Plädoyer

Plädoyer

Kirchliche Unverzichtbarkeit

Die Phänomene, an denen Ingolf Dalferth die Gefährdung des demokratischen Zusammenlebens festmacht, sind weithin zu beobachten und vielfach beschrieben: Vertrauensverluste in die politischen Institutionen unserer Gesellschaft; Abschottung sozialer Milieus, die nur noch in ihrer eigenen Blase kommunizieren; der dialektische Umschlag einmal emanzipatorisch gemeinter Prozesse in ihr Gegenteil.

Darin zeichnet sich eine Gesellschaft ab, deren gemeinsames Dach zerbrochen ist: „Wo alle nur noch um ihre jeweiligen Identitäten besorgt sind und diese in Dauerdifferenzierung durch Abgrenzung zur Geltung zu bringen suchen, atomisiert sich eine Gesellschaft und zerfällt in Singularitäten.“

Dalferth macht den lohnenden Versuch, diese Krisenphänomene einer theologischen Deutung zuzuführen, somit den roten Faden aufzuspüren, der sie miteinander verbindet.

Den findet er in der Frage nach einem verbindenden „Dritten“, das die gesellschaftliche Segregation überwinden könnte. Denn: „Gelingt es nicht, in den verschiedenen Konfliktfeldern jeweils ein konkretes Drittes zu entwickeln, das über die bloße Entgegensetzung der gesellschaftlich konkurrierenden Denkweisen hinausführt, weil es für beide Seiten unverzichtbare Relevanz besitzt, werden sich die gegenwärtigen Krisen der Gesellschaft nicht überwinden lassen.“

Aber was könnte dieses verbindende Dritte sein? Das Gesetz, vor dem alle Menschen gleich sind? Die öffentliche Vernunft, die von einem vernünftigen Verhalten aller am gesellschaftlichen Diskurs Beteiligten ausgeht? Der Rekurs auf Gott als den Schöpfer?

Es ist vor allem die Ausklammerung von Theologie und Glaube aus dem öffentlichen Diskurs, ihre Privatisierung, woran sich Dalferths Kritik festmacht. Dadurch aber wird die handlungsleitende und motivationale Energie von Religion und Glauben von vorneherein aus der demokratischen Meinungsbildung ausgeschlossen. Entsprechend breiten Raum nimmt darum auch Dalferths Kritik am Kommunikationsmodell von Jürgen Habermas ein.

Es erweise sich als „soziale Fiktion“, weil es von idealisierenden, die reale Lebenswelt von Menschen übersehenden Voraussetzungen ausgeht. „Man muss die von Habermas als Grundzug der Spätmoderne hervorgehobene postmetaphysische Grundsituation der Gesellschaft in Frage stellen“, schreibt Dalferth. Denn „wo religiöse Überzeugungen als private Schrullen abgetan werden“, kommt es zu keiner ernsthaften Auseinandersetzung über die weltanschaulichen Hintergründe, die für das praktische Verhalten meist einflussreicher seien als rationale Gründe.

Gerade im Gottesbezug aber liegt für Dalferth das gesuchte „ultimative Dritte“, das „epistemisch nicht erweisbar, aber existenziell unvermeidlich“ ist. Denn „die Trans­zendenzformel Gott“ macht aufmerksam „auf die Fragilität, Endlichkeit und Schadensanfälligkeit menschlichen Lebens, die in keiner demokratischen Ordnung vergessen werden sollte.“

Auch wenn Religion in westlichen Demokratien schon lange nicht mehr als Drittes fungieren kann, gilt: „Gott aber kann es, denn die Einsicht in die eigene Endlichkeit, Kontingenz, Immanenz und Verantwortlichkeit anderen gegenüber ist keineswegs nur religiösen Menschen zugänglich.“

Liegt in diesem Hinweis so etwas wie ein versteckter existenzieller Gottesbeweis? Für den Theologen Dalferth ist damit eher die Aufgabe beschrieben, im öffentlichen Gespräch auf der unerledigten Bedeutung der Gottesfrage zu bestehen.

