Meinung
Ausgabe 6 Juni 2013
Müssen wir uns auf die christlichen Wurzeln Europas berufen?
pro und contra
Welche Bedeutung kommt den christlichen Wurzeln Europas zu? Ohne Berufung auf sie werde es auch in Zukunft keine gemeinsame europäische Identität geben, meinen die einen. Ganz im Gegenteil, sagen die andern: Eine künftige europäische Identität müsse eine Kulturen übergreifende sein, die ihre Werte bewusst säkular und religionsneutral begründet. Die christliche Vergangenheit sei da nur von antiquarischer Bedeutung.
Kampf gegen die Armut
Die Diakonie Deutschland tritt für das soziale Europa ein
Zum Zusammenwachsen Europas gehört die Freizügigkeit innerhalb des Binnenmarkts - für alle Menschen. Bei der Gestaltung will die Diakonie helfen.
Kein aufklärendes Wort
Die EKD-Schrift zu Israel argumentiert einseitig
Die Orientierungshilfe der EKD zu Israel ist eine Bestätigung des derzeitigen Mainstreams und eine reduzierte Deutung.
Oh Wunder
Nebenbemerkungen zum Hamburger Kirchentag
Die Welt ist verbesserungswürdig, und Kirchentagsbesucher wollen zur Verbesserung etwas beitragen. Die Politik ist unser Schicksal.
Freiwillige vor!
Ein Punktum
Irgendwie müssen wir aus diesem Schlamassel ja rauskommen. Wir brauchen Vorbilder! So einen wie José Alberto Mujica Cordano!
Ausgabe 5 Mai 2013
Kleiner Bruder Papst
Die Namenswahl des Papstes als Signal für die Ökumene
Welches Programm verbindet sich für den Papst mit dem Namen des kleinen Bruders?
Fröhlicher Wettbewerb
Papst Franz fordert seine Kirche heraus - und die Protestanten
Den Worten des Papstes müssen auch Taten folgen.
Lasst sie tanzen!
Die Verteidigung der Karfreitagsruhe durch die Kirchen überzeugt nicht
Geht es der Kirche in erster Linie darum, ihre Machtstellung in der Gesellschaft aufrecht zu erhalten?
Klau den Claim!
Ein Punktum
Mit Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 gilt es von der SPD zu lernen
Ausgabe 4 April 2013
Strategie statt Schere
Die Frage nach sozialer Gerechtigkeit bedarf einer Antwort
73 Prozent der deutschen Wahlbevölkerung betrachten die Verhältnisse in Deutschland als ungerecht - das ist eine gewaltige Misstrauenskundgebung.
Die Bäume schlagen aus - aber wie?
Es gibt Indizien für Schädigungen von Pflanzen durch Mobilfunk
Die Beschwerden von Elektrosensiblen lassen sich nicht mehr einfach auf psychische Befindlichkeiten zurückführen.
Das menschliche Maß
Glaube schließt Toleranz nicht aus. Im Gegenteil
Es ist kurzschlüssig, aus der Forderung nach Toleranz zu folgern: Alles, was Menschen glauben und bekennen, ist - weil gesellschaftspolitisch gleich gültig - auch gleichgültig.
Stadt-Versprechen
Ein Punktum
Ein weltberühmtes Gemüse das Ortseingangsschild der brandenburgischen Stadt Teltow zieren: Rübchenstadt Teltow. Doch die Kommune rast...
Ausgabe 3 März 2013
Preis der Freiheit
Eine Kirche ohne Papst - Verlust und Gewinn
Wer einmal eine Gründonnerstagsmesse auf dem Petersplatz mitgefeiert hat, wird das nie vergessen.
Gelesen und gebraucht
Die Bibel ist kein Luxusgegenstand
Kann dem Christentum also gleichgültig sein, was aus dem Buch wird? Was würde es für den Umgang mit der Bibel bedeuten, wenn die Buchform durch das E-Book verdrängt würde?
Unumkehrbar
Ein Punktum
Mag sein, dass älteren Personen, bei denen sich im Laufe ihres Lebens die Empörungsbereitschaft ein wenig abgeschliffen hat, die deutsche Empörungsbereitschaft immer ein wenig ... na ja ... vorkommt.
