Reportage
Ausgabe 6 Juni 2013
Kinder des Grauens
Kongo: Ausgebeutet und von Kriegen zerfressen
Gut zehn Jahre nach dem Völkermord in Zentralafrika haben sich Rebellen im Dschungel verschanzt. Sie terrorisieren die Bevölkerung. Schutzlos ausgeliefert sind ihnen vor allem die Frauen. Jeden Tag finden neue Vergewaltigungsopfer Zuflucht in einem Hospital in Butembo. Ein Ortstermin im Kongo mit den Journalisten Andrea Kümpfbeck und Jens Grossmann.
Ausgabe 5 Mai 2013
Suche nach Identität
Zu Besuch bei einer jüdisch-messianischen Gemeinde
Die Gruppe der Messianischen Juden ist in Deutschland, aber auch in Israel und den USA, umstritten. Sie verstehen sich selbst als Juden - nur eben als solche, die an Jesus als den Messias glauben. Ein Besuch in der einer jüdisch-messianischen Gemeinde in Berlin.
Ausgabe 4 April 2013
Ein Aha-Erlebnis
Im Hotel Vinum in Trier verbinden sich das Engagement für behinderte Menschen und professionelle Gastlichkeit
In einem stattlichen, gut restaurierten Altbau aus der Gründerzeit ist das Integrationshotel Vinum in Trier untergebracht. Hier arbeiten Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam. Ein Besuch mit Eva-Maria Reuther und Jens Grossmann.
Ausgabe 3 März 2013
Franckes Erben
Unterwegs im Bildungskosmos der Schulstadt
Wo vor gut zwanzig Jahren noch tote Tauben in maroden Gebäuden lagen, ist nicht nur Geschichte wieder lebendig geworden. Die Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale sind ein Ort der Bildung des 21. Jahrhunderts, der aber gerade von seinen Schätzen aus der Vergangenheit lebt.
Ausgabe 2 Februar 2013
Theologin am Ort des Terrors
Warum es wichtig ist, kirchliche Erinnerungsorte zu beleben
Marion Gardei arbeitet als Pfarrerin und als Erinnerungsarbeiterin. In der "Topographie des Terrors" in Berlin bietet die Theologin Seminare und Führungen zum Thema "Kirche im Dritten Reich" an.
Ausgabe 1 Januar 2013
Mission in Godthaab
Wie die Herrnhuter nach Grönland kamen
Grönland ist die größte Insel der Welt: Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann dort die christliche Missionierung der Inuit. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Nuuk haben die Journalisten Martin Zähringer und Jane Tversted Spuren des christlichen Einflusses gesucht.
Ausgabe 12 Dezember 2012
Unter dem Tamarindenbaum
Indische Kleinbauern wehren sich gegen Ausverkauf
Der indische Bundesstaat Jharkhand ist reich an Rohstoffen. Unter deren rücksichtsloser Ausbeutung leiden vor allem Kleinbauern, wie die Journalisten Klaus Sieg und Jörg Böthling bei einem Besuch feststellten.
Ausgabe 11 November 2012
"Na, wo geht's hin?"
Zwischen alter und neuer Heimat: Siebenbürger Sachsen im Bergischen Land
Im Wiehler Stadtteil Drabenderhöhe siedelten sich in den Sechzigerjahren und später noch Siebenbürger Sachsen an. Mittlerweile besteht dort ihre größte Siedlung außerhalb Rumäniens. Wie funktioniert das Leben mit den aus dem Karpatenbogen hinzugezogenen Siebenbürgern, und können diese ihre Bräuche und Traditionen in der bundesdeutschen Gesellschaft bewahren? Kathrin Jütte hat sich auf Spurensuche begeben.
Ausgabe 10 Oktober 2012
Von Petit- zu Kleinvillars
Wie die calvinistischen Waldenser ins lutherische Württemberg kamen
Im Jahr 1699 kamen Waldenser-Flüchtlinge nach Württemberg. Seit 1823 gehören ihre Gemeinden zur evangelischen Landeskirche. Die Stuttgarter Journalistin Petra Ziegler erklärt, warum in Württemberg so viele Waldenser heimisch geworden sind.
