Warum die Fahrt auf einem Karnevalswagen für einen Historiker besonders spannend ist, hat unser „z(w)eitzeichen“-Kolumnist Christoph Markschies in diesem Jahr in Bonn erfahren.
Die katholische Kirche in Deutschland hat Historisches vor. Und unter ihren Bischöfen einen neuen Vorsitzenden. Am Ende der Tagung der Bischofskonferenz in Würzburg ist aber eine Warnung vor der AfD am lautesten zu hören, berichtet Philipp Gessler.
Wie kann evangelische Kirche in Zeiten struktureller Erosion neu Gestalt gewinnen? In Auseinandersetzung mit den Beiträgen von Johannes Krug und Gregor Etzelmüller zum evangelischen Netzwerk plädiert Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland und Herausgeber von zeitzeichen, dafür, Kirche als sozialraumorientiertes Gefüge eigenständiger Partner zu verstehen – geistlich verankert und organisatorisch neu justiert.
Etwas überraschend haben die deutschen katholischen Bischöfe Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Ein großer Reformer wird der fromme Hildesheimer Bischof aller Voraussicht nach nicht werden, erklärt Philipp Gessler.
Interview mit Dorothee Wüst, Sprecherin der kirchlichen Beauftragten im „Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt“ der EKD, über den Stand der Dinge bei der Aufarbeitung des Themas und die Grenzen des kirchlichen Föderalismus
Die jüngsten Bekenntnisse des Marco Rubio und die US-Außenpolitik unter Trump stellen die Frage, ob in der neuen harten Welt der Real- und Machtpolitik der christliche Glaube mehr sein kann als ein Lippenbekenntnis, analysiert Roger Töpelmann.
Sind die Deutschen wirklich zu faul? Die Klage vom „Teilzeit-Lifestyle“ verkennt, was Arbeit heute bedeutet, meint unsere Online-Kolumnistin Antje Schrupp.
Vorgestern veröffentlichten wir an dieser Stelle ein Interview mit Johannes Krug zum „Netzwerk evangelisch“ im Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf (Berlin). Heute bringen wir sieben Thesen des Osnabrücker Professors für Systematische Theologie, Gregor Etzelmüller, die er als eine theologischen Kommentar und Grundlegung für das Projekt in Berlin formuliert hat und die vom Steuerungskreis des Projektes angenommen wurden.
Unser Schwerpunkt zum Thema „Neues am Ende – Wie wir heute unsere Toten bestatten“ ist Ihnen als Abonnentin und Abonnent auf unserer Website oder im Heft bereits seit Monatsanfang zugänglich. In der kommenden Woche können Sie mit den Autor:innen dieser Texte diskutieren.
Unser Online-Kolumnist Klaas Huizing ist beglückt: In der Gedichtkunst sind die großen philosophischen Gesänge, die die Elemente feiern, zurück. Es gibt wieder Sänger und Sängerinnen. Homer hat neue, singkräftige Nachfahren.
Die Militärseelsorge erfährt unter Soldat:innen eine hohe Zustimmung, auch unter denen, die sich nicht als religiös bezeichnen. Woran liegt das? Ein Interview mit Petra-Angela Ahrens, die eine aktuelle Studie zum Thema mitverantwortet hat.
Ein Text von ihm ist berühmt. Aber Johann Daniel Falk gilt auch als Urvater der kirchlichen Sozialarbeit. Ein Gedenken aus Anlass seines 200. Todestages.
Der Reichtum der Kirche sind die Menschen und die besonderen kirchlichen Räume. Unsere Online-Kolumnistin Angela Rinn wünscht sich, dass Menschen allen Alters in diesen Räumen miteinander diskutieren, sich öffnen, zuhören und so miteinander Demokratie leben. Ein Vorgeschmack auf das Schwerpunktthema der nächsten EKD-Synode.
Mit der sechsten und letzten Synodalversammlung endete nach drei Tage in Stuttgart der Synodale Weg. Das große Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland hat nach sechs Jahren der Arbeit einiges erreicht, meint Philipp Gessler.
Die Evangelische Theologie an den Universitäten steht unter erheblichem Anpassungsdruck: Neue Themen, neue Erwartungen, neue Rollenbilder prägen Forschung, Lehre und kirchliche Selbstverständigungsprozesse. Diese Dynamik sieht der Göttinger Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann überaus kritisch.
Geistlichen Missbrauch gibt es nicht nur in Sekten und anderen Konfessionen, sondern auch in der EKD. Er kann ähnlich dramatische Folgen wie andere Formen des Missbrauchs haben.
Im Jahr 2026 beginnt das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz in der Schule: Die vermeintlich allwissenden Maschinen breiten sich aus – auch im Religionsunterricht.
Foto: Die Tiere klagen an, 1991: www.irma-huenerfauth.de/kb7.html
Bei den Minangkabau haben Männer nichts zu sagen. Allerdings setzt die Globalisierung der Frauenherrschaft immer stärker zu, die Macht der Frauen schwindet.
Die jüngst verabschiedete Friedensdenkschrift der EKD hat zu einer lebhaften Diskussion im deutschen Protestantismus geführt. Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg findet viel Gutes an ihr.
David Harris leitete zwei Jahrzehnte lang die einflussreiche US-amerikanische Organisation American Jewish Committee (AJC). Ein Porträt Harris’ vom deutsch-israelischen Journalisten Igal Avidan.
Der Artikel von Philipp Gessler „Opi war ein Nazi“ über seinen Großvater in der Dezemberausgabe hat Gerd Schwieger keine Ruhe gelassen. Der promovierte Historiker erinnert an seinen eigenen Vater, einen früheren Sozialdemokraten, der in der NS-Zeit in einer Art Widerstand gewesen sei.
Gespräch mit dem Direktor des Sepulkralmuseums Dirk Pörschmann über neue Bestattungsformen, den Verlust von Abschiedsritualen und unsere Angst vor den Toten
Die Bestattungskultur in Deutschland ist in stetem Wandel. Schon seit der Reformation. Bislang galt jedoch die Friedhofspflicht. Das soll sich in Rheinland-Pfalz nun ändern.
Evangelische Bestattungen gelten oft als wortzentriert und auf die Hinterbliebenen ausgerichtet. Doch ein genauerer Blick zeigt eine vielschichtige Praxis, in der Materialität, Rituale und Beziehungen zu den Verstorbenen eine zentrale Rolle spielen.
Der Tod ist kein Tabu mehr – zumindest nicht für eine wachsende Zahl junger Menschen. Anna Hofer hat mit der Leipziger Bestatterin Magdalena Dietze über die neue Attraktivität eines alten Gewerbes gesprochen.
Ob Erdbestattung, Einäscherung, Wasser- oder Himmelsbestattung – Religionen weltweit haben sehr unterschiedliche Rituale entwickelt, um Abschied zu nehmen und den Verstorbenen einen Platz zuzuweisen.
Wir flüchten uns in Harmonieformeln und beten lieber für Frieden, als uns den realen Spannungen zu stellen: Warum Streit zum Glauben gehört und die Kirche das lernen muss.
Das Buch präsentiert ein relativ breites Spektrum evangelischer Friedensethik, in dem der prinzipielle politische Pazifismus jedoch kaum noch Platz hat.
Das vorliegende Dokument ist deutlich davon geprägt, dass sich der Studienprozess in mehrfacher Hinsicht dazu gedrängt gesehen hat, aus einer Not eine Tugend zu machen.