Ein schlimmes Los ist heutzutage der plötzliche Verlust des Smartphones. Jedenfalls, wenn man sich für Mr. Wichtig hält, es aber in fast 30 Jahren nicht schafft, die rund tausend Kontaktdaten im Smartphone zu sichern. Ich gestehe: Unzählige Male griff ich schon panisch an Brust- oder Gesäßtasche und dachte: „Oh Gott, wo ist mein Smartphone?“ Zum Glück war es immer da – bis auf einmal, aber das war in der Vor-Smartphone-Ära mit etwa knapp 80 gespeicherten Kontakten. Die waren schnell wieder eingetragen.

Neulich jedoch, ich kam im Hotel an, packte aus – wieder dieser Schreck: „Wo ist es?“ Weg! – „In welchem Zug könnte es mir aus der Tasche gefallen sein?“ Keine Ahnung … oder hatte ich es in der Lounge am Bahnhof liegen gelassen? Ich raste zurück, rein in die S-Bahn, raus aus der S-Bahn, und stand nach 20 Minuten wieder dort in der Lounge – und da lag es,
unschuldig auf dem Tisch und immer noch vor derselben eifrig beschäftigten Dame, mein zerschlissenes Smartphone mit über 1 000 Kontakten. Die Welt hatte mich wieder. Halleluja!

Kurz darauf durfte ich mich sogar in einer prominenten Andachtsstätte darüber ausbreiten – ein idealer Einstieg in den Paulus-Vers „Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht schauen auf das Sicht­bare, sondern auf das Unsichtbare …“

Aber dann dies: Vier Tage später war dann mein Smartphone wirklich weg. Diesmal wohl im vorweihnachtlichen Gedränge in Hamburg gestohlen. Eine schlaflose Nacht folgte, nicht wegen des alten Geräts, sondern wegen der verlorenen Kontakte. Warum hatte ich sie nicht … Und dann die Erlösung in den frühen Morgenstunden: Unbemerkt hatten sich über Jahre alle meine Kontakte auf meinem parallel genutzten Tablet gesammelt, sie auf das neu gekaufte Smartphone zu übertragen, war ein Klacks. Auch waren binnen weniger Stunden alle Fotos und Apps wieder da, woher auch immer. Wunderbare neue Welt – oder, wie meine Tochter seufzen würde: „Ach, Papa …“

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