Von allen ungetröstet

Mittelalterliche Erlebnismystik: Die religiöse Reinszenierung von Kindheitstraumata
Carlo Carrà: „Mystiker, Sinnliche, Nachdenkliche“, 1941. Fotos: Archiv
Carlo Carrà: „Mystiker, Sinnliche, Nachdenkliche“, 1941. Fotos: Archiv
Waren viele Mystiker des Spätmittelalters schwer traumatisiert? Sind ihre Visionen als untaugliche Selbstheilungsversuche zu werten? Ralph Frenken, Kinder- und Jugendlichentherapeut in Frankfurt am Main, ist davon überzeugt.

Die Erlebnismystikerinnen des Spätmittelalters glaubten, Gott und göttliche Wesen unmittelbar erleben zu können und strebten nach der Unio mystica, einer orgiastischen Vereinigung mit Gott. Doch ihr religiöses Erleben hatte oft allzu irdische Wurzeln. In Kindheitsmustern, die von Traumata und extremer Deprivation geprägt waren, zeigten sich häufig folgende auffallende Merkmale: exzessive, selbst ausgeführte Beschädigung des eigenen Körpers gekoppelt mit Selbsthass; halluzinatives Erleben religiös gedeuteter Objekte (Gott, Jesus, Jesuskinder, Maria, Teufel, Dämonen, Verstorbene); andauernde Beschäftigung mit einem religiösen Phantasiesystem; prekäre Sexualität mit oftmals pädophilen Phantasien, die im Zusammenhang mit einem Jesuskind-Phantasma erlebt wurden. Das charakteristische Erleben dieser Mystikerinnen und Mystiker lässt sich nur verstehen, wenn man spezifische Zusammenhänge mit ihrer jeweiligen Kindheit rekonstruiert. Dabei stößt man in der Regel auf schwere Traumatisierungen - viele Mystikerinnen und Mystiker waren bedauernswerte Geschöpfe, deren leidvolles Leben von voyeuristischen Beichtvätern aufgezeichnet wurde. Nur wenige Erlebnismystikerinnen, wie beispielsweise Mechthild von Magdeburg, ließen überhaupt Begabungen erkennen, die über die autoaggressive und masochistische Inszenierung im religiösen Rahmen hinausgingen.

Permanente Hautverletzungen

Fast alle Mystikerinnen betrieben exzessive Selbstbeschädigung, nämlich Askese-Praktiken wie Selbstgeißelungen, exzessives Fasten und harte Kniefälle (Venien). Hinzu kamen idiosynkratische Formen, wie beispielsweise das Einschneiden von religiösen Symbolen in die Haut, Selbstverbrennungen, sich der Kälte aussetzen, Selbstfesselungen und permanente Hautverletzungen durch enge Gürtel oder Stacheln in der Unterwäsche. Adelheit Langmann († 1375) schlug sich mit Disteln, einer Igelhaut und Hecheln blutig. Mechthild von Hackeborn (1241-1299) wälzte sich einmal in einem Bett aus Glasscherben. Die brutalste Selbstbeschädigung führte Christina von Retters (1269-1292) aus. Sie verbrannte sich wiederholt die Vagina, indem sie sich ein glühendes Holz einführte, damit "das Feuer ihres Begehrens mit großen Schmerzen verlöschte". Heinrich Seuse (etwa 1295-366) schlug und kasteite sich über mehr als zwei Jahrzehnte. Er entzog sich die Nahrung und setzte sich der Kälte aus, trug eine Eisenkette und ein Nagelkreuz unter der Kleidung, um sich zu verletzen und ließ sich nachts gefesselt von Ungeziefer drangsalieren. Vor einer halluzinativen Vision schnitt er sich das IHS-Zeichen in die Brust.

Dorothea von Montau (1347-1394) betrieb vom siebten Lebensjahr bis zu ihrem Tod mit 47 Jahren Selbstverletzung - darunter zahlreiche Selbstverbrühungen -, wobei die Härte dieser Selbstmisshandlungen über die Jahre konstant blieb oder sogar zunahm. Gegen Ende ihres Lebens ließ sie sich schließlich einmauern. Dorotheas Beichtvater Johannes Marienwerder beschrieb folgendes Frühtrauma: "Als die selige Dorothea das 7. Lebensjahr erreichte, da geschah es durch ein Versäumnis, dass sie mit siedendem Wasser so sehr übergossen wurde, dass ihre Mutter, so sehr gequält im Mitleid, sie in einer Wiege wiederbeleben musste."