Ausgabe 2 Februar 2013
Ein Führungsproblem
Macht und Hochmut sind Geschwister
Aha, Leader, sinniere ich, während ich in Davos an einem gesponserten Softdrink nippe, klingt jedenfalls besser als auf Deutsch.
Altes Muster
Deutschland, Amerika, Afghanistan
Die USA werden sich aus Afghanistan zurückziehen. Vielleicht werden sich die amerikanischen Politiker durch die dort gemachten Erfahrungen davon abbringen lassen, künftig noch einmal auf das alte Muster zu setzen.
Mönchsgesang mit Federboa
Ein Punktum
Wer meint, dass ein gestandener Protestant kein Fan des Eurovision Songcontest sein kann, den sollte das Schlagerfestival in diesem Jahr eines besseren belehren.
Ausgabe 1 Januar 2013
Nicht gastfreundlich
Deutsche Flüchtlingspolitik tastet die Menschenwürde an
Eingepfercht in Sammelunterkünfte, ohne ein Recht auf Bildung, gedemütigt durch minimalste Versorgung - Wie ist es möglich, dass wir das hinnehmen?
Keine empirische Evidenz
"Nachhaltige Entwicklung ist eine unsinnige Vokabel"
So bleibt es dabei: Die einen haben aus Daseinsnot keinen Sorgenspielraum für die Klimafrage, die anderen murmeln "Nach mir die Sintflut".
Poppeles Kleinbürger
Ein Punktum
Volker Kauder geht es eben wie einem anderen Tuttlinger, dem Kannitverstan. Der hat ein fremdes Land auch nicht begriffen.
Ausgabe 12 Dezember 2012
Wie de Gaulle?
Der neue Erzbischof von Canterbury
Die Einstellung zu Homosexuellen spaltet die Anglikanische Weltgemeinschaft, deren Ehrenoberhaupt der Erzbischof von Canterbury ist.
Der Weg ins Weite
Die Weisen folgten ihrer Intuition
Entscheidungen, die wir treffen, weil uns plötzlich ein Licht aufgegangen ist, oder eben ein Stern, sind die, die uns im besten Fall weiter tragen.
Ansichtssache Ansichtskarte
Ein Punktum
In Zeiten von SMS, Twitter oder Facebook, schreibt nur noch ein harter kartophiler Kern auf bedruckter Pappe. Ich gehöre dazu.
Kein Königsweg
Mystik gehört nicht originär zum Christentum
Michael Weinrich, Professor für Systematische Theologie in Bochum und Mitherausgeber von zeitzeichen, zur Frage, wie mystische Selbsterfahrung im christlichen Kontext zu bewerten ist.
Ausgabe 11 November 2012
Gute Nachrichten?
Was die Deutschen so glauben und was nicht
Lessing wäre wohl der ideale Kirchenvater für diejenigen unter den aufgeklärt-liberalen Christen, deren "Projekt" es ist, das Christentum anschlussfähig an andere Religionen zu machen.
Akt der Ermutigung
Die Diversität zur Kraft des Friedens machen
Der Friedens-Nobelpreis 2012 würdigt ein neues Paradigma des Friedens, das sich auf dem Hintergrund der leidvollen Geschichte des modernen Europas herausgebildet hat.
Waldemars Ende
Ein Punktum
Der Fortschritt lebt. Den Menschen werden ihre Laster ausgetrieben. Zu verdanken ist das anderen Menschen, Politikern vornehmlich...
Ausgabe 10 Oktober 2012
Gottes Pädagogik
Es ist gut, dass es unterschiedliche Kirchen gibt
Meinen die Unterzeichner von "Ökumene jetzt", dass sich die bestehenden christlichen Konfessionen zu einer Kirche zusammenschließen sollten? Dann müsste man ihnen entschieden widersprechen.
Dank der Nordkirche
Ist es möglich, ein Motorrad besonders christlich zu steuern?
Auf den spezialisierten Seelsorger müssen allerdings die meisten anderen Fahrzeugsparten vorläufig verzichten - wohl dem, der ein Motorrad hat.
