zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Geschichte, Politik & Gesellschaft

Ausgabe 6 Juni 2013

Foto: dpa
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Rainer Hering

Feuer und Wasser Seit' an Seit'

150 Jahre Sozialdemokratie und der Protestantismus in Deutschland

Am 23. Mai 1863 riefen in Leipzig Delegierte aus elf Orten den "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" ins Leben. Damit begann die 150-jährige Geschichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Zunächst stand sie den Kirchen ablehnend gegenüber. Doch dies sollte sich spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg ändern.

Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Foto: dpa, Eventpress Hoensch
Kathrin Jütte

Familie mit mehr Partnerschaft

Mit der EKD-Orientierungshilfe bahnt sich ein Paradigmenwechsel an

"Zwischen Autonomie und Angewiesenheit" heißt die neue Orientierungshilfe der EKD, die sich mit den vielfältigen Formen des familiären Zusammenlebens auseinandersetzt. Kathrin Jütte stellt die EKD-Schrift vor.

Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Foto: Virginie Nguyen Hoang/Wostok Press
Katja Dorothea Buck

"Endlich Brüder und Schwestern"

Nach langer Eiszeit zwischen den Konfessionen beginnt in Ägypten ein ökumenischer Frühling

Angesichts der Bedrohung durch Islamisten rücken Ägyptens Kirchen zusammen. Wie es zu ihrer Entfremdung und Annäherung kam, beschreibt die Stuttgarter Journalistin Katja Dorothea Buck. Und sie schildert, wie sich die Gründung eines ägyptischen Kirchenrates negativ auf den Nahöstlichen Kirchenrat auswirken könnte.

Katharina Lübke

Widerstand

Persönliches Porträt

Das Feature des Scholl-Experten Vincke überzeugt als ausgewogene Mischung aus Stimmung und Information.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2013

Foto: epd / Andreas Schoelzel
Foto: epd / Andreas Schoelzel
Heinrich Bedford-Strohm

Große Transformation

Wie die Kirchen die ökologisch-soziale Neuausrichtung der Gesellschaft mitgestalten können

Die Kirchen spielen nur eine Nebenrolle in den Empfehlungen zur Lösung globaler Umweltfragen, die der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung 2011 vorlegte. Eine Fehleinschätzung, meint der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Denn gerade die Kirchen können lokal und international den Umbau der Gesellschaft zu mehr Ökologie und Gerechtigkeit mitgestalten. Doch noch nutzen sie dafür nicht ihr Potenzial.

Foto: akg-images
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Karl-Wilhelm Dahm

"Müssen wir Vater anzeigen?"

Als Pfarrerssohn zwischen NS-Ideologie und widerständigem Elternhaus

Der emeritierte Münsteraner Theologieprofessor Karl-Wilhelm Dahm stammt aus einem evangelischen Pfarrhaus. Hier schildert er, wie er und sein Bruder als Kinder so sehr von der Naziideologie infiziert worden waren, dass sie zeitweise mit dem Gedanken spielten, ihren Vater wegen Abhörens eines "Feindsenders" anzuzeigen.

Foto: epd / wcc
Foto: epd / wcc
Martin Greschat

Im Schatten der Kriege

In den ersten Jahren galt der Weltkirchenrat im Osten als Institution der Amerikaner

Die Schrecken des Ersten Weltkrieges beförderten die Zusammenarbeit der Kirchen. Sie mündete 1948, verzögert durch den Zweiten Weltkrieg, in die Gründung des Weltkirchenrates (ÖRK). Gehörten ihm damals 147 Kirchen an, sind es heute 350. Der Münsteraner Kirchenhistoriker Martin Greschat beschreibt die Gründungsgeschichte des Kirchenbundes.

Helmut Kremers

In weiter Ferne

Israelische Soldaten reden

Die Soldaten, die sich diesen Interviews stellten, haben eines gemeinsam: Sie haben sich von ihren Erlebnissen berühren lassen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2013

Foto: Moritz Roeder
Foto: Moritz Roeder
Julia Gerlach

"Ich bin bewusst Christ"

Die Situation der ägyptischen Christen hat sich seit der Revolution verändert

Ein Zehntel der Ägypter sind Christen, zumeist Kopten. Wie sie auf Ausgrenzung und Übergriffe reagieren, schildert die Kairoer Journalistin Julia Gerlach.

