells wurden in Deutschland über 20.000 Dorfgemeinden per Gesetz aufgelöst. Das in Jahrhunderten gewachsene und bewährte Verantwortungs- und Handlungszentrum mit Bürgermeister und Gemeinderat wurde beseitigt. Ihnen hat man durch so genannte Gebietsreformen das demokratische Kraftzentrum genommen und damit über 300.000 ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker entlassen. Wo früher die marode Friedhofsmauer durch den dörflichen Bürgermeister und Gemeinderat in Augenschein genommen und zeitnah und kostengünstig saniert wurde, beginnt heute ein langwieriger und teurer Behörden- und Aktenmarathon mit mehrfachen Bereisungen von entfernten Kommissionen.

Degradierung und Diskriminierung

Das Signal der Reform an die Hundertausenden: Wir brauchen Euch nicht mehr, wir brauchen das lokale Nachdenken, Verantworten und Handeln, also die lokale Demokratie nicht mehr. Die Bewohner der eingemeindeten Dörfer haben die Botschaft verstanden und sich zurückgezogen. Die eingemeindeten Dörfer, die bis heute als vollständige Orte in der Landschaft liegen, wurden zu Ortsteilen degradiert, was schon sprachlich eine Diskriminierung darstellt. Das bessere Modell: Die kleine selbstverantwortliche Dorfgemeinde im Rahmen einer Verbands-, Verwaltungs-, Samt- oder Amtsgemeinde wie in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern oder Baden-Württemberg. In den Achtzigerjahren begann ein intensiveres Nachdenken über die Nachteile des zentralistischen Durchsteuerns von oben nach unten und speziell der Gemeindeauflösungen durch Gebietsreformen. Nach der Wiedervereinigung verzichteten die neuen Länder zunächst weitgehend auf Zwangseingemeindungen, beließen den Dorfgemeinden ihre Autonomie und führten Verwaltungsgemeinschaften und Ämter ein. Inzwischen haben jedoch auch sie mehrfach Gemeinde- und Kreisgebietsreformen durchgeführt und damit in tausenden Dörfern die Selbstverwaltung beseitigt.

Nach den Gebietsreformen erfindet die Raumordnung immer neue Schikanen für das Land. Im Entwurf des nord-rhein-westfälischen Landesentwicklungsplans (LEP) wird allen Dörfern unter 2.000 Einwohnern zukünftig jede Wohnbau- und Gewerbeentwicklung untersagt. Im LEP Brandenburg existieren seit 2009 keine Grundzentren, die kleinste Einheit in der Raumordnung, mehr, Dörfer und kleine Städte hat man offenbar bereits aufgegeben. Dem bereits strukturschwachen Landkreis Uckermark droht durch die Landesplanung ein weiterer K.o.-Schlag: Man will ihn mit dem Landkreis Eberswalde zusammenlegen und die Verwaltung von Prenzlau nach Eberswalde verlagern.

Bisherige Erfahrungen und zahlreiche neue Studien belegen: Gebietsreformen mit Kreis-, Gemeinde- und auch Pfarreiauflösungen bringen keine finanziellen Einsparungen. Vielmehr sind die sozialen und demokratischen Kosten und Verluste verheerend. Die Politik-, Demokratie- und Kirchenverdrossenheit auf dem Lande wächst. Die Dorf- und Gemeindeentwicklung darf nicht länger den zentralistischen Steuerungen und Diktaten von Raumordnungen und Fachpolitikern überlassen werden. Auch die evangelische und die katholische Kirche setzen auf Gemeinde- und Pfarreifusionen. Sie wiederholen damit die gravierenden Fehler der kommunalen Gebietsreform der zurückliegenden Jahrzehnte und schaden nicht nur sich selbst, sondern auch dem Land und seinen Menschen. Gerade durch die von oben, von den Bistümern organisierten und durchgesetzten Fusionen besteht die große Gefahr der Entlokalisierung und letztlich die Auflösung der katholischen Volkskirche. Kurz: Amtskirche beseitigt Volkskirche. Es ist durchaus sinnvoll, die bestehenden Kirchengemeinden organisatorisch zu vernetzen und von Verwaltungsarbeit zu entlasten. Aber dazu braucht es keine Fusionen. Als optimale Alternative zur Einheitsgemeinde bietet sich die Verbandsgemeinde an.

