Die evangelischen Landeskirchen Deutschlands und der Schweiz sind Volkskirchen. Mitglied wird man in der Regel durch die Säuglingstaufe, also durch die Entscheidung der Eltern. Die meisten Getauften behandeln die Kirche später, so Martin Niemöller, wie eine alte Tante, die man nur zu den Familienfesten einlädt. Positiv ausgedrückt, die Volkskirche ermöglicht eine aktive wie eine passive Mitgliedschaft. Doch ist dieses Modell zukunftsfähig?
Aus dem, was stirbt, wächst Neues
Gespräch mit dem Berliner Bischof Markus Dröge über die Reform der Volkskirche, das Wachsen gegen den Trend und was Gemeinden und Kirchenkreise dazu beitragen können
Markus Dröge (56) ist seit zwei Jahren Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Bevor er die Nachfolge Wolfgang Hubers antrat, war der promovierte Theologe Superintendent von Koblenz.
Diskretes Christentum
Die Volkskirche ermöglicht ihren Mitgliedern Distanz und Eigensinn
Aufgrund äußerer Umstände muss sich die Volkskirche verändern. Aber auch in einer postsäkularen Gesellschaft hat sie viele Aufgaben. Kristian Fechtner, der an der Universität Mainz Praktische Theologie lehrt, zeigt warum.
Laien beteiligen oder sterben
Die Reform der Volkskirche muss mit einem Systemwechsel verbunden werden
Die Volkskirche ist heute noch vorwiegend Versorgungskirche für weitgehend passive Mitglieder. Doch diese muss aus praktischen und theologischen Gründen einer Beteiligungskirche weichen. Davon ist Klaus Douglass überzeugt, Referent für missionarisches Handeln und geistliche Gemeindeentwicklung der hessen-nassauischen Landeskirche.
Wo die Leute sind
Volkskirche muss mehr sein als eine Ansammlung von Ortsgemeinden
Der Weg in die Freikirche wäre für die Landeskirchen ein Holzweg, meint Roland Beat Diethelm, Pfarrer in Zürich und Landessynodaler. Er sieht eine Pflicht zur Volkskirche und beschreibt, wie die Volkskirche der Zukunft aussehen könnte.
Schwacher Spielball?
Wie gesellschaftliche Megatrends bis 2030 die Gestalt der Kirche beeinflussen (könnten)
Um Kirchenleute anzuregen, über die Zukunft nachzudenken und darüber, wie Kirche sie beeinflussen kann, hat der Schweizer Zukunftsforscher Andreas Walker, Co-Präsident von "swissfuture" und Landessynodaler in Basel, gemeinsam mit Kollegen vier Szenarien entworfen.
Von Fall zu Fall
Von Bestattung bis Trauung
Kristian Fechtners Buch über die kirchlichen Kasualien.
Erlöse uns von der Schuld
Vom Umgang mit der Fehlbarkeit des Menschen
Zukunft der Bundeswehr
Recht, Freiheit und Einsätze in aller Welt
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