Gewisse Verstopfung
Ein Punktum
Das Gedränge ist beachtlich. Das Schweigen auch. Niemand möchte auffallen. Die Ruhe vor dem Sturm.
Ausgabe 9 September 2012
Eine Art große Schweiz
Gegen das "Megalopolisch-Unsympathische der EU"
Das Volk soll bei entscheidenden Fragen möglichst wenig mitzureden haben, es soll nur brav dem zustimmen dürfen, was ihm als alleinseligmachende Wahrheit vorgesetzt wird.
Der Glaube der anderen
Begegnungen mit fremden Religionen sind spannend
Auch für die andere ist ihr Glaube das, auf das sie im Leben und Sterben vertraut. Und zwar ihr Glaube in dieser ganz spezifischen religiösen Gestalt.
Fünf Mark
Ein Punktum
Quote hat Recht. Das ist gut demokratisch. Mit den Füßen wird hier zwar nicht abgestimmt, sondern mit jenem anderen Körperteil. Ein Schuft, der Böses dabei denkt.
Ausgabe 8 August 2012
Doppelstruktur
Vor einem Jahr wurde der Bundesfreiwilligendienst eingeführt
Alle Lobgesänge dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem neuen Freiwilligendienst eine Doppelstruktur geschaffen wurde. Das hat negative Folgen.
Phantasiewelten
Jede rechtsradikale Äußerung ist ein Bekenntnisfall
Gerade Kirche und Diakonie verfügen über wichtige Ressourcen im Kampf gegen Neonazis. Sie müssen genutzt werden.
Schutz vor den Eltern
Ein Punktum
Wo bleibt das Urteil gegen die Kindstaufe? Da werden unschuldige Kindlein plötzlich mit Wasser übergossen und unsanft aus dem Schlummer gerissen. Wenn das keine Körperverletzung ist...
Ausgabe 7 Juli 2012
Alles Logo?
Gepa-Produkte ohne Fairtrade-Emblem sorgen unnötig für Verwirrung
Warum schafft ausgerechnet der Pionier des fairen Handels in Deutschland das Fairtrade-Logo für viele seiner Produkte ab?
Europa als Aufgabe
Jedes Land auf diesem Kontinent steht in der Schuld Griechenlands
Ein Europa, das seine Gemeinschaft allein an wirtschaftlichen und finanzpolitischen Kriterien ausrichtet, kann auf die Dauer keinen Bestand haben.
The Lucky Luthers
Ein Punktum
Zwischen all den wirren Wesen fragt sich der engagierte Protestant, welches Maskottchen eigentlich für das kommende Super-Mega-Reformations-Event im Jahr 2017 wirbt...
Ausgabe 6 Juni 2012
Hier stehe ich ...
Das Reformationsjubiläum sollte den Mut Martin Luthers herausstellen und würdigen
Mitunter lernt man aus der Geschichte auch das Falsche, dass zum Beispiel der Stolz auf die eigene Nation und Konfession per se schlecht ist.
Prüfet alles
Warum die Piraten irritieren
Virtuelles Leben ist bei allen Möglichkeiten und Chancen doch nur ein Abbild oder ein Planspiel des "echten" Lebens.
Zwischenruf im Gottesdienst
Ein Punktum
Jetzt erst sehe ich das Gesicht zur Lederjacke. Es trägt Methusalems Züge, und zwei feurige Augen stehen darin.
Ausgabe 5 Mai 2012
Komödie statt Gedicht
Ein Punktum
Dichtungen über Israel: Nicht schon wieder die Keule auspacken! Gemach, gemach!
Gerechtigkeit gefragt
Entwicklungszusammenarbeit braucht Engagagement
Für die entwicklungspolitische Positionierung der Kirchen heute ist es wichtig, noch stärker gemeinsam für das Interesse der Armen und für Gerechtigkeit einzutreten.
Nahost und kein Ende
Ein weites Feld: Das Gras-Gedicht historisch eingebettet
Erinnerungen an historische Einmischungen lehren nur eins: Es kommt anders, als der Gutwilligste - und glücklicherweise auch der Böswilligste - glauben mag.
