Wieder mitten im Leben

Die „Echtzeitberichte“ der zeitzeichen-Redaktion vom 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg samt Diskussion um die Abschlusspredigt
Evangelischer Kirchentag in Nürnberg 2023
Foto: zeitzeichen

Die zeitzeichen-Redaktion war unterwegs auf dem 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg. In diesem Artikel navigieren wir Sie durch die aktuellen Beiträge aus Nürnberg und vier Reaktionen auf die vielbeachtete Abschlusspredigt, Stichwort: „Gott ist queer“.

Endlich konnte der Kirchentag wieder „in echt“ tagen und musste nicht wie 2021 der 3. Ökumenische Kirchentag großteils digital stattfinden. Die Covid-Pandemie belastete das Nürnberger Treffen gottlob nicht mehr. Mit dem ehemaligen Bundesminister Thomas de Maizière war zum ersten Mal seit Richard von Weizsäcker 1981 wieder ein CDU-Politiker Präsident des Kirchentages. Er warb bereits im Vorfeld dafür, dass sich künftig manches beim Kirchentag ändern müsse (lesen sie hier).

Das sogenannte „Digitale Zentrum“ lag bei diesem Kirchentag im benachbarten Fürth. Unser Kolumnist Philipp Greifenstein bezweifelt, ob es so ein Zentrum künftig überhaupt noch geben müsse, da digitale und analoge Welt längst verschmolzen seien (lesen Sie hier).

Die galoppierende Klimakrise und was dagegen getan werden sollte, gehörte zu den Topthemen der Tage in Nürnberg. Zeitzeichen-Redakteur Stephan Kosch hat dieses Thema besonders beobachtet und meint „Bitte nicht cool bleiben!“ (lesen Sie hier) Genauso wenig cool bleiben sollte man beim Thema Assistierter Suizid, der in Deutschland noch einer gesetzlichen Regelung harrt. Auch das war ein Thema in Nürnberg, wie zeitzeichen-Redakteurin Kathrin Jütte beobachtet hat (lesen Sie hier).

Klimakleber gab es auch in Nürnberg. Aber nur am Rande. Nachhaltig und informativ war wie immer das Rote Sofa der Kirchengebietspresse auf dem Messegelände, bei dem zeitzeichen-Chefredakteur Reinhard Mawick gerne ein Weilchen verweilte (lesen Sie hier).

Schon kurz nach dem Schlussgottesdienst am 11. Juni gab es besonders auf Social Media einen veritablen Shitstorm gegen den Prediger auf dem Nürnberger Hauptmarkt, Pastor Quinton Ceasar aufgrund seiner Predigt (lesen Sie die Predigt hier). Dagegen nahm ihn der Kirchentag drei Tage später per öffentlicher Stellungnahme in Schutz (lesen Sie hier). Das sei allerdings genau 72 Stunden zu spät gewesen, meinte der WDR-Journalist und EKD-Synodale Arnd Henze (lesen Sie hier).

Abgesehen von dieser Einschätzung zur kirchlichen Krisenkommunikation gab es unterschiedliche inhaltliche Deutungen und Bewertungen der aufsehenerregenden Predigt. EKD-Vizepräsident Horst Gorski warf einen system- und kommunikationstheoretischen Blick auf die Predigt und fand „popkulturelle Elemente“ (lesen Sie hier) und Ruth Heß, Studienleiterin des EKD-Genderzentrums, erläuterte in ihrem Beitrag die verschiedenen Bedeutungsebenen des Wortes „queer“ und deutete sie im Rahmen von Ceasars Predigt (lesen Sie hier). Mit der Predigt und den beiden vorhergehenden Texten setzt sich schließlich Ulrich H.J. Körtner, Systematischer Theologe an der Universität Wien, auseinander, der mit dem intendierten Gottesbild der Predigt und den Interpretationen mit Blick in die Tradition nicht ganz einverstanden ist (lesen Sie hier).

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