Und Theologie hat entsprechend die Aufgabe, „die Kontingenz des Daseins, die Endlichkeit des Lebens, die Unmenschlichkeit der Menschen und den strittigen Modus eines wirklich mitmenschlichen Lebens“ zu bedenken, also existenzielle Fragen aufzugreifen, für die es im politischen Diskurs sonst keinen Anwalt gibt.

In Zeiten abnehmender Kirchenmitgliederzahlen und landeskirchlichen Rückbaus lese ich dieses Buch als ein Plädoyer für die Unverzichtbarkeit von Theologie und Kirche in einer Gesellschaft, die in Gefahr steht, ihren Kompass zu verlieren.

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Ein Zeitpanorama

Ein Zeitpanorama

Olympische Spiele 1972

Jubiläen bilden im Spiegel der Zeit immer teils illustre, teils verstörende, teils nahe, teils fremde Welten und Wirklichkeiten ab. Der Rückblick relativiert vieles. Gleichzeitig offenbart er ein an Komplexität kaum zu überschauendes Wimmelbild, das zu ordnen neben der Fleiß- auch eine konzeptionell-dramaturgische Arbeit immensen Aufwands bedeutet. Wie bei den XX. Olympischen Spielen 1972 in München, die nach den XI. 1936 im Berlin des Nazi-Deutschlands eben jene vergessen machen und ein neues Bild von einem neuen Deutschland und einem neuen Geist zeigen sollen.

Der internationale Vertrauensvorschuss ermöglichte Deutschland, erstmals nach 1945 der Weltöffentlichkeit zu zeigen, was aus ihm geworden ist. Gregor Schöllgen – Jahrgang 1952, habilitierter Historiker und Publizist – und Markus Brauckmann – Drehbuchautor und Regisseur – haben darüber bei der DVA ein Buch herausgebracht. Stephan Schad, Schauspieler und Hörbuchsprecher, liest es in ungekürzter Fassung auf einer Doppel-mp3-CD über gut dreizehn Stunden. Es ist kein Buch für den Nachttisch. Es ist ein unglaublich vielschichtiges, immens viele Beteiligte einbeziehendes, Hintergründe und Fakten aufschlussreich verbindendes und dabei journalistisch gut erzähltes Buch zwischen dem Sommermärchen der jungen, gerade 16-jährigen Ulrike Meyfarth, die am 4. September 1972 völlig unerwartet Hochsprung-Olympiasiegerin mit Weltrekord wird, und dem Alptraum am Folgetag, als die palästinensische Terrorgruppe „Schwarzer September“ die israelische Olympiamannschaft überfällt und schließlich siebzehn Menschen ums Leben kommen. Stephan Schad weiß dieses Panorama so zu lesen, dass es weder nur Geschichte noch nur Faktensammlung ist. Er macht die Zeit lebendig.

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Wohliges Unbehagen

Wohliges Unbehagen

Allerlei von Van Zandt & Co.

Bei auswegloser Überwältigung tut Launiges not: ein Furz in weihevoller Stille etwa oder herzhaftes Lachen „danach“. Auch Townes Van Zandts Songs (1944 – 1997) brauchen Gegenmittel – weil sie so schön sind und ihre Schwermut derart triftig lockt, dass es zaust. Die lieferte der von Texas-Country und -Blues, Hank Williams und Bob Dylan geprägte Singer-Songwriter selber, als er befand: „Ich denke nicht, dass meine Lieder alle so traurig sind. Ich habe ein paar, die nicht traurig sind. Die sind nur hoffnungslos.“ Ihre zu Gitarren-Picking, mitunter auch Drums, Mundharmonika und einem Hauch von Bass dargebotenen Themen sind klassisch: Heimatlos- und Unstetsein, Einsamkeit, Verwirrungen der Liebe. Und immer lauert der Tod. Kohelet-mäßige Vergeblichkeit, die Essenz des biblischen Predigerbuches, die er in markante, genial schlichte Bilder fasst und mit warmer, fast schüchterner Stimme singt, aber nie sentimental oder pathetisch klingt. Ein Mann mit Nimbus, geringem Erfolg und stabiler kleiner Fangemeinde, darunter viele Musiker.

