Notizen

aus Religion und Gesellschaft
Foto: epd
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Konfirmationsunterricht: So wenig Schule wie möglich Jugendliche nehmen den Konfirmandenunterricht positiv wahr, wenn er sich sehr vom Schulunterricht unterscheidet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Sinus-Instituts, die die Landeskirchen Baden und Württemberg in Auftrag gegeben hatten. Schlechte Erfahrungen mit dem traditionellen Gemeindegottesdienst sind für Jugendliche "die größte Barriere" für ein Engagement in der Kirche. Fast alle Befragten hätten an den Predigten kritisiert, sie waren "zu umfangreich, nicht abwechslungsreich genug, schwer verständlich, alltags- und jugendfern". Kritisch sehen die Jugendlichen auch Choräle, Orgelmusik, die üblichen Gottesdienstzeiten und die fehlende Möglichkeit zum Gespräch. Und der gymnasiale Zuschnitt des Konfirmandenunterrichts schrecke weniger gebildete Jugendliche ab, sagte Inga Borchard, die die Untersuchung geleitet hatte. Der badische Landesjugendpfarrer Thomas Schalla brachte eine Erkenntnis der Studie auf die Formel: "Je mehr Jugendarbeit in der Konfirmandenzeit, desto besser." Für die Studie wurden neunzigminütige Tiefeninterviews mit je 36 weiblichen und männlichen Jugendlichen geführt, deren Konfirmation maximal zwei Jahre zurücklag. Berücksichtigt wurden zu gleichen Teilen Haupt-, Real- und Oberschüler.

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