Pflege und Diakonie

zeitzeichen: Herr Lilie, wie bewerten Sie die Pflegereform der Großen Koalition, die zum Jahresanfang in Kraft getreten ist?

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TTIP

"Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus." Mit diesem berühmten Satz beginnt die von Friedrich Engels und Karl Marx im Auftr

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Streit um Demenzdörfer

Ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer, Getränke auf einem Beistelltisch, beige Sessel.

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Pflegereform

Wie wäre es, wenn Politiker anfingen auszusprechen, was sie wirklich denken?

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Pflegeprotokolle

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Pflegende Angehörige

Wer in diesen Tagen eine Buchhandlung in Deutschland betritt, begegnet stapelweise neuen Sachbüchern, die allesamt die Aufgabe der häuslichen Pfle

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Flüchtlinge in Hamburg

Auf unwirtlichem Gelände ist im Freien ein Frühstückstisch gedeckt, Kaffee, Brötchen, Butter, Käse und Marmelade.

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Drei-Eltern-Kind

Alana Saarinen ist derzeit vielleicht eine der bekanntesten Teenagerinnen der Welt.

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Ulrich Schacht / Thomas A. Seidel (HGg.): ... wenn Gott Geschichte macht!

Nachdenklich

1989 und die Folgen
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Die große Bedeutung dieses Buches liegt darin, dass es die Grundfrage jedes christlichen Geschichtsverständnisses stellt: Ob und wie Gott in Geschichte eingreift.

Durch alle Beiträge dieses Buches zieht sich die grundsätzliche Frage, „ob ein Wirken Gottes in der Geschichte intellektuell verantwortlich konstatiert werden kann“, und auf die friedliche Revolution bezogen, „ob dergleichen sich gar 1989 zugetragen haben könnte“. Wenn die Möglichkeit einer transzendentalen Dimension der Geschichte anerkannt wird, erscheint der Gedanke einleuchtend, die Revolution von 1989 sei die heilsgeschichtliche Antwort auf die blutige Revolution von 1789 mit ihren gewaltsamen „Folgeumbrüchen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Russland (1917) und Deutschland (1933)“. Dem antireligiösen Furor, der 1789 zu den Grundlagen eines neuen Staatswesens gehörte, antwortete 200 Jahre später eine Revolution, die aus dem christlich motivierten Geist der Gewaltlosigkeit heraus die Umwälzung nicht mit Waffen, sondern mit dem Wort erkämpfte. Die Französische Revolution von 1789 sei zum „Pilotprojekt der kommunistischen (1917) und nationalsozialistischen (1933) Revolution, zu einer geradezu diabolischen Kette von katastrophischen Geschichtszäsuren“ geworden. In dem Augenblick, da die Vernunft als höchste Instanz an die Stelle Gottes trete, komme es zur „Selbstvergöttlichung des Menschen“. Revolutionäre Heilspläne verwandelten sich in Terrorregime und das Versprechen einer perfekten direkten Demokratie nehme in der Praxis die Gestalt eines totalitären Systems an. Noch im Jubiläumsjahr 1989 bekannten sich die Führer der DDR zum Jakobinerterror: Revolutionäre Umwälzungen seien ohne Gewalt nicht möglich. Der Terror seit 1945 fand, marxistisch-leninistisch zugespitzt, eine „jakobinische Ur-Begründung“.

Auf diese Unheilsgeschichte antwortete 1989 die „ethisch qualifizierteste Revolution der deutschen Geschichte“. Und nun: lässt sich eine geschichtstheologische Deutung dieser Revolution rechtfertigen? Gottes Wirken in der Geschichte stehe nicht in Konkurrenz zu den natürlichen Kausalitäten und zu den menschlichen Aktionen. Es sei auch nicht im Sinne von Fatum, Vorsehung oder Schicksal zu verstehen. Ja, es sei letztlich nicht entscheidend, ob Gott in der Geschichte wirke oder nicht, wenn diejenigen, die sich auf ihn berufen, weil sie sich von ihm inspiriert wissen, in der Geschichte wirksam würden. Dietrich Bonhoeffer war zutiefst von der Überzeugung durchdrungen, dass „wir nicht Herren, sondern Werkzeuge in der Hand des Herrn der Geschichte“ sind.

Dies auf die 1989er Revolution bezogen: in der unerwarteten Wahl des polnischen Kardinals Karol Woytila zum Papst sei das Numinose in die geschichtliche Wirklichkeit eingebrochen. Bei allen unterschiedlichen geistig-ideellen und existenziellen Antrieben, die in die friedliche Revolution eingeflossen seien, bleibe doch deren christliche Signatur offenkundig. Die Revolution in der DDR habe sich radikal von allen vorausgegangenen Revolutionen dadurch unterschieden, dass sie gewaltfrei war, dass sie Versöhnung ermöglichte, eine genuin christliche Glaubenshaltung. Die große Bedeutung dieses Buches liegt darin, dass es die Grundfrage jedes christlichen Geschichtsverständnisses stellt: Ob und wie Gott in Geschichte eingreift. Die Antwortversuche sind gründlich durchdacht, in sich folgerichtig, gut verständlich und gelegentlich voller Leidenschaft. Da es sich um redliche Antwortversuche handelt und nicht um hinzunehmende Behauptungen, wird der mitdenkende Leser zur Auseinandersetzung ermutigt. Der Rezensent gesteht, dass ihm die Formulierung von der „gottgewollten Vereinigung beider deutscher Staaten“ zu weit geht. Er gesteht aber auch, seit Jahren kein „Sachbuch“ gelesen zu haben, das ihn so zum Nachdenken angeregt und so stark bewegt hat.