Man schaue nur, wer ihn coverte. Dass sein Werk in der Doom-Metal-Ecke hochgehalten wird, mag überraschen, weil sich deren Musikalität so manchem nicht gleich erschließt. Mit My Proud Mountain gibt es sogar eigens ein Label dafür, wo 2012 die erste The Songs of Townes Van Zandt-Ausgabe erschien. Mitglieder der einschlägigen Bands Neurosis und Saint Vitus coverten TVZ-Songs, auch um ihn in der Szene bekannt zu machen. Die Gestimmtheit passte ohnehin.

Wiederum umwerfend liegt jetzt die dritte Ausgabe vor. Mit je drei Covern erweisen ihm Mezzosopran-Americana-Folkerin Marissa Nadler, die Post Metaler Amenra aus Belgien und die US-Metalcore-Band Cave In ihre Referenz. Und wer weiß, wie viel Schmiedehammer gerade die Letzteren können, erfasst sofort, wie stark die TVZ-Songs sind. Denn im Einsatz ihrer spezifischen Mittel bleiben sie spärlich, obwohl sie anderes vorhatten, wie sie sagen. Die Cave In-Live-Fassung von „Nothing“ ist sogar komplett Gitarren-akustisch, aufgenommen 2018 einen Monat nach dem Unfalltod ihres Bassisten. Gänsehaut stellt sich ein – und bleibt. Die Absage stimmt: „That’s the heavy shit.“ Fast gesprochen, mit Drone-Sound. Auch Amenra inszenieren zurückhaltend, nur ihre „Flying Shoes“ sind ein packender Ambienttrack. Doom Metal grenzt eben an Prog Rock.

Nach einer an Nick Drake erinnernden Cave In-Version von „At My Window“ hat Marissa Nadler in den Hidden Tracks TVZs Klassiker „Waiting Around To Die“ das letzte Wort: Streicher, Chorgesang und Gitarre. Großartige Songs und stark interpretiert, allerdings mit unverzichtbarer Packungsbeilage, ähnlich wie jene von Joy Division oder das frühe Paul Celan-Gedicht „Drüben“.

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Allen Teufeln Trutz

Allen Teufeln Trutz

Tenorpreziosen dank Corona

Wir erinnern uns: Von einem Tag auf den anderen ging im März 2020 die Kirchenmusik in Deutschland in die Knie. Die Pandemie machte für Monate „Live-Formate“ unmöglich, und als es dann ab Frühsommer wieder bescheiden anfing (Maske, Abstand et cetera) mussten die Kantoreien weiterschweigen und auch (Ausnahme: Sachsen!) der Gemeindegesang. Aus dieser Not machte man vielerorts eine Tugend, indem anstelle des Gemeindegesangs mit Solisten und kleineren Ensembles musiziert wurde, denn die waren vom infektiologischen Verbot ausgenommen.

In der Frankfurter Dreikönigskirche konzipierten in dieser Zeit der Tenor Georg Poplutz und der Kirchenmusiker Andreas Köhs eine Gottesdienstreihe mit Solokantaten und kleinen instrumentalen Besetzungen. Das kam bei der zum Klangschweigen verurteilten Gemeinde bestens an und rief eine „anhaltende Begeisterung“ für die weithin unbekannten Kompositionen hervor, wie dem Beiheft der CD zu entnehmen ist. Und in der Tat: Diese Begeisterung kann man verstehen. Es ist, aller Telemann-Renaissance zum Trotz, das Schicksal der weit über eintausend Kantaten Georg Philipp Telemanns, dass sie unbekannt sind. Auf dieser CD wird mit dem berührenden „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ ein solcher Schatz gehoben. Und im zweiten Rezitativ dieses Werkes findet sich dann der Satz, der als heimliches Motto der ganzen Aktion gelten kann: „So biet’ ich allen Teufeln Trutz! Mein Held, mein Jesus, ist mein Schutz.“ Ein weiterer Höhepunkt ist ohne Frage die großangelegte virtuose Kantate „Jauchzet dem Herren alle Welt“ von Nicolaus Bruhns (1665 – 1697), jenem genialen, leider schon mit Anfang Dreißig verstorbenen Musiker, der als Organist zu Husum wirkte und der neben großartigen Orgelwerken zumindest zwei Handvoll herausragende Kantatenkompositionen hinterlassen hat.

