Den Autoren gelingt es durchgehend, sowohl einer diskriminierungskritischen, progressiven und auf Emanzipation ausgerichteten Position wie auch eher konservativen, freikirchlich geprägten Haltungen gerecht zu werden.
Mit einer Theorie der „radikalen Demokratie“ lassen sich Proteste, wie sie sich in den USA ereignet haben, als „Protestative“ deuten. Sie sind so konstitutiv notwendige „vierte Gewalt“ der demokratischen Ordnung.
Ute Gause gelingt durch ihre intensive und kenntnisreiche Einzelfallstudie etwas, was im Rahmen der ForuM-Studie nur schwerlich möglich war: die genaue und detaillierte Aufarbeitung sexualisierten Missbrauchs im Rahmen der evangelischen Kirche.
In seiner theologischen Doktorarbeit über die Bedeutung des „Gesetzes“ für die Ethik berücksichtigt Lukas Johrendt (31) auch Überlegungen des italienischen Philosophen Giorgio Agamben.