Ausgabe 9 September 2012
Flucht aus der heiligen Stadt
In Mali bleibt den Menschen allein die Hoffnung auf Hilfe von außen
Im westafrikanischen Mali spitzt sich derzeit ein Konflikt von internationaler Dimension zu. Al Qaida-nahe Salafisten haben zwei Drittel des Landes zum Gottesstaat erklärt. Mehr als 170.000 Menschen sind schon jetzt auf der Flucht - in einem Land, in dem langsam die Nahrungsmittel knapp werden, wie Gunnar Rechenburg und Jens Grossmann bei einem Besuch feststellten.
Ausgabe 8 August 2012
Rotorenhilfswerk
Die "Helimission" hilft Menschen in schwer zugänglichen Gebieten
Ein deutscher Hubschrauberpilot fliegt im weitläufigen Äthiopien Material und Menschen in entlegene Regionen, und oft geht es dabei um Leben oder Tod.
Ausgabe 7 Juli 2012
Sok teti gom
Im westfälischen Kloster Brenkhausen haben Kopten einen Treffpunkt für Christen aller Konfessionen geschaffen
Am östlichsten Rand Nordrhein-Westfalens, in einem Vorort von Höxter, haben die koptischen Christen in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Von Brenkhausen aus betreuen sie Mitchristen in ganz Deutschland und laden sie zur Teilhabe am geistlichen Leben ein, wie die Journalisten Annemarie Heibrock und Gerd-Matthias Hoeffchen bei einem Besuch feststellten.
Ausgabe 6 Juni 2012
Bilder vom "Zigeunerhügel"
Roma-Künstler in Ungarn kämpfen um Anerkennung
Armut und Ausgrenzung prägen seit langem das Leben in den ungarischen Roma-Dörfern und -Siedlungen am Rande der Städte. Wer diese Erfahrungen durch Kunst verarbeiten will, hat schlechte Karten, denn mit staatlicher Förderung können Roma-Künstler kaum rechnen. Doch mitten in der Budapester Innenstadt finden sie eine private Galerie für ihre Kunst. Silviu Mihai und Dagmar Gester haben die Künstler und ihre Förderin besucht.
Ausgabe Mai 2012
Kümmerer gesucht
Remscheid-Hohenhagen - wie Kirchengemeinde, Kommune und Diakonie das Leben im Stadtteil gemeinsam gestalten
In Remscheid-Hohenhagen im Bergischen Land sorgen sich Stadt, evangelische Kirchengemeinde und Diakonie um das Leben im Stadtteil. Wie das gelingt, haben Kathrin Jütte und Jens Grossmann bei einem Besuch beobachtet.
Ausgabe April 2012
Ernte in Designerstiefeln
Wie die solidarische Landwirtschaft Verbraucher und Bauern zusammenbringt
Ab auf den Acker zum Möhrenziehen - und das ganz ohne Bezahlung. Denn schließlich gehört demjenigen, der auf dem Kattendorfer Hof einen Ernteanteil kauft, ein Teil dessen, was dort wächst. Das ist das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft, nach dem bereits zehn Höfe in Deutschland betrieben werden. Klaus Sieg und Martin Egbert habenden Ernteeinsatz begleitet.
Ausgabe 3 März 2012
Der Türmer von Notre-Dame
Von der Kathedrale in Lausanne ruft allnächtlich ein Wächter die Uhrzeit aus
Seit sechshundert Jahren wacht der Türmer der Kathedrale Notre-Dame im westschweizerischen Lausanne über das Wohl der Stadt. Heute ist es Renato Häusler, der Nacht für Nacht die Uhrzeit ausruft. Fabian Kramer, freier Journalist aus Ottikon, Schweiz, ist zu ihm hinaufgestiegen.
Ausgabe 2 Februar 2012
Kein sicheres Leben
Die Migranten aus Lateinamerika bescheren der katholischen Kirche in Texas Zulauf
Hispanische Einwanderer stellen einen großen Teil der Bevölkerung im US-Bundesstaat Texas. Der Strom der Neuankömmlinge reißt nicht ab. Viele von ihnen leben ohne Papiere im Land ihrer Träume. Die Journalisten Martin Egbert und Klaus Sieg sind ihnen begegnet.