Der Tenor Georg Poplutz, seit vielen Jahren führender Sänger der deutschen Alte-Musik-Szene, macht diese Werke zu einem absoluten Hörgenuss. Sein kräftiger Tenor mit unverwechselbarem, flexiblem Timbre, seine großartige Textbehandlung und klug-innige Textdurchdringung verleihen diesen Preziosen des Barock die Deutung, die sie zum Glänzen bringen. Besonders liebevoll ist auch die durchdachte Anlage der ganzen CD, beginnend mit einem Dialog zwischen drei Schemelli-Liedern von Johann Sebastian Bach mit dem geistlichen Konzert „Aus der Tiefen ruf ich, Herr, zu Dir“ des Heinrich-Schütz-Schülers Christoph Bernhard (1628 – 1692), den man als „Kyrie“-Teil interpretieren könnte, bevor es mit der Telemann-Kantate dann in die Gefilde des Dankes, des Lobes, kurz des Glorias, geht. Insofern gilt: Diese CD ist auch als Gesamtkunstwerk eine Preziose und nachdrücklich zu empfehlen.

PS: Corona mag wenig Gutes gebracht haben. Solche kirchenmusikalischen Entdeckungen und Aktionen, der Not geschuldet, mögen aber dazugehören.


 

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Mut zur Veränderung

Mut zur Veränderung

Sonntagspredigt
Foto: Mario Brink

Geistlich bereichert

18. Sonntag nach Trinitatis, 16. Oktober

Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. (Epheser 5,16)

Es sind unruhige Zeiten. Gefühlt wird unser Leben seit mehr als sieben Jahren ununterbrochen von globalen Krisen bestimmt: Migration, Corona, Klima und Ukraine-Krieg – mit all den Folgen für die Wirtschaft, das gesellschaftliche Klima und das eigene Leben. Die Jahre „sind böse“, könnte man in Abwandlung des Verses aus dem Epheserbrief sagen. Selbstverständlich ist auch nicht alles schwarz. Und jede und jeder von uns wird die Situation unterschiedlich erleben und einordnen. Eine differenzierte Betrachtung ist also notwendig. Und doch: Ein Dauerblues ist immer wieder zu verspüren.

Auch die ersten Christenmenschen verspürten nicht selten äußere Umstände, die ihnen das Leben erschwerten. Ihre Lebensumstände unterschieden sich stark von unseren, sind daher nicht ohne weiteres miteinander vergleichbar. Und doch ist bei ihnen eine gewisse Unsicherheit zu vernehmen, die der gegenwärtigen Unsicherheit vieler Menschen ähnlich ist.

Im Epheserbrief werden für den Umgang damit verschiedene Ratschläge erteilt. Einer davon scheint mir für unser Zusammenleben besonders hilfreich zu sein: „Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern“ (Epheser 5,19). Sich gegenseitig ermuntern, in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis und im Verein, in der Kirchengemeinde oder wo immer wir auf andere Menschen treffen und mit ihnen zusammenarbeiten. Sich immer wieder gegenseitig ermuntern, kann helfen, gemeinsam durch unruhige Zeiten zu kommen. Vielleicht ja sogar, wie es der Text vorschlägt, mit Formen geistlicher Gemeinschaft.