Jürgen Israel

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Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder

Sprachmächtig

Über Wunder
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Dantes Verse werden zum Leben erweckt. Wer sich mit ihm auf die Reise begibt, erlebt eine Höllenfahrt, begegnet dem Purgatorium, steigt aber auch auf ins Paradies.

Sibylle Lewitscharoff hielt vor wenigen Jahren eine Lesung in Rom im großen Saal der Malteser auf dem Aventin, als sie Stipendiatin der Villa Massimo war. Nun lässt sie diesen besonderen Ort - geöffnete Fensterflügel ermöglichen den Blick auf den Petersdom - zum Schauplatz ihres neuen Romans werden. Zumindest die äußere Handlung ist wesentlich hier, in Rom verankert.

Entscheidender sind jedoch die Innenwelten, die erschlossen werden: Die „Divina Commedia“ Dantes ist das eigentliche Zentrum des Geschehens, denn Lewitscharoff führt an der Hand des Protagonisten in die Abgründe und Tiefen dieses Meisterwerkes der Literatur- und Geistesgeschichte. Der aus Frankfurt am Main stammende Romanist ist Teil eines internationalen Kongresses, der sich versammelt hat, um die Göttliche Komödie zu erschließen. Dantes Verse werden zum Leben erweckt. Wer sich mit ihm auf die Reise begibt, erlebt eine Höllenfahrt, begegnet dem Purgatorium, steigt aber auch auf ins Paradies.

Ewige Verdammnis und nie endende Strafe für getanes Unrecht im Banne der sieben Todsünden können in ihrer Ausweglosigkeit erahnt werden, wenn die Sprache der Lyrik Realität entfaltet. Dante Alighieris Erlebnisse werden von Sibylle Lewitscharoff konsequent mit den Gräueln der Gegenwart und der menschlichen Unheilsgeschichte kontrastiert. Kann es überhaupt eine gerechte Strafe geben für die Verursacher unermesslichen menschlichen Leidens in all seinen verheerenden Facetten? Ist Höllenpein eine befriedigende Antwort auf den Ruf nach Vergeltung? Gibt es so etwas wie Wahrheit tatsächlich, oder ist sie eine bloße Fiktion?

Die Tagungsgesellschaft verliert in ihren Reflexionen jeden Realitätsbezug. Kenny, der Hund eines Teilnehmers, scheint diese Vorgänge noch besser zu erfassen als sein amerikanischer Besitzer. Das Tier begleitet aufmerksam das Geschehen und erweckt den Eindruck, die Vorträge zu verstehen. Es hat Ähnlichkeit mit Vorbildern aus der Kunstgeschichte, die wissender Mittelpunkt zahlloser Gemälde sind. Virtuos und mit feiner Ironie erzeugt Sibylle Lewitscharoff eine Sogwirkung, die in Dantes Erlebnisse hineinzieht.

Unüberschaubar sind die Anspielungen auf literarische, philosophische und theologische Werke der vergangenen Jahrtausende. Faszinierend ist die Sprachmächtigkeit der Autorin, die durch das Gefüge ihres Romans zu höchster Konzentration gezwungen wird, wenn sie etwa die verschiedenen Übersetzungen der Komödie ins Spiel bringt: Wer Stefan George oder Rudolf Borchardt aufruft, droht neben ihnen zu verblassen.

Hochgradig verunsichert ist der einsame Held dieses Romans, der über die Grenzen seiner Leistungskraft hinaus gebracht wird: Muss er doch erkennen, dass die enthusiasmierte Kongressgemeinde schließlich auf die Fensterbretter steigt und entschwebt. 33 Dantisti und drei Hausangestellte sind und bleiben verschwunden, ist auf Seite 33 zu erfahren. Von Dante „enthemmt und entflammt, wanderten (sie) im Auge des Sprachsturms“, redeten in Zungen, aber verstanden sich: eine eingeschworene Gemeinschaft. Von Exklusion betroffen ist der Erzähler, der im entscheidenden Moment nicht präsent war, aber dennoch Erinnerungen an das Geschehen besitzt, an ein Wunder, ein Ereignis, ein Vorkommnis, nach dem nichts mehr so ist wie zuvor.

Den Ausschluss erlebt er als Kränkung und Befreiung zugleich. Mit Dante, und letztlich getragen von der Sprachmagie der Autorin, schwebt aber auch er „auf den Flügeln der Theologie“ - und gibt vernehmbar den Wink, doch neben ihm Platz zu nehmen, um an der Geistesreise teilzunehmen.

Alf Christophersen

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