Und doch: Viele Dörfer Deutschlands trotzen durch kommunale und bürgerschaftliche Aktivitäten dem Abwärtstrend: Es werden Läden gerettet oder ein neuer Aufschwung durch innovative Bürgervereine angezettelt. Die positiven Initiativen zeigen aber auch klar, dass Bürger und Kommunen in vielen Orten mehr als bisher tun können und müssen, um auch ihr Dorf aus einer fortgesetzten Abwärtsspirale zu retten.

Denn die Kraft des Dorfes liegt in der lokalen Kompetenz und der in Jahrhunderten gewachsenen und erprobten Regelungs-, Verantwortungs- und Anpackkultur seiner Bürger. So gelten die Vereine als ein deutsches Erfolgsmodell zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation. Ihre herausragende Rolle spielen sie - von alters her und auch heute noch - im Gemeinschaftsleben der Dörfer. Nachdem sich Schulen und Kirchen immer mehr aus den Dörfern zurückgezogen haben, sind die Vereine zunehmend zum wichtigsten lokalen Bildungsträger aufgestiegen. In ihnen treten die jungen Menschen in die Öffentlichkeit, lernen die Grundregeln des Miteinander. Hier verbinden sich privates und staatliches Interesse und Handeln. Auch der Staat in Gestalt des Bundes und der Länder würdigt zunehmend das Engagement der Bürger in den Vereinen durch Ehrenamtspreise und Ehrenamtscards sowie eine Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale im Rahmen der Steuergesetze. Er kann aber noch viel mehr tun: zum Beispiel die bürokratischen Hürden abbauen, unter denen viele Vereine und ihre Vorstände leiden.

Die sich heute in vielen Dorfvereinen zeigenden Defizite und Schrumpfungen haben sowohl gesamtgesellschaftliche Ursachen - wie Individualisierung, Mobilität und Ubiquität - als auch vereins- und dorfeigene Gründe. Die Stabilisierung oder Revitalisierung der Dorfvereine kann im Wesentlichen nur auf der Dorf- und Gemeindeebene erfolgen. Dies muss der dörflichen Bürgerschaft, aber auch den ländlichen Kommunen bewusst werden. Die Vereine brauchen also dringend mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Vonnöten ist eine neue und wirklich gelebte, praktizierte Anerkennungskultur. Anerkennungs- und Mitmachkultur bedingen einander: Eine Beteiligungskultur, die auch das Mitüberlegen und Mitentscheiden einbezieht, schafft Akzeptanz und Anerkennung. Die Vereine gehen mit ihren Vorständen in Vorleistung und schaffen den Rahmen für eine möglichst breite und demokratische Mitmachkultur, die von den Bürgern und der Kommune geschätzt und unterstützt wird. Dies ist übrigens nicht nur eine Vision für eine ferne Zukunft, sondern in zahlreichen Vereinen und Dörfern bereits gelebte Praxis.

Seit etwa zehn bis 15 Jahren ist in Deutschlands Dörfern ein Gründungsboom von Bürgervereinen zu beobachten, die zwischen oder über den traditionellen Dorfvereinen angesiedelt sind. Sie übernehmen übergreifend gesamtdörfliche Aufgaben und befassen sich mit Fragen und Problemen, die neben den Spezialinteressen der bestehenden Vereine liegen geblieben waren: Wer kümmert sich um das anstehende Dorfjubiläum? Wer um den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“? Wer um die Fürsorge der älteren, gebrechlichen und alleinstehenden Menschen? Wer um die drohende Schließung von Schule, Kirche oder Gasthof? Wer um das leer stehende Baudenkmal?