Dieser Zugang ist vielleicht ungewöhnlich. Doch einander geistlich bereichern und aufzubauen, ist vermutlich einer der wichtigsten Dienste, den wir uns als Christenmenschen gegenseitig erweisen können. Und auf eine unaufdringliche Art und Weise helfen geistliche Ausdrucksformen wohlmöglich auch Menschen, die sich außerhalb von Glauben und Kirche bewegen. Das Potenzial dazu besteht zumindest.

 

Keine Einbahnstraße

19. Sonntag nach trinitatis, 23. Oktober

Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. (Markus 2,4)

Senkrecht von oben“ – mit dieser Kurzformel wird in der wissenschaftlichen Theologie nicht selten die Offenbarungstheologie Karl Barths (1886 – 1968) bezeichnet. Darin ist der Gedanke zentral, dass die Beziehung von Gott und Mensch von Gott her zu denken ist: In Jesus Christus, dem sich offenbarenden Wort Gottes, wendet sich Gott dem Menschen zu. Von sich aus sind Menschen dagegen nicht in der Lage, zu Gott zu kommen und sich ihn zu erschließen.

Die Geschichte von der Heilung des Gelähmten, der durch ein Dach zu Jesus heruntergelassen wird, erzählt ebenfalls eine Bewegung „senkrecht von oben“. Allerdings mit einer anderen Perspektive. Hier macht sich ein Mensch senkrecht von oben auf, um Jesus zu begegnen und eine Heils- und Gotteserfahrung zu machen. Mehr noch: Durch die vom Gelähmten ausgehende Bewegung erfahren die Worte Jesu, die er in dem Haus in Kapernaum an die Leute richtet, eine Dimensionserweiterung. Jesu Verkündigung des Reiches Gottes ist in diesem Moment nicht nur hörbar – sie ist durch die Heilung sichtbar und für den Geheilten sogar spürbar. Diejenigen, die dem Geschehen beiwohnen, erleben Jesus und seine Botschaft durch die Bewegung des Gelähmten vielschichtiger als zuvor.

Gottes Bewegung auf uns zu mag zuerst erfolgen. Doch Zeuge davon zu sein, wie Menschen sich auf Gott zubewegen, vermag immer noch eine Erfahrung schenken, die die eigenen Perspektiven auf Gott erweitert. Das gilt sicher auch für die eigene Bewegung zu Gott.

 

Relative Freiheit

20. Sonntag nach Trinitatis, 30. Oktober

Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. (Hoheslied 8,6)

Vor der Bewältigung einer kräftezehrenden Herausforderung tut es gut, sich Kraftquellen zu erschließen und sich widerstandsfähig zu machen. Das gilt für das berufliche und schulische Leben ebenso wie für anstrengende Aufgaben im privaten Bereich. So besteht eine größere Chance, schwierige Situationen bestehen zu können. Eine ähnliche Ausrichtung gibt es, wenn man die Bewegung des Kirchenjahres nachvollzieht: Ende Oktober richtet sich schon unser Blick auf den beginnenden November, den Trauermonat mit seinen Gedenktagen für diejenigen, die in unserem privaten Umfeld eines natürlichen Todes starben, und diejenigen, die unter einer Gewaltherrschaft oder in Kriegen umkamen. Und auch der Buß- und Bettag ist alles andere als leicht. So gibt es im November Tage, die manchmal schwer auszuhalten sind, nicht zuletzt auch, weil das graue Wetter die Stimmung zusätzlich verdüstert.