Ausgabe 4 April 2012
Zwickmühle
Die Ethik könnte verstärkt zum Zankapfel der Ökumene werden
Die schleichende Protestantisierung der Katholiken beunruhigt Papst und Bischöfe.
Schulden, Angst & Ostern
Die Weisheit der polnischen Magd
Was auch immer kommen mag: Immer kommt auch Ostern. Das zu glauben, ist nicht naive Weltflucht.
Abgelauscht
Sprachhinweise für ältere Semester. Ein Punktum
Wer aufmerksam zuhört, lernt viel von der Jugend. Zum Beispiel, wie man cool reden kann, ohne wirklich etwas zu sagen.
Ausgabe 3 März 2012
Alles Gute
Nach dem zweiten Rücktritt eines Bundespräsidenten
Der hohe Anspruch an den Bundespräsidenten entspringt der Sehnsucht nach einer Autorität, die in unhinterfragbare Verehrungs-Sphären entrückt ist.
Mehr Flexibiliät
Altersarmut und Generationengerechtigkeit sind keine abstrakten Themen
Das vierte Gebot wird hochaktuell. Denn es geht nicht nur um den Gehorsam gegenüber Eltern, sondern um die Würde des Alters.
Teuflische Eingebungen
Ein Punktum
Die Hölle ist schon lange geschlossen, der Teufel wurde zum Teufel gejagt. Wie konnte es dazu kommen?
Ausgabe 2 Februar 2012
Beten verboten?
Was der Streit um das Schulgebet lehren kann
Gerichtliche Urteile können die Religionsfreiheit auch schwächen.
Zündstoff für die Weltdeutung
Die Historiker müssen Meistererzählungen aushalten
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Hatte der Thesenschlag Luthers die einschneidende solitäre Bedeutung, die man sich bald zu feiern anschickt? Gab es überhaupt "die Reformation"?
Verzeihen Sie die Entschuldigung...
Ein Punktum
Kann man sich seiner Schuld selbst entledigen? Nicht nur der Duden glaubt das...
Ausgabe 1 Januar 2012
Te deum
Musik - die heilige Farbe unserer Kirche
Singen ist eine Schule der Kommunikation, eine Säule unserer Kultur und führt zum Grund des Glaubens.
Identitäten
Wo bleibt das Gemeinschaftsstiftende?
Woher nimmt eine Gesellschaft ihre Identität? Braucht sie überhaupt eine?
"Nur der Islam ..."
Ein Punktum
Schulgebete für Muslime? Das empört Redakteur B. Darauf reagiert Redakteur W.
Ausgabe 12 Dezember 2011
Gelassenheit
Zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung von BEK und EKD
Die Evangelische Kirche in Deutschland steht vor der Frage, was sie tun kann, um die Menschen für den Glauben und die Kirche zu gewinnen.
Lutherisch sein heißt ökumenisch sein
Wir können einen großen Beitrag leisten zum Religionsfrieden
Gerade in diesen Zeiten des Beliebigkeits-Pluralismus ist es wichtig, dass lutherischer Glaube sich nicht abgrenzt, sondern sich als Teil der weltweiten Christenheit und der Kirche Jesu Christi versteht.
Zeichen der Zeit
Ein Punktum
Und plötzlich ist auch er wieder da: Unübersehbar ragt der immergrüne Vorweihnachtsbaum auf dem Platz zwischen den Kaufhäusern.
Ausgabe 11 November 2011
Gut katholisch
Der Papst, die Ökumene und das Reformationsjubiläum
Den Papst mit der katholischen Kirche gleichzusetzen zeugt von Geschichtsvergessenheit.
Selber schuld?
Vom Umgang mit Schuld und Schulden
Überschuldung ist nie nur ein materielles Problem. Sie bedroht Menschen existenziell.
Warten auf Käpt'n Sharky
Ein Punktum
Warnung: Wer mit Kindern betet, dem droht Schiffbruch an theologischen Klippen.
Ausgabe 10 Oktober 2011
Mit der Keule
Israelkritik erregt die Gemüter. Es gibt nur noch Freund oder Feind
Ein Kommentar zum Streit um angeblichen Antisemitismus im Deutschen Pfarrerblatt.
