Blick ins Netz

Mit Laser und Musik dem Gau gedenken
Foto: pixelio
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Mit zahlreichen Veranstaltungen wird in diesen Wochen an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Doch jede Erinnerung wird überlagert durch die aktuellen Ereignisse in Japan, wo das Atomkraftwerk Fukushima seit dem Beben und dem Tsunami vom 11. März außer Kontrolle geraten ist.

Wer sich einen Überblick über die jeweils aktuelle Situation aus Expertenhand verschaffen will, kann dies unter anderem auf den Seiten der Gesellschaft für Reaktorsicherheit in Köln tun. Die Mitarbeiter werten die eingehenden Meldungen des japanischen Atomindustrieforums aus. Graphisch aufgearbeitet werden diese Informationen von Spiegel Online.

http://www.grs.de/

http://www.spiegel.de/flash/flash-25592.html

Ebenfalls im Netz nachzulesen sind die Eindrücke und Gedanken einer deutschen Pfarrerin in Tokio. Sie hat die Stadt zwar mittlerweile auf Anraten der deutschen Botschaft verlassen. Ihre E-Mails sind aber weiterhin zu finden auf den Seiten der evangelischen Wochenzeitung "Unsere Kirche"

http://www.unserekirche.de/gesellschaft/weltblick/uebersicht_39.html

Nun aber zu den Veranstaltungen zum Tschernobyl-Gedenktag. Eine sehenswerte Wanderausstellung ist bereits seit Januar in vielen Städten Deutschland zu sehen, insgesamt soll sie in 30 Städten gezeigt werden. Organisiert wurde sie vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund. Zu sehen unter anderem beeindruckende Fotografien von Rüdiger Lubricht, der nicht nur die die Geistsiedlung gewordene Stadt Pribjat unweit des Reaktors immer wieder bereist hat, sondern auch erst vor kurzem die betroffenen Menschen besucht und portraitiert hat. Ergänzt wird die Ausstellung durch Beiträge der lokalen Tschernobyl-Inititaitiven sowie Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Experten. Wann die Ausstellung wo zu sehen ist, lesen Sie hier:

http://www.ibb-d.de/tschernobyl_ausstellung.html#c4509

"1000 Stimmen gegen das Verdrängen" heißt eine bundeweite Konzertreihe, die von der Initiative "Heim-Statt-Tschernobyl" gestartet wurde. Mehr als hundert Konzerte in ganz Deutschland sollen nicht nur Spenden für die Arbeit mit Tschernobyl-Opfern bringen, sondern auch einen ganz besonderen Rahmen des Gedenkens schaffen. Eine Übersicht über die geplanten Konzerte finden Sie hier

http://www.1000-stimmen.de

Besonders hervorzuheben ist ein Benefiz-Konzert am 26. April in Berlin. Dazu laden gemeinsam die Stiftung Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin und IPPNW-Concerts ein. Der Erlös ist gedacht für die Initiativen "Kinder von Tschernobyl - Stiftung des Landes Niedersachsen" und "Heim-statt Tschernobyl e.V." Auf dem Programm stehen Werke von Shostakowitsch und Tschaikowski, Therese Affolter und Christian Brückner lesen Texte von Zeitzeugen des Reaktorbrandes. Nähere Informationen unter:

http://www.ippnw-concerts.de/auftakt_details.html

Einen anderen künstlerischen Akzent will das Projekt "Shine" setzen. Eine Lichtskulptur, über der verlassenen Stadt Pripjat sollein Zeichen setzen zum Umstieg auf menschenverträglichere Alternativen. Sie wird über das Web zu sehen sein und kann an jedem Ort auf der Welt projiziert werden. Dazu spielt ein Sinfonieorchester Kompositionen u.a. von Michael Nyman. Das Event soll weltweit im Web zu sehen sein. Gegen eine Spende kann ein einzelner Lichtpunkt erworben werden.

http://www.shine-projects.org

Auch die diesjährigen Ostermärsche dürften im Zeichen des Tschernobyl-Gedenkens stehen. Denn für Ostermontag, 25.April, sind die nächsten bundesweiten Demonstrationen gegen Atomenergie in Deutschland geplant. In 13 Städten sind Aktionen geplant ist, wo genau und mit welchem Programm steht auf folgender Website:

http://www.tschernobyl25.de

Wer nicht an diesen Demonstrationen teilnehmen kann oder will, hat auch online die Möglichkeit, sich für den Atomausstieg einzusetzen. Die Online-Plattform Campact hat unterschiedliche Petitionen vorbereitet.

www.campact.de

Und zum Schluss der wohl wirkungsvollste Link gegen die Gefahren der Atomkraft - für alle Stromkunden, die sich noch immer von den Betreibern der deutschen Atomkraftwerke beliefern lassen:

http://www.atomausstieg-selber-machen.de

Stephan Kosch

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