Im Hohelied gibt es einen Gedanken, der auch für diese Zeit eine Kraftquelle sein kann: „Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich.“ Gedanken über den Tod und das Totenreich werden bei den Gedenk- und Feiertagen im November unsere Aufmerksamkeit beanspruchen, besonders angesichts des Krieges in der Ukraine und der Bilder von Flüchtlingen, Gefolterten und Getöteten und zerstörten Dörfern und Städten. Doch die Liebe ist stark, ja stärker als die Mächte und Gewalten, die das Leben belasten, beschädigen und auslöschen. Gottes Liebe zu und seine Leidenschaft für uns lässt uns in den Irrungen und Wirrungen dieser Welt nicht untergehen. Denn seine Liebe verknüpft unser Dasein mit ihm. Gott eröffnet eine Beziehung zu ihm und schenkt uns so eine relative Unabhängigkeit vom Weltgeschehen. Natürlich sind wir nicht aus der Welt. Uns bewegt und bedrückt, was wir unmittelbar oder vor Fernseher und Radio und bei der Zeitungslektüre erleben. Aber die Hiobsbotschaften sind nicht das letzte Wort. Das letzte Wort hat vielmehr der sich uns in Liebe zuwendende Gott – nicht nur, gerade auch im November mit seinen trüben Tagen.

 

Provokantes Essen

Reformationsfest, 31. Oktober

Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken. (Psalm 46,3)

Mit der Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther am 31. Oktober 1517 wird gemeinhin der Beginn der Reformation verbunden. Im kulturellen Gedächtnis hat sich dieses Ereignis vor allem als Thesenschlag an der Tür der Schlosskirche von Wittenberg eingebrannt. Was für die lutherische Reformation der Thesenschlag, ist in seiner Symbolik für die reformierte Reformation das „Zürcher Wurstessen“. Es fand vor genau 500 Jahren statt. Am 9. März 1522, dem ersten Sonntag der Fastenzeit, fanden sich beim Buchdrucker Christoph Froschauer Zürcher Bürger ein, um bewusst die Fastengebote der römisch-katholischen Kirche zu übertreten. Obwohl es verboten war, aßen sie Wurst. Auch der Priester Ulrich Zwingli, der später in Zürich Reformator wurde, hatte dem Ereignis beigewohnt, soll aber auf den Wurstverzehr verzichtet haben.

Bei allen Unterschieden in der Entwicklung der lutherischen und der reformierten Kirchen sind Gemeinsamkeiten zu erkennen: Ähnlich wie in Wittenberg brach sich auch in Zürich der Freiheitsdrang Bahn gegenüber theologischen Vorstellungen und religiösen Praktiken, die als falsch betrachtet wurden. Während Luther Anstoß an der Bußpraxis der römisch-katholischen Kirche nahm, war es für Zwingli die Fastenpraxis. Der Wunsch, sie zu überwinden und eine freiere Form religiöser Lebensgestaltung zu gewinnen, machte das provokative Zürcher Wurstessen deutlich. Damit setzte in der Stadt an der Limmat die reformatorische Bewegung ein, die in der ganzen Welt zur Ausbildung des reformierten Protestantismus geführt hat und die zweite Säule des evangelischen Christentums bildet.

Freiheitsentscheidungen brauchen Mut. Nicht nur im kirchlichen Kontext, sondern auch in anderen Lebensbereichen. Gut, dass es deshalb Mutmacher wie Psalm 46 gibt: „Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken.“

Es mag sein, dass die Entscheidung, bestimmte Wege einzuschlagen, dramatische Folgen und Veränderungen der äußeren Umstände mit sich bringt, die zunächst nicht absehbar sind. Wenn diese Entscheidungen dazu führen, sich von Dingen zu befreien, die belasten und unfrei machen, muss man sie – ohne Furcht – treffen. Selbstverständlich sind die Folgen des eigenen Handelns abzuwägen. Und es ist sinnvoll, sich bei der Entscheidungsfindung mit anderen auszutauschen. Aber die Furcht vor Veränderungen sollte nicht die für notwendig erachteten Entscheidungen verhindern.