"Vernünftig kasteit"

Marienwerder nannte hunderte von Hitze- und Flüssigkeitsmetaphern, mit denen Dorothea ihre überbordende Liebe zu Jesus beschrieben hatte. Sie kannte die brennende, die hitzig begehrende, die siedende und die überfließende Liebe - Metaphern, die wohl unmittelbar aus dem zentralen Kindheitstrauma abgeleitet waren. Dabei war ihre religiöse Inbrunst mit unglaublicher Lieblosigkeit zu realen Menschen gekoppelt. Hier zeigte sich, wie ihr Selbsthass auch auf den Nächsten gerichtet wurde. Von ihren neun Kindern überlebte nur eine Tochter die Kindheit. Dorothea fühlte sich gestört durch das Weinen und Schreien der Kinder und die Kinderpflege, die sie am Kirchgang hinderte. Sie ließ ihre Babys allein, um in die Kirche zu gehen und strafte die "Missetaten" ihrer Kinder nicht nachsichtig, sondern "kasteite sie vernünftig und hart". Für die Erziehung durch Schläge wurde das gleiche Wort verwendet wie für die religiöse Übung.

Lassen sich die masochistischen Selbstbeschädigungen, wie sie Dorothea zeigte, als Reinszenierungen von Kindheitstraumata verstehen, die in pathogenen Beziehungen zu den eigenen Eltern wurzeln? Bei zwei Mystikerinnen finden sich direkte Hinweise auf unzureichende Eltern-Kind-Beziehungen. Magdalena Beutler (1407-1458) war die einzige Überlebende von neun Kindern ihrer Mutter Margaretha († 1428), die aus einer wohlhabenden Familie stammte. Der Vater starb kurz nach Magdalenas Geburt. Bereits die Mutter hatte "mystische" Erlebnisse und praktizierte Selbstbeschädigungen. Zur frühen Kindheit der Tochter steht in der überlieferten biographischen Handschrift: "Und also zog die Mutter ihr Kind in ihrem Haus auf und behütete es also, dass das kleine Kind Magdalena allzeit alleine war, und sie schloss es in ein Zimmer ein, damit sie ungestört von ihm blieb im Gebet. Und da blieb das kleine Kind Magdalena alleine im Zimmer und von allen Menschen ungetröstet. Und also wollte Gott seine junge Gemahlin nicht ungetröstet lassen, da es ja nicht mehr als drei Jahre alt war und vor Elend schrie und weinte, und daher erschien unser lieber Herr Jesus Christus seiner jungen Gemahlin als ein Kind von zwei Jahren."

Dorothea von Montau, von Pfeilen beschossen, Abb. von 1492.
Dorothea von Montau, von Pfeilen beschossen, Abb. von 1492.
Christkind-Puppe der Margaretha Ebner (zugeschrieben), 28 cm hoch, Kloster Maria Medingen, um 1320.
Christkind-Puppe der Margaretha Ebner (zugeschrieben), 28 cm hoch, Kloster Maria Medingen, um 1320.
Heinrich Seuse, attackiert von Geistern, Teufeln, Menschen und Tieren, National- und Universitätsbibliothek Straßburg, 14. Jahrhundert.
Heinrich Seuse, attackiert von Geistern, Teufeln, Menschen und Tieren, National- und Universitätsbibliothek Straßburg, 14. Jahrhundert.

Der Heilsegoismus der Mutter führte zu einer extremen Deprivationserfahrung der Tochter, die bereits als Dreijährige Jesuskind-Halluzinationen hatte und im Alter von fünf Jahren an ein Kloster weggegeben wurde. Ab dem zwölften Lebensjahr begann sie ihre Selbstbeschädigung und schlug sich, wenn sie unnütze Worte sprach oder nicht an Gott dachte.

Asketische Selbstbeschädigung

Auch die schriftstellerisch begabte Mechthild von Magdeburg (1207-1290) hinterließ zahllose Hinweise auf eine traumatische Kindheit, reinszeniert in der Auseinandersetzung mit Phantasien, Halluzinationen und Auditionen vom Jesuskind. Der neugeborene Jesus wurde demnach von Maria in ein hartes Tuch gewickelt, weinte sofort, fror und war hungrig. In anderen Szenen lag das Baby alleine da, und Gott verlangte, dass das Baby auf hartem Stroh lag. Mechthild flehte: "Ich bin so krank! Mich lüstet sehr nach dem gesunden Trank, den Jesus Christus selber trank. Als er, Gott und Mensch, in die Krippe kam, war ihm der Trank sofort schon da." Und man kann hier erkennen, wie Babyerfahrungen zu religiösen Phantasien geformt wurden.

