Einladung zum "zeitzeichen"-Salon
Unser Schwerpunkt zur aktuellen Bestattungskultur ist Ihnen als Abonnentin und Abonnent auf unserer Website oder im Heft bereits seit Monatsanfang zugänglich. Jetzt können Sie mit den Autor:innen dieser Texte diskutieren. Am Mittwoch nächster Woche, den 25. Februar, öffnet um 18 Uhr unser digitaler Salon seine virtuellen Türen exklusiv für Online- und Print-Abonnent:innen.
Zu Gast sind Dirk Pörschmann, Adelheid Herrmann-Pfandt, Manuel Stetter und Anna Hofer. Die Moderation übernimmt „zeitzeichen“-Redakteurin Kathrin Jütte.
Dirk Pörschmann ist Direktor des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Das in Deutschland einzigartige Museum ist dem Themenfeld Sterben, Tod, Bestattung, Trauer und Gedenken gewidmet. Die Forschungsschwerpunkt des promovierten Kunst- und Kulturwissenschaftler liegen deshalb insbesondere im gesellschaftlichen Wandel von Sterben, Bestatten, und Erinnern, sowie in der kulturwissenschaftlichen Analyse von Ritualen, Symbolen und Bildern des Todes. Aufgrund eigener Erfahrungen möchte er nach seinem Tod in einem Sarg in der Erde bestattet werden, sagt Pörschmann im zeitzeichen-Gespräch.
Manuel Stetter hat seit 2022 den Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Universität Rostock inne. Seine Habilitation, in der er sich mit dem Umgang mit den Toten in der religionspluralen Gesellschaft beschäftigte, hat er an der Universität Tübingen abgeschlossen. Die Auseinandersetzung mit dem Tod prägt alle seine Arbeitsfelder. Er kennt sich aus mit der protestantische Bestattungskultur und ihren theologischen Implikationen. „Bestattungsrituale sind jedoch vielfach prozessual eingebettet“, schreibt er in seinem zeitzeichen-Artikel.
Adelheid Herrmann-Pfandt ist außerplanmäßige Professorin im Fach Religionswissenschaft an der Universität in Marburg. Dort hat sie bis vor kurzem unter anderem gelehrt. Sie forscht vor allem zur Religionsgeschichte Indiens und Tibets, zur Geschlechterforschung im Kontext von Religionen. Die Religionswissenschaftlerin ist besonders versiert auf dem Gebiet der interkulturellen Religionsvergleiche. Wie zum Beispiel im Kontext von Tod, Bestattung, Trauer und Erinnerung. Religionen haben weltweit sehr unterschiedliche Rituale entwickelt, um Abschied zu nehmen und den Verstorbenen einen Platz zuzuweisen, erläutert sie in ihrem zeitzeichen-Überblick.
Anna Hofer arbeitet seit Oktober 2025 als Volontärin bei der Leipziger Wochenzeitung Der Sonntag und bei zeitzeichen. Sie hat für den Schwerpunkt der Februarausgabe der zeitzeichen eine Bestatterin in Leipzig begleitet und herausgefunden, warum eine wachsende Zahl junger Menschen den Beruf des Bestatters ergreift. Außerdem hat sie dabei viele neue Formen des Abschieds kennengelernt.
Und was denken Sie? Brauchen wir eine Friedhofspflicht in Deutschland? Was bedeutet es, wenn Tod und Abschied aus dem öffentlichen Raum verschwinden und zunehmend privatisiert werden? Brauchen wir Friedwälder und Friedhöfe als zentrale Erinnerungsorte? Und was können wir von anderen Religionen lernen, um Abschied zu nehmen.
Diskutieren Sie mit! Melden Sie sich per Email unter Angabe Ihrer Kundennummer unter redaktion@zeitzeichen.net an. Sie erhalten rechtzeitig einen Link zu unserem digitalen Salon via zoom.
Wir freuen uns auf Sie!
Kathrin Jütte
Kathrin Jütte ist Redakteurin der "zeitzeichen". Ihr besonderes Augenmerk gilt den sozial-diakonischen Themen und der Literatur.