 

Trotz des Krieges

Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr, 6. November

Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch. (Lukas 17,21)

Im August und September tagte in Karlsruhe die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Erstmals seit seiner Gründung 1948 fand die Versammlung der größten ökumenischen Organisation der Welt in Deutschland statt (vergleiche Seite 42). Zum ersten Mal seit 1968 trafen sich Vertreter von 352 Kirchen wieder in einer europäischen Stadt. Angehörige unterschiedlicher Konfessionen und Denominationen versammelten sich in Karlsruhe unter dem Motto „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“. Dass dies im Schatten des russischen Überfalls auf die Ukraine erfolgte, machte die Zusammenkunft von Christenmenschen aus der ganzen Welt noch außergewöhnlicher – nicht zuletzt auch aufgrund der Frage, wie mit der zum ÖRK gehörenden Russisch-Orthodoxen Kirche umzugehen ist.

„Denn sehet, das Reich Gottes ist mitten unter euch“, spricht Jesus Christus im Lukasevangelium. Da, wo Menschen im Namen und im Zeichen der Liebe Christi zusammenkommen und sich trotz aller Verschiedenheit aufeinander zubewegen, da ist das Reich Gottes mitten unter ihnen. Das war in Karlsruhe zu spüren. Doch das Reich Gottes ist nicht allein bei einer internationalen Kirchenversammlung zu spüren. Auch in der vertrauten Umgebung der Ortsgemeinde oder der Kirche im eigenen Land oder auf der anderen Seite der Grenze kann das Reiches Gottes erlebt werden. Die ökumenische Verständigung und das Bemühen, bei aller Unterschiedlichkeit in Verbindung zu stehen, sind Ausdrücke gelebter Versöhnung. Und das tut schlichtweg gut. 

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Foto: Mario Brink

Gregor Bloch

Gregor Bloch ist Pfarrer und theologischer Mitarbeiter des Evangelischen Bundes Westfalen und Lippe. Er wohnt in Detmold.


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Kleiner Wald, große Wirkung

Ein grauer Morgen in Darmstadt. Feiner Nieselregen sorgt für hohe Luftfeuchtigkeit. Zäh fließt der Berufsverkehr über die vierspurige, regennasse Berliner Allee.

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Ende der Debatte

Ende der Debatte

Wenn eine Spanierin als nicht „richtig divers“ gilt
Foto: Christian Kruppa

Mitgliederversammlung. Die Debatte ist quälend, lang und redundant. Entschlossen schreitet eine Teilnehmerin zum Mikrofon, hebt beide Arme, Antrag zur Geschäftsordnung, Ende der Debatte. Eine formale Widerrede ist erlaubt, dann wird abgestimmt. Die Mehrheit entscheidet, ob weiterdebattiert wird.

Diesem demokratischen Prozess entziehen sich manche, auch feministische, gern „woke“ genannte Kreise inzwischen immer mehr. Sobald eine nach eigener Angabe von Rassismus betroffene Person feststellt, dass Rassismus vorliege, heißt es: Rassismus ist keine Meinung und damit Ende der Debatte. Wer weiterdiskutieren will, wird zum Beispiel auf Social-Media-Plattformen gebrandmarkt. Du bist weiß und rassistisch, kannst damit auch keine Feministin mehr sein. Die einzige Erwartung: Erkenne die Richtigkeit unserer Position, entschuldige Dich, dann kannst Du unter Bewährungsauflagen wieder dabei sein.

Offenbar wollen viele weiße, meist jüngere, Frauen, selbst frei von eigener  Diskriminierungserfahrung, unbedingt auf der richtigen Seite stehen.

Die viel beschworene Diversität wird inzwischen oft nur eingeschränkt definiert: als sichtbar migrantisch. Da wird eine Spanierin als Podiumsgast wieder ausgeladen, weil sie nicht „richtig divers“ sei. Gerade als Deutsche befremdet mich, wenn Menschen wieder nach ihrem Aussehen klassifiziert und beurteilt werden, egal mit welcher Intention.

Wer Diversität fordert, muss sich zu wahrer Vielfalt bekennen. Wir brauchen die Solidarität mit allen, die aufgrund von Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Weltanschauung oder Behinderung diskriminiert werden; auch mit denen, die in Kindheit und Jugend kaum Zugang zu Bildung und Geld hatten. Als lesbische Frauen leben wir in Deutschland seit einigen Jahren in einer großartigen Zeit; nie konnten wir uns so frei bewegen, nie so selbstverständlich die Ehefrau zur Party mitbringen oder bei der Arbeit vom gemeinsamen Urlaub mit der neuen Partnerin sprechen. Und doch können wir uns längst nicht sicher vor Angriffen oder subtiler Diskriminierung sein.