Ausgabe 1 Januar 2012
Tod eines Baumwollbauern
Wäre es ohne sie noch schlimmer gekommen? Mit der Gen-Saat kam das Unglück
Seit 1997 haben sich tausende indischer Kleinbauern das Leben genommen. Besonders betroffen ist die Region Vidarbha. Dort dominiert der Gen-Riese Monsanto mit seinem Saatgut den Markt. Wer ist schuld an der Krise?
Ausgabe 12 Dezember 2011
Mit den Vätern in die Wüste
"Ich glaube, jeder hat einen solchen Raum in sich, weiß, leer, lichtdurchflutet"
Christian Reiser verbrachte den vergangenen Winter in einer kleinen Hütte in Lappland - ein Experiment, als Eremit zu leben, die längste Zeit in einer Schneewüste. Er ließ sich dabei durch die Worte frühchristlicher Wüstenväter motivieren und manchmal inspirieren.
Ausgabe 11 November 2011
Oase in der Stadt
Die neue Gedächtniskirche in Berlin wurde vor fünfzig Jahren geweiht
Die Gedächtniskirche gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Rund eine Million Besucherinnen und Besucher kommen im Jahr hierher, um das Mahnmal für Frieden und Versöhnung zu besichtigen und die besondere Architektur auf sich wirken zu lassen. Doch die Gedächtniskirche ist mehr als eine Sehenswürdigkeit: Hier wirkt eine lebendige evangelische Kirchengemeinde.
Ausgabe 10 Oktober 2011
Diakonie und Dämonen
Mit pfälzischen Protestanten unterwegs in ihrer ghanaischen Partnerkirche
Seit gut dreißig Jahren sind Kirchengemeinden der Pfalz mit presbyterianischen Gemeinden in Ghana verbunden. Bei gegenseitigen Besuchen entdecken sie Gemeinsamkeiten - aber auch Irritierendes beim Partner aus dem jeweils anderen Land.
Ausgabe 9 September 2011
Kleist für die Zukunft
Begegnungen in des Dichters Geburtsstadt
Er gilt als der meist gespielte Dramatiker auf deutschen Bühnen, sein "Zerbrochner Krug" ist das meist aufgeführte deutsche Lustspiel überhaupt. Heinrich von Kleist träumte von Ruhm und Anerkennung und verzweifelte, weil ihm beides zu Lebzeiten versagt blieb. Am 20. November jährt sich sein 200. Todestag. Eine Spurensuche in seiner Geburtsstadt Frankfurt (Oder).
Ausgabe 8 August 2011
Roggenfeld im Todesstreifen
In guter Nachbarschaft: Die Kapelle der Versöhnung und die Gedenkstätte Berliner Mauer
Ausgerechnet ein PDS-Politiker - der Kultursenator Thomas Flierl - hat 2006 das Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer an verantwortlicher Stelle mitentwickelt. Das hat damals zu heftigen Debatten geführt - und das Modell hat überzeugt. Dezentral und multiperspektivisch ist das Gedenken in Berlin angelegt. Einer der zentralen Orte: Die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße.
Ausgabe 7 Juli 2011
Stadt ohne Arme
Auch sechs Jahre nach dem Hurrikan Katrina ringen noch viele Menschen ums Überleben
Noch immer sind weite Teile von New Orleans von den Schäden gezeichnet, die der Hurrikan Katrina vor sechs Jahren über die Stadt am Mississippi brachte. Das trifft vor allem die arme afroamerikanische Bevölkerung, wie Klaus Sieg und Martin Egbert bei einem Besuch feststellen konnten
Ausgabe 6 Juni 2011
Der richtige Zeitpunkt
Pfarrer und Schafzüchter: Besuch bei Rainer Hennig im oberfränkischen Lauenstein
Rainer Hennig züchtet Schafe. Und er ist Pfarrer, inzwischen im Ruhestand. Wie und warum es zu dieser Kombination gekommen ist, danach fragte Helmut Kremers bei seinem Besuch.