Die neuen Dorfvereine tragen meist schon aussagekräftige Namen: „Ollarzried aktiv“, „Bürgerverein Upsprunge“, „Interessengemeinschaft Golzheim“, „Leben in Espeln“, „Förderverein Dorfkirche Altkünkendorf“ oder auch „Unser Dorf hat Zukunft Schönstadt“. Sie entstehen meist bei konkreten Gefährdungen und reagieren offenbar auch auf die verlorene kommunale Selbstbestimmung, in dem sie in gewisser Weise die Aufgaben der früheren Bürgermeister und Gemeinderäte übernehmen.

Ein typisches Beispiel, in dem eine Dorfgemeinschaft ein von der Kommune aufgegebenes Infrastrukturangebot übernimmt, bietet das 1?500-Einwohner-Dorf Atteln in Westfalen. Im Jahr 2004 musste dort aus finanziellen Gründen das Freibad geschlossen werden. Die Bewohner wollten sich damit nicht abfinden und suchten intensiv nach Möglichkeiten, das Bad zu erhalten - für das Dorf und die ganze Umgebung. 500 Bürger schlossen sich zu dem neuen Verein „Naturbad Atteln“ zusammen, man entwickelte ein Konzept und packte an - mit über 13.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Es wurden drei Becken gebaut: eines mit Sprungturm und einer 25-Meter-Bahn, eines für Nichtschwimmer und eines für Mütter und Väter mit Kleinkindern. Alle drei Bäder sind chlorfrei und werden ausschließlich von der Sonne beheizt. Das Dorf ist heute stolz auf sein Naturbad, das ein Bürgerverein trägt.

2012 wurde im 850-Einwohner-Dorf Freienseen, Gemeinde Laubach, der Bürgerverein „Vogelsberger Generationennetzwerk/Nachbarschaftsfamilie“ gegründet. Dieser Verein, der bereits nach wenigen Wochen 140 Mitglieder hatte, befasst sich mit den Wünschen vieler älterer Dorfbewohner, die auch im Alter im Ort wohnen bleiben möchten, hier aber oft keine Familie mehr haben, weil die Kinder woanders leben oder weil sie keine Kinder haben. Für viele von ihnen hat deshalb die Nachbarschaft häufig die Funktion einer Abstammungsfamilie übernommen. So entstand die Vision der „Nachbarschaftsfamilie“, in der man sich begegnen, sich helfen und gegenseitig informieren kann.

Das erste große Projekt dieses Bürgervereins ist die „Dorfschmiede Freienseen“, wozu bereits 2012 die gemeinnützige GmbH Dorfschmiede gegründet wurde. In der Dorfmitte wird seit 2013 ein schon länger leer stehendes, denkmalgeschütztes Fachwerkensemble zu einem Haus der Begegnung ausgebaut. Dieses erhält ein komplexes altersgerechtes Angebot: einen Tagespflegebereich mit zwölf Plätzen, einen Dorfladen, betreutes Wohnen, eine Begegnungsstätte mit Café, Demenzbetreuung zum physischen und mentalen Fithalten älterer Menschen. Zentraler Ort der Dorfschmiede wird eine Küche sein, in der gemeinsam gekocht und gegessen werden kann. „Dann schmeckt`s auch wieder“, ist sich Ulf Häbel sicher, der als pensionierter Pfarrer und Hobbylandwirt das Projekt „Nachbarschaftsfamilie“ initiiert und als Motor begleitet hat. Oft hatte er gehört, dass Alte jeden Tag allein und appetitlos am Tisch saßen, vor sich eine eingeschweißte Mahlzeit, die ihnen das „Essen auf Rädern“ auf die Treppe gestellt hatte. Sein Motto lautet: „Wir buchstabieren ‚a-l-t‘ nicht ‚Arm, Lahm und Teuer‘, sondern ‚Am-Leben-Teilhaben‘ - bis zum Schluss!“ Die Dorfschmiede Freienseen steht inzwischen kurz vor der Fertigstellung und ist schon jetzt ein nachahmenswertes Beispiel für die innovative Vision und Kraft einer Dorfgemeinschaft und einer klugen und charismatischen Führungspersönlichkeit.