Wie fast alle Erlebnismystiker hatte sie extreme Sexualskrupel und betrieb bereits seit ihrer Jugend exzessive asketische Selbstbeschädigung: "Ich musste mich stets in großen Ängsten haben, und während meiner ganzen Jugend mit heftigen Abwehrhieben auf meinen Leib einschlagen." Gott sagte ihr: "Dein Leben ist damit geheiligt, dass meine Rute nie von deinem Rücken kommt." Obwohl Mechthild sich von ihrem Geliebten Jesus "durchküsst (...) mit seinem göttlichen Munde" fühlte und auf dem Minnelager mit ihm orgiastisch "in die höchste Wonne" versetzt wurde, wertete sie ihren Körper extrem ab und bezeichnete ihn als Mörder, Feind, pfuhligen Kerker, toten stinkenden Hund und als Sack.

Große Lust und Süßigkeit

Nicht nur die Selbstbilder, auch die Elternbilder praktisch aller Mystiker waren zumindest extrem ambivalent, manchmal auch völlig negativ. Die im Alter von fünf Jahren an ein Kloster weggegebene Gertrud von Helfta (1256-1302) ließ die emotionale Qualität ihrer Mutter-Kind-Beziehung erkennen, wenn sie Jesus fragen ließ: "'Hast Du je eine Mutter gesehen, die ihr Kind liebkoste?' Sie schwieg, sie konnte sich dessen nicht entsinnen." Es wundert nicht, wenn Gertrud diese Mutter-Imago pädophil abwehrte und sich wünschte, mit dem Jesuskind eingewickelt zu werden: "... nicht einmal die dünne Windel sollte Dich von mir trennen, dessen Umarmung und Küsse den Honig an Süße übertreffen."

Margaretha Ebner (1291-1351) wurde noch deutlicher: Sie beschrieb in ihren Offenbarungen ihren Umgang mit einer hölzernen Puppe des Jesuskindes. In bestimmten Verzückungszuständen erlebte sie diese Puppe als belebt und führte Dialoge mit ihr. Diese Puppe, also das halluzinierte Jesuskind, verlangte, von ihr gestillt zu werden. Sie nahm daher die Puppe/das Kind aus der Wiege und legt es sich an die entblößte Brust "mit großer Lust und Süßigkeit" und stillte es. Margaretha drückte sich auf erotisierende Weise Kreuze so fest auf ihre Brust, bis Hämatome entstanden, und verbrachte Jahre ihres Lebens in Lähmungs- und Verzückungszuständen halluzinierend im Bett. Spontanremissionen zeigen, dass hier nicht körperliches, sondern psychisches Leiden beschrieben wurde.

"Ich lasse Dich nicht"

Zahlreiche Mystikerinnen halluzinierten, wie sie das Jesuskind selbst stillten, doch nicht nur sie: auch der Klosterkaplan Friedrich Sunder (1254-1328), der eine Art aggressiv-pädophiler Mystik betrieb. Er halluzinierte oft das Jesuskind, insbesondere zur Weihnachtszeit: "... da sprach die Seele (Sunders eigene) zu dem Kindlein: 'Man sagt oft, wie stark du seist, daß niemand Deiner Stärke gleichen kann. Nun will ich fürwahr sehen, ob ich dich überwinden kann.' Und (Sunders Seele) fiel um das göttliche Kindlein und drückte es geschwind an sich und sprach: 'Ich lasse dich nicht, wenn du mich nicht segnest.' "

Das Jesuskind verlangte daraufhin von Maria Hilfe, die sie verweigerte. Die Seele Sunders erzwang den Segen und das Versprechen des Jesuskindes, sich nie mehr von Sunder zu trennen. An anderer Stelle beschrieb Sunder, wie er das Jesuskind gebar, es stillte und sich unter Aufsicht Marias mit dem Jesuskind im Hochzeitsbett vereinigte. Sunder beschrieb dabei kaum verhüllt, wie er mit dem Kind den Geschlechtsverkehr ausübte: "Da legte sich Jesuslein in das Bettlein, und Maria, seine heilige Mutter, die vereinte die selige Seele (Sunders) mit dem Jesuslein. Und die hatten also minnigliche Freude und Kurzweil miteinander vom Halsen und vom Küssen, mit Lachen und mit aller göttlichen Kurzweil."