Ausgabe 5 Mai 2011
Heilige auf Zeit
Das Mutter-Teresa-Hospiz lockt viele ehrenamtliche Helfer aus den Industrieländern an
Das Mutter-Teresa-Hospiz am Kali-Tempel in Kalkutta ist das Gründungshaus des Mutter-Teresa-Ordens. Die meisten ehrenamtlichen Helfer stoßen hier auf das Gegenteil ihrer gewohnten Lebenswelt. Doch viele wachsen bei der Arbeit mit den Sterbenden über sich selbst hinaus.
Ausgabe 4 April 2011
Unterwegs im Reich des Todes
Die Katakomben von Paris - ein 330 Kilometer langes Labyrinth unter den Straßen der Metropole
In leere unterirdische Steinbrüche verfrachtete man im 18. Jahrhundert in Paris die Knochen von fast sechs Millionen Toten. Der Arzt und Journalist Martin Glauert hat sich auf einen Gang durch die Katakomben dreißig Meter unter der Erde begeben.
Ausgabe 3 März 2011
Zwo-Zwo-Fünf liegt an
Als Deckshand auf einem Segelschiff, nicht schanghait
Bei dem Verein "Clipper" lässt sich frische Seeluft schnuppern. Auf drei alten Segelschiffen und einer modernen Yacht will das Jugendwerk die Traditionen der Schifffahrt am Leben erhalten und Jugendlichen das Leben in einer Gemeinschaft an Bord nahe bringen.
Ausgabe 2 Februar 2011
Vor einigen Jahren wurde die kleine St. Christopherus-Kirche in Hamburg- Altona Ost zu einer "Kirche der Stille" umgewidmet. Ausgehend vom orthodoxen Herzensgebet werden hier heute verschiedene Meditationsformen praktiziert, die auch aus anderen Religionen stammen können.
Ausgabe 1 Januar 2011
In der Groote Kerk
Stätte lebendiger Erinnerung nicht nur für die Reformierten
Im ostfriesischen Emden steht die "Moederkerk" (Mutterkirche) der niederländisch-norddeutschen Reformierten - heute beherbergt sie
die Johannes a Lasco Bibliothek.
Ausgabe 12 Dezember 2010
Und das alles für die Mensur
Rohrmasse und Richtwerte - wie mit traditioneller Handwerkskunst eine Posaune entsteht
In der Advents- und Weihnachtszeit hat sie wieder ihren großen Auftritt: die Posaune. Ein Besuch in der Manufaktur Lätzsch-Brass in Bremen, wo aus hochwertigen Materialien maßgeschneiderte Instrumente gefertigt werden.
Die Lampe glüht wieder
Die Katholiken Chinas, die offiziellen und die im Untergrund, nähern sich einander an
Auch wenn das Regime eine strenge Kontrolle ausübt, das Christentum in China wächst. Philipp Gessler, Redakteur der taz, war im Reich der Mitte und hat sich in katholischen Gemeinden umgesehen und umgehört.
Sehnsucht und ein leichtes Leben
Eine Sommerreise nach Danzig und in die Masuren im Jahre des Herrn 2010
Eine Familie, Vater, Mutter und 18-jähriger Sohn, reisten nach Ostpreußen - auf den Spuren ihrer Vorfahren und der alten Heimat.
Ausgabe 11 November 2010
Herzklopfen, Freude, Unsicherheit
Keine Heimkehr: Als Praktikantin in einem indischen Kinderheim
Sie ist Deutsche, aufgewachsen in Deutschland - geboren aber wurde sie in Indien. Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in einem indischen Waisenhaus. Nun absolvierte sie ein Praktikum in einem Kinderheim in Indien.
Ausgabe 10 Oktober 2010
Kohlegruben zu Seenlandschaften
Das größte Bergbaugerät aller Zeiten ist mittlerweile eine Touristenattraktion
In der Niederlausitz kann man den Eiffelturm einmal ganz anders sehen. Er liegt nämlich, mitten in einer sandigen und von kargem Grün gesäumten Landschaft, nahe der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf. Aber natürlich ist er's nicht wirklich.
Ausgabe 9 September 2010
Haus Hoffnung
In Simferopol haben ehemalige NS-Zwangsarbeiterinnen einen Verein gegründet
Auf der Krim (heute Ukraine) kämpfen ehemalige Zwangsarbeiterinnen des deutschen Nazi-Regimes und deren Angehörige gegen das Vergessen und für etwas Würde im Alter.
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