Sorgende Gemeinschaft

In welche Richtung haben sich die Aufgabenschwerpunkte der ländlichen Kommunen verändert und erweitert? Früher ging es den Bürgermeistern und Landräten im ländlichen Raum vorwiegend um neue Gewerbe- und Baugebiete, Wasser und Abwasserversorgung sowie Anschlüsse an die Autobahn. Heute steht eher die Bekämpfung und Steuerung von Schrumpfungsprozessen im Vordergrund. Zunehmend wird die innere, vor allem die soziale Infrastruktur der Dörfer zum harten und bestimmenden Standortfaktor, und nach dem Sozialstaatsprinzip stehen Staat und Kommunen hier in der Verantwortung.

Nach einer Initiative aus dem Bundesfamilienministerium soll sich das Dorf umfassend, das heißt auch sozial und pädagogisch, zu einer selbstverantwortlichen „Sorgenden Gemeinschaft“ entwickeln. Aber wer soll dies am Ort organisieren? Auch hier kommt in erster Linie die Gemeinde als Ansprechpartner, Anlaufstelle oder Dorfmanager ins Spiel. Auch nach Auffassung des Deutschen Landkreistages müssten die Kommunen in Zukunft eine stärkere Verantwortung für die pflegerische Versorgung der Bevölkerung übernehmen.

Wie können die umfassenden und hohen Erwartungen an die ländliche Kommunalpolitik erfüllt werden? Eine eindeutige Antwort gibt Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführender Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes: „Keine der großen kommunalen Herausforderungen kann ohne die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie ohne neue Formen der Kooperation und Vernetzung bewältigt werden. Es gibt für die Zukunftsfragen unserer Gemeinden keine Generallösung. Im Mittelpunkt müssen die Menschen jeder einzelnen Kommune mit ihren Bedürfnissen und Interessen stehen. Wir beobachten als kommunaler Spitzenverband einen Paradigmenwechsel in der Politik. Die Bewegung geht weg vom abstrakten Bürger, von der Bürgerschaft als Objekt, als Planungsgröße, mitunter als Störfaktor, hin zum agierenden, zum aktivierten Citoyen, hin zur Bürgerkommune.“

Das Leitbild der Bürgerkommune hat sich in Politik und Wissenschaft offiziell durchgesetzt. Aus staatlich-politischer Sicht gilt das bürgerschaftliche Engagement als tragende Säule eines demokratischen, sozialen und lebendigen Gemeinwesens. Zugleich sind die Kommunen offenbar mehr denn je auf das Mitdenken, Mitgestalten und Mitmachen ihrer Bürger angewiesen. Aber wie sieht nun die Realität in den Landgemeinden aus? Zwischen den hochgesteckten Leitbildern in politischen Sonntagsreden und der Wirklichkeit vor Ort bestehen krasse Gegensätze, das Fazit der Experten fällt sehr nüchtern aus: Obwohl der Siegeszug der Bürgerbeteiligung unaufhaltsam erscheint, gibt es generell kaum Fortschritte und zu viele Brüche, Widerstände und Stagnation zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern. Politik und Verwaltung bremsen, es existieren zu viele Hürden und zu wenig Spielräume fürs bürgerschaftliche Mitwirken.

Generell brauchen die ländlichen Kommunen mehr als bisher die Wertschätzung durch Bund und Länder. Sie erfahren zu viel Gängelung und Bevormundung durch kaum zu überschauende Vorschriften und Förderprogramme, mit denen man die Fläche steuern und beglücken will. Gebraucht wird mehr Vertrauen in die Kompetenz der Kommunalpolitiker, eine bessere Finanzausstattung, der Abbau starrer rechtlicher und planerischer Vorgaben und Hürden und damit vor allem mehr Freiräume für eine innovative, flexible und ortsbezogene Aufgaben- und Problembewältigung. Die Kommunen haben für die ganze Gesellschaft einen hohen Wert, weil Politiker nur hier unmittelbar mit dem Bürger in Kontakt kommen. Hier besteht am ehesten die Chance, die allgemein ansteigende Politik- und Staatsverdrossenheit abzubauen. Vielleicht kann das Dorf sogar eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu einer aktiven Bürgergesellschaft übernehmen.

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Gerhard Henkel

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