Auch hier findet sich die pädophile Thematik, die mit Verschmelzungs-Phantasien einhergeht, wobei den Mystikern die Dominanz und die Aggressivität gegenüber den kindlichen Sexualobjekten nicht bewusst sind. Das Kind wird gleichzeitig als groß und klein, als mächtig und hilflos phantasiert, was die Erregung erst motiviert. Genau dieses Agieren ist bei Sunder dargestellt. Ätiologisch werden traumatische Bedingungen wie frühe Verluste und zugehörige Racheimpulse vermutet.

Speiende Schlange

Pädophil wirken auch Szenen bei Seuse. Er ließ sich in einer Halluzination von der Muttergottes das Jesuskind reichen und "umfing den Geliebten in einer Stunde um die eintausend Mal. Er erschaute seine hübschen Äuglein, er besah seine kleinen Händlein, er grüsste sein zartes Mündlein. Und alle seine kindlichen Gliedlein des himmlischen Hortes (= Schatzes) durchsah er, und hob dann seine Augen auf und schrie auf vom Wunder in seinem Herzen, dass der Himmelsträger so gross und so klein ist." Seuse bezeichnete seine Mutter als große Dulderin, deren Leiden durch den weltlichen Vater verursacht gewesen sei. Seuse war extrem mit seiner Mutter identifiziert und lehnte seinen Vater ab. In einer Vision erschien Seuse der eigene Vater, der sich leidend im Fegefeuer befand und den Sohn um Hilfe bat. Dagegen zeigte die verstorbene Mutter ihm den "großen Lohn, den sie von Gott empfangen hatte". Seuse beschrieb häufig eine orale Kontaktaufnahme zu Phantasmen. Unter anderem erlebte er, von Maria gestillt zu werden. Aversive orale Kontakte überwogen allerdings. In einer Halluzination bohrte ihm eine "ungeheure höllische Person" einen Bohrer in den Mund. In einer anderen Szene spien ihm Schlangen ins Gesicht - Reinszenierungen oraler Vergewaltigung, womöglich durch den Vater?

Zahlreiche symbolische Bilder und Metaphern verweisen auf ein solches Trauma. Die Kindheit von späteren Erlebnismystikerinnen und -mystikern war von traumatischen Erfahrungen und deprivierenden Beziehungen geprägt. Dadurch wurden grundlegende Phantasien geformt, die in ein religiöses Weltbild eingefügt waren. Die Elternbilder blieben völlig unintegriert, sie wurden in extrem idealisierte und extrem abstoßende Anteile aufgespalten. Insbesondere entstand innerpsychisch eine kaum kontrollierbare Mutter-Imago und eine primitiv idealisierte und sexualisierte Vater-Imago, die beide später auf religiöse Phantasmen übertragen wurden. Die Affektregulation von Mystikerinnen war massiv beeinträchtigt, was letztlich eine Persönlichkeitsentwicklung bewirkte, die heute als low-level Borderline-Persönlichkeitsstörung bezeichnet würde.

Unser aller Erleben basiert auf Erfahrungen, die wir in der jeweils eigenen Kindheit gemacht haben und die erinnerungsfähig gespeichert sind. Religiöses Erleben hat eine starke Affinität zu frühen Erlebnisstrukturen, die im religiösen Vollzug aktualisiert werden können. Dieses durchaus auch kreative Potenzial hat im Falle traumatischer Bedingungen die Kraft, äußerst destruktiv ausagiert zu werden. In der mittelalterlichen Erlebnismystik zeigt sich mit erstaunlicher Deutlichkeit das Wirken traumatischer und deprivierender Beziehungserfahrungen der späteren Religionsvirtuosen. Ihre Eltern-Kind-Beziehungen und die Persönlichkeitsentwicklung erscheinen ausnahmslos gestört - bis hin zu einem Grad, der wie bei Christina von Retters und Dorothea von Montau in einer radikalen Selbstzerstörung endete. Nur wenigen Mystikerinnen und Mystikern gelangen kreative Verarbeitungen. So erweist sich mittelalterliche Erlebnismystik in auffallend vielen Fällen als archaischer Versuch der Selbstheilung mit religiösen Mitteln, Versuche, die für gewöhnlich misslangen - und misslingen mussten.

Literatur

Ralph Frenken: Kindheit und Mystik im Mittelalter. (Beihefte zur Mediaevistik. Band 2). Lang-Verlag, Frankfurt am Main 2002, 344 Seiten, Euro 68,95.

In einer früheren Version des Textes ist der Redaktion bei der Berufsangabe des Autors ein Irrtum unterlaufen: Ralph Frenken hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass er Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut ist, nicht aber katholischer Theologe. Letztere Fehlangabe beruht auf einem Übertragungsfehler innerhalb der Redaktion.

Ralph Frenken

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