Menschen, die rassistisch abgewertet, beleidigt und angegriffen werden, müssen geschützt, Täter*innen als solche benannt und belangt werden. Keine Frau mit Kopftuch darf angegriffen werden; kein schwarzes Kind rassistisch beleidigt, kein asiatisch aussehender Jugendlicher ausgeschlossen werden. Genauso wenig wie Behinderte, Menschen aus Ostdeutschland, Obdachlose – alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren.

Was die Nicht-Debatte zum Rassismus so befremdlich macht, ist die Eindeutigkeit des Urteils und gleichzeitig die Schwammigkeit der angelegten Parameter. Rassismus wird zum „Umbrella-Term“, einem Oberbegriff. Relativ neu unter diesem Begriffs-Schirm ist der „antimuslimische Rassismus“. Um muslimische Frauen zu schützen, darf in der Folge in einer Karikatur zum Islamismus keine Frau mit Kopftuch gezeichnet werden, denn sie würde 1:1 für alle Muslima genommen. Das sei Rassismus. Ende der Debatte.

Dagegen wird christlich des Öfteren als nur weiß, europäisch und damit abzulehnen gekennzeichnet. Karikaturen wären vermutlich erlaubt.

Religion steht zurecht unter dem Schutz des Grundgesetzes; religiöser Fundamentalismus jeglicher Couleur aber gefährdet die Freiheit von Frauen, spricht lesbischen und transsexuellen Frauen das Lebensrecht ab. Das wiederum müssen wir benennen, statt zu verharmlosen, wie es manche beim Islamismus tun.

Zu den schwammigen Parametern gehört auch der Umgang mit Zahlen. Inzwischen gehört es zum quasi rituellen Ablauf einer Frauenveranstaltung mit meist um die 60 Teilnehmerinnen, dass eine schwarze Frau als Erstes fragt, warum außer ihr keine andere Schwarze da ist. Ergo: Die Veranstaltung sei nicht divers. Zur Wahrheit gehört, dass in Deutschland nur jede 80. Person als schwarz erkennbar ist. Die Quote wäre also erfüllt. „People of Color“ zu zählen ist schwieriger, denn die Definition ist auch hier schwammig.

Oftmals wird in diesem Zusammenhang die Zahl von 26 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland angeführt. Es wird nicht direkt so gesagt, aber durch den Kontext wird assoziiert: Auf einem Podium mit vier Personen müsse jeweils eine sichtbar migrantische Person sitzen. Die 26 Prozent sind aber alle Personen, deren Eltern seit 1948 in Deutschland eingewandert sind oder die selbst im Ausland geboren wurden, sei es in Polen oder der Türkei, Schweden oder Kamerun. Nur 13 Prozent sind laut Statistik deutsche Staatsbürger*innen.

Ehrlich wäre es daher zu sagen: Wir sind als sichtbar migrantische und von Rassismus betroffene Menschen zu lange nicht präsent gewesen, wir wollen zeitweise überkompensieren. Einverstanden, aber bitte behauptet nicht, wir anderen wären eine homogene, rassistische Masse alter weißer Frauen. Nur gemeinsam können wir gegen Rassismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gewinnen. 

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Foto: Christian Kruppa

Friederike Sittler

Friederike Sittler ist Abteilungsleiterin Hintergrund Kultur und Politik, von Deutschlandfunk Kultur in Berlin und Vorsitzende des Journalistinnenbundes, einem Netzwerk von Frauen in den Medien.


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Keine Zeitenwende

Der Krieg Putins gegen die Ukraine begann am 24. Februar 2022. Seitdem geht er mit großer Brutalität von Tag zu Tag weiter.

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