Foto: dpa/Erik S. Lesser
Foto: dpa/Erik S. Lesser
Konrag Ege

"Pfad der Zerstörung"

Die weißen Evangelikalen tun sich mit Präsident Barack Obama schwer

Die Vorherrschaft weißer Protestanten geht in den USA zu Ende. Und das könnte auch den Einfluss der bisher einflussreichen Evangelikalen schwächen. Wie sie auf die neue Lage reagieren, schildert Konrad Ege, Korrespondent in Washington.

Foto: Lothar Nahler
Foto: Lothar Nahler
Helmut Kremers

Thiu iderman, was du wilt han

Dulden heißt beleidigen? Anmerkungen über Grenzen und Geschichte der Toleranz

Über Toleranz sprechen, heißt über ihre Grenzen sprechen. Auch wer diese im Grunde zum Teufel wünscht, stößt irgendwann auf sie. Denn ob Toleranz als Tugend, als gesellschaftliches Klima oder als Staatsräson: Letzten Endes bleibt sie ein Projekt auf Gegenseitigkeit.

Foto: dpa/Jens Büttner
Foto: dpa/Jens Büttner
Joachim Nolte

Eine Frage des Bekenntnisses

NPD-Mitglieder im Kirchengemeinderat dürfen nicht toleriert werden

Rechtsextreme betonen die Ungleichheit von Menschen, um andere abzuwerten. Schon deshalb dürfen NPD-Mitglieder nicht Mitglied in der geistlichen Leitung der Gemeinde sein. Das sollte kirchenrechtlich geregelt werden.

Foto: dpa/Oliver Killig
Foto: dpa/Oliver Killig
Jürgen Wandel

Gut gemeinte Verbote können schaden

Ein Radikalenerlass in der Kirchengemeinde löst das Problem nicht

Alle Formen von Diskriminierung sind mit dem Evangelium unvereinbar. Aber in einer evangelischen Kirche sind Auseinandersetzungen mit theologischen Argumenten zu führen, nicht mit gesetzlich-administrativen Maßnahmen.

Marion Gardei

Ergreifend

Christlicher Widerstand

Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, wo heute widerständiges christliches Handeln nötig sein könnte.

Katharina Lübke

Ganz nah dran

Über DDR-Justiz

Nicht die Fakten stehen im Vordergrund, sondern die Atmosphäre, die Gefühle, die Absurdität. Schönherr will Emotionen provozieren und Empathie.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2013

Foto: dpa
Foto: dpa
Britta Jagusch

Wenn Frauen das Geld verdienen

Die Zahl der Familienernährerinnen wächst. Doch die neuen Rollenbilder machen Probleme

Sie sind in allen Berufsgruppen vertreten, vereinbaren Familie und Job und tragen in Deutschland schon in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt den Hauptanteil zum Familieneinkommen bei. Frauen als Hauptverdienerinnen sind auf dem Vormarsch, auch in der Kirche. Anlässlich des Weltfrauentages beschreibt die Journalistin Britta Jagusch den noch immer schwierigen Rollentausch.

Foto: dpa / Ingo Wagner
Foto: dpa / Ingo Wagner
Andreas Gorzewski

Wirklich gute Arbeit

Die Anerkennung islamischer Verbände kommt voran

Bremen hat als drittes Bundesland mehrere islamische Verbände als Religionsgemeinschaften anerkannt. Islamische Feiertage, Bestattungen und Seelsorge sind jetzt durch Staatsverträge geregelt. Andere Bundesländer sollen folgen. Der Islamwissenschaftler und evangelische Theologe Andreas Gorzewski gibt einen Überblick.

Foto: akg-images
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Wolfgang Breul

"Wie man eine hand umwendet"

August Hermann Francke: Theologe, Schulgründer, Fundraiser, Missionar

Die Franckeschen Stiftungen prägen bis heute Halle an der Saale. Ihr Gründer August Hermann Francke wurde am 22. März vor 350 Jahren geboren. Der Mainzer Kirchenhistoriker Wolfgang Breul schildert Leben und Werk des Pietisten, der der Pädagogik und der äußeren Mission wichtige Impulse gab.

Kathrin Jütte

Ein Pflanzgarten

Über August Hermann Francke

Abwechlsungsreich führt der Sprecher durch Franckes Leben, Originaltöne sind mit klassischer Instrumentalmusik unterlegt, so dass ein dokumentarisches Hörerlebnis entsteht.

 

Foto: dpa / Peter Endig
Foto: dpa / Peter Endig
David Wengenroth

Es bleibt nichts wie es war

Buchhandel und Verlage stellen sich den Herausforderungen des Internetzeitalters

E-Books, Digitalisierung und der