In Etappen

Geheimes Fluchtnetzwerk

Für die Underground Railroad gibt es keine historische Vorgabe, man sollte sie eher als Symbol der Fluchtrouten nordamerikanischer Sklaven verstehen. Nur wenigen Eingeweihten bekannt und in Etappen gegliedert, um nicht verraten werden zu können.

Cora, die Protagonistin, macht sich nach unmenschlicher Behandlung von einer Baumwollplantage in Georgia auf den Weg in diesen Untergrund, ohne zu wissen, wohin er führt. Von Freiheit im verheißungsvollen Norden träumt sie, muss jedoch bald erkennen, dass die für Schwarze in diesem Land zu jener Zeit nicht vorgesehen ist und der Untergrund nie endet. „Gefährlicher als ein Nigger mit einem Gewehr ist ein Nigger mit einem Buch“, hört sie und merkt, dass ihnen Bildung, der Schlüssel zu allem, vorenthalten wird.

Auf ihrem Irrweg begegnen ihr unzählige Menschen, Ärzte, für die Schwarze Versuchsobjekte sind, andere, die sie erneut als billige Arbeitskraft ausbeuten möchten, Museen, die sie als lebendes Anschauungsmaterial ausstellen, Männer, die Sexualobjekte suchen. Nur wenigen kann sie vertrauen, heldenhaften Menschen, die ihr helfen, den Weg auf der Railroad fortzusetzen.

Der afroamerikanische Schriftsteller Colson Whitehead stützt sich in seinem Buch, für das er 2017 den Pulitzerpreis bekam, auf Erfahrungsberichte ehemaliger Sklaven, möchte es jedoch weniger als historischen Roman, sondern vielmehr als Mischung aus Realismus und Phantastie verstanden wissen.

Das auf neun Stunden gekürzte Hörbuch, gelesen von der Schauspielerin Helene Grass, wird man in Etappen hören und verarbeiten müssen.

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