Sich einmischen
Kirche und Gewerkschaften
Die Kirche benötigte sehr viel Zeit und wohl auch den Druck der Not, um sich die soziale Frage zu eigen zu machen.
Die Birnen der Rebellen
Ein Punktum
Der freie Bürger lässt sich doch nicht einfach zum Energiesparen zwingen. Wo sollte das denn hinführen? Bestimmt geradewegs in die Ökodiktatur...
Ausgabe 9 September 2011
Europa
Nicht zu allem Ja und Amen sagen
Sollten Sie zu den Europa-Zweiflern gehören, die nicht an den ehernen, alternativlosen Gang der Dinge glauben, dann lassen Sie sich nicht ohne Widerstand an den Pranger stellen, der für miese kleine Egoisten und Ignoranten reserviert ist. Stellen Sie lieber ein paar Fragen...
Vertauschte Fundamente
Religiöser Fundamentalismus kann nur von innen therapiert werden
Der Fundamentalismus ist nicht länger ein Problem der "Anderen", sondern unser Problem geworden.
Der Schwarze an sich
Ein Punktum
Nun sei es einmal gesagt: Obama ist biologisch ebenso sehr Weißer wie Schwarzer. Und nun?
Ausgabe 8 August 2011
Mrs. Lutheran
Margot Käßmann ist die ideale Botschafterin für das Reformationsjubiläum
Wenn ihre Frische und Authentizität auf die Reformationsfeiern 2017 und ihre Mitwirkenden abfärben, werden viele gerne evangelisch sein.
Der Mensch ist keine Insel
Doch er braucht sie für seine Auszeiten
Kein Mensch kann ohne Beziehungsnetze leben. Nachhaltige soziale und emotionale Sicherheiten gewinnen Menschen nur in und durch Gemeinschaft mit anderen Menschen.
Salbaderschwallsabbel Schluss!
Ein Punktum
Wie soll einem pisa-gebeutelten Schüler vermittelt werden, er müsse seinen Ausdruck verbessern, wenn die erste Frau im Staate Verben zu Auslaufmodellen erklärt?
Ausgabe 7 Juli 2011
Nur eine Utopie?
Gewalt überwinden - ist das nicht Utopie, Vision?
Im Mai trafen sich in Kingston (Jamaika) mehr als tausend Menschen aus aller Welt, um gegen Resignation aus christlicher Perspektive ein Zeichen zu setzen. Die "Internationale ökumenische Friedenskonvokation" (IöFK) bildete den Abschluss der Ökumenischen Dekade "Gewalt überwinden".
Freiheitsmüh
Die Liberalen in der politischen Zirkuskuppel: ratlos.
Jedenfalls wenn man sie mit der Partei identifiziert, die sich stolz die Freie nennt. Zwar bläst diese nun zum Aufbruch, ob der aber in Gang kommt, ist noch unklar.
Geschwätz von gestern
Ein Punktum
"Der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig. Das geht auf Dauer auch nicht zusammen", schreibt die Uckermärkerin Angela Merkel den Faulpelzen ins Stammbuch, die sie im Mittelmeerraum entdeckt hat."
Ausgabe 6 Juni 2011
Zukunftsglaube
Christlich oder nicht: alle Aufklärer in einem Boot
"Die vollständig aufgeklärte Erde strahlt im Zeichen triumphalen Unheils", meinten einst Horkheimer und Adorno in ihrer Dialektik der Aufklärung. Nun ja, die Welt ist danach, könnte man sagen - aber wieso "die vollständig aufgeklärte"?
Patientenvorsorge
Die Fortschritte der Medizin - mit Hoffnung und Sorge verbunden
Die Fortschritte, so fürchten viele, können dazu verführen, die Möglichkeiten zur Erhaltung des Lebens immer weiter auszudehnen und die Aufgabe, Leben zu retten und zu verlängern, über alles zu stellen.
Von Lena lernen
Trallala, Pomp, Fanfaren - das Kirchentagslied
Dieses Mal sollte es nämlich etwas protestantisch-intellektueller klingen, das Kirchentagslied. Mehr Wort, mehr Kopf, am besten noch kritisch und ein wenig ironisch.
Ausgabe 5 Mai 2011
Einladung zum Dinner
Die Auserwählten wollen um die Elite werben
Die Evangelische Kirche in Deutschland sucht den Kontakt zur Elite. Das ist mutig und notwendig. Und dennoch sorgt das offene Werben der Kirche um die Mächtigen für Unbehagen.
Wer seid ihr?
Der Kirchentag ist auch eine Brücke
Der Kirchentag kommt nach Dresden. Im Osten ist vielerorts längst Realität, was manche in westlichen Landeskirchen auf sich zukommen sehen. Aber der Eindruck einer Glaubenswüste ist nur ein Teil der Realität.
Seien Sie meinungsstark!
Ein Punktum
Es gibt ja immer noch Wesen, die ihre Meinungslosigkeit in einem konkreten Fall damit begründen, sie hätten von der Sache keine Ahnung. Unser Mitleid ist ihnen sicher. Vergessen wir sie.
Ausgabe 4 April 2011
Höchste Zeit
Nach der Reaktorexplosion in Japan muss sich mehr ändern als die Energiepolitik
Die Opfer in Japan verdienen unser Mitgefühl wie die Leidtragenden der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Doch darüber hinaus müssen Christen Energiebetreibern, Politikern und Wählern eine entscheidende Frage stellen.
Doppelte Solidarität
Welche Auswirkungen werden die demokratischen Aufbrüche in Nordafrika auf Palästinenser und Israelis haben?
Wir nehmen den Hilfeschrei unserer Schwestern und Brüder in Palästina ernst. Sie brauchen uns. Aber dies darf nicht auf Kosten der Solidarität mit den jüdischen Geschwistern, die in Israel leben, geschehen
Gehört zu Deutschland
Vier Millionen Muslime leben hier. Noch Fragen?
Gehört der Islam zu Deutschland? Angesichts von vier Millionen Muslimen in diesem Land ist dieser Satz zumindest als Tatsachenaussage hinzunehmen: Der Islam gehört zu Deutschland und er wird zu Deutschland gehören. Auf der Grundlage dieser Einsicht beginnen allerdings erst die Mühen.
Zeiten der Aufklärung
Ein Punktum
Anpirschen mit Google, fixieren mit Wikipedia, vertiefen mit diversen Links - das reicht nicht mehr. Heutzutage muss es schon Facebook sein, das soziale Netzwerk im Internet. Generation X trifft Web 2.0. Ein Selbstversuch.
Ausgabe 3 März 2010
Indignez-vous
Kommentar
"Enrichessez-vous!" ("Bereichert euch") lautete der ironische Wahlspruch zur Zeit des Bürgerkönigs. "Empört euch!" zielt auf Größeres.
Neuer Atheismus
Kolumne
Die so genannten "neuen" Atheisten appellieren an das Gebot der Stunde, nun endlich dem Gift der Religion eine Ende zu bereiten. Dabei sind sie ihren Gegnern ähnlicher, als ihnen lieb sein dürfte.
Wut
Ein Punktum
Wie man an akuten Wutattacken nicht erstickt, sondern sie, im Gegenteil, elegant abwettert, dafür ein Beispiel.
Ausgabe 2 Februar 2010
Wenn Gott eine Bank wäre
Ein Punktum
Wenn Gott eine Bank wäre, wäre er schon längst pleite. Zwar ist sein Leumund, zumindest bei konservativen Anlegern, tadellos, der wilden Spekulation und Zockerei an den Finanzmärkten ist er unverdächtig.
Mit Lust
Die Begleitung und Förderung von Ehrenamtlichen ist wichtiger denn je
2011 ist das Europäische Jahr des Ehrenamts. Warum aber wird die Freude und die Lust am Engagement in kirchlichen Kreisen oft so verschämt behandelt?
Der Preis der Freiheit
Vom realistischen Umgang mit Schuld
Wer Schuld auf sich lädt, schadet dem Leben, dem eigenen Leben und dem Leben anderer. Wenn ein Mensch seine eigene Schuld erkennt, spürt er seine Grenzen.
Ausgabe 1 Januar 2011
Sand im Getriebe
Atom: Die Basta-Politik schürt Widerstand
Die Anti-Castor-Bewegung will Räderwerk zum Stillstand zu bringen, mit dem die Bundesregierung trotz der Sorgen der Bevölkerung und der Expertise von Wissenschaftlern Fakten schaffen will.
Gute Gespräche
Neujahrswünsche
Ich erhoffe vom neuen Jahr eine Verbesserung unserer Gesprächskultur: dass man mit denen redet, über die man redet und für die man entscheidet.
Im Nachhinein
Jede Rüstung gilt einer ungewissen Zukunft
Weltpolitische Lagen haben die unangenehme Eigenschaft, sich immer wieder zu ändern. Werden wir also in ein paar Jahren eine funkelnagelneue Bundeswehr haben, die für neue Bedrohungen dennoch nicht gerüstet ist?
Danke, Deutsche Bahn!
Ein Punktum
So seelsorgerlich verhält sich die Bahn - wie ein guter Arzt. Der fällt doch auch nicht mit der Tür ins Haus und sagt dem Patienten, dass er sterben muss, sondern bringt ihm die Wahrheit schonend bei, nach und nach. Danke, DB! Senkju!
Ausgabe 12 Dezember 2010
Es weihnachtet sehr
Das Bedürfnis nach Wurzeln
Was nur bringt erwachsene Menschen dazu, auf einmal diese große Sehnsucht zu entwickeln, bloß weil ein Fest ansteht? Eigentlich sind doch alle genervt. Und doch: Die Stimme des Herzens sagt: Ich möchte Weihnachten zu Hause sein.
Heilsame Kultur
Adventssonntage mit Signalwirkung
Die Verfassungsrichter befanden im vergangenen Dezember, dass es unzulässig sei, an allen vier Adventssonntagen hintereinander die Geschäfte zu öffnen. Eine Entscheidung von kultureller Bedeutung.
Die Alternative
Ein Punktum
Ehe wir unachtsam das Adventskalendertürchen aufreißen, ist es manchmal besser zu schauen, was sonst noch so los ist. Boden, Berge, Esperanto - Sie glauben gar nicht, wer außer dem Nikolaus noch berücksichtigt sein möchte.
Ausgabe 11 November 2010
Klare Orientierung
Deutscher Juristentag debattiert das Verhältnis von Staat und Religion
Der Deutsche Juristentag gibt seit eineinhalb Jahrhunderten dem Gesetzgeber Anregungen. Noch nie in seiner 150-jährigen Geschichte aber hat er das Verhältnis von Staat und Religion zum Thema gemacht. Das geschah zum ersten Mal dieses Jahr.
Etwas Demut
Was bei der Auseinandersetzung über den Islam vergessen wird
Etwas Demut wäre bei der Diskussion über den Islam angebracht. Denn wir sollten bedenken: Die Kirchen in Deutschland lehnten Demokratie und Gleichberechtigung lange Zeit ab.
Emotional auffangen
Ein Punktum
Ab welchem Alter ein Film zugelassen ist, entscheidet die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK). Dort findet man es beruhigend, wenn brutale Gewaltszenen durch entspannende Sequenzen emotional aufgefangen werden.
Ausgabe 10 Oktober 2010
Nur das Beste
Das Volk bevormunden im Namen der Aufklärung
Ein Staat, in dem Meinungsfreiheit herrscht, kann Gesetztestreue fordern. Nicht aber Gesinnungstreue. Das scheint Konsens zu sein. Doch die Medien schwellen an zu einem schrillen Verdammungschor, sobald sich eine "Persönlichkeit des öffentlichen Lebens" politisch nicht korrekt äußert.
Freie Geistesmacht
Zeitzeichen und Kirchenleitung
Was die zeitzeichen soziologisch und ökonomisch sind, ist relativ klar: Sie sind ein publizistisches Produkt auf dem Markt der Printmedien. So weit, so gut. Aber was sind die zeitzeichen theologisch?
Ökumenische Tragödien
Ein Punktum
Vor vierzig Jahren verkündigte Franz Josef Strauß, dass "aus den bayerischen Bergen die Rettung kommt". Nun hat sich diese Prophezeiung endlich erfüllt. Ein Weckruf aus dem Fichtelgebirge rüttelt die EKD auf.
Auch unterwegs
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