Vor genau zehn Jahren hat der Euro die Deutsche Mark als Zahlungsmittel abgelöst. Doch in Feierstimmung ist derzeit niemand so recht, die junge Währung steckt in der Krise und mit ihr die Politiker, die ständig neue Rettungspakete schnüren müssen und dabei wie Getriebene wirken. Das Misstrauen gegen den Euro setzt sie so unter Druck, weil sie ahnen, dass Geld unseren Glauben auf eine gelingende Zukunft braucht. Oder brauchen wir für eine bessere Zukunft anderes Geld?
Wir sehen nur die großen Frösche
Gespräch mit dem Ökonomen Mathias Binswanger über den Zusammenhang zwischen Geld, Glück und dem Leben in viel zu großen Teichen
Mathias Binswanger (49) ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Sein Buch Die Tretmühlen des Glücks avancierte zum Bestseller in der Schweiz.
Schöpfung aus dem Nichts
Geld kommt als Kredit zur Welt und benötigt den Glauben an die Zukunft
Neues Geld entsteht nicht nur in den Druckmaschinen, die Banknoten herstellen, also unter der Regie des Staates, sondern vor allem in den privaten Geschäftsbanken. Wie das geschieht, wie es dazu gekommen ist und welche Risiken das birgt, beschreibt der Theologe und Journalist Christoph Fleischmann.
Wie Schrumpfgeld wächst
Regionalwährungen können Wunder wirken, gerade auch in Krisenzeiten
Parallelwährungen liegen im Trend. Sowohl im krisengeschüttelten Griechenland als auch im Berchtesgadener Land stützen regionale Währungen die lokale Wirtschaft. Die Journalistin Annette Jensen beschreibt, warum Sterntaler, Chiemgauer und Ovolus mehr sind als folkloristische Zahlungsmittel.
Göttlicher Geldfluss
Vom Nutzen und Nachteil des Mammons für die Christenmenschen
Der Umgang mit dem Geld wird an vielen Stellen im Neuen Testament thematisiert. Neben einer grundsätzlichen Aversion und Skepsis gegen den „ungerechten Mammon“ in den Gleichnissen Jesu finden sich auch Stellen, die den Nutzen des Geldes für die frühen christlichen Gemeinden beschreiben. Dieses Spannungsverhältnis beleuchtet Friedrich Avemarie, Professor für Neues Testament an der Universität Marburg.
Das Kreuz mit der Geldanlage
Was die evangelischen Kirchen in Deutschland mit ihrem Vermögen machen
Geld gewinnbringend anzulegen ist in wirtschaftlich unwägbaren Zeiten ein schwieriges Geschäft. Die evangelische Kirche will ihr Kapital zudem in Einklang mit ethischen Standards und Kriterien für Nachhaltigkeit vermehren. Kann das gelingen? Der Journalist Tarik Ahmia ist dieser Frage nachgegangen.
Geld im Mittelalter
Wirklich alles ganz anders?
In seinem neuen Buch fragt Le Goff nicht nach Bild und Selbstbild der Kaufleute, sondern schaut auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Doch dabei enttäuscht er leider.
Das Ende der Pietät?
Warum sich die Bestattungskultur dramatisch ändert
Kirche für das Volk
Was kann bewahrt, was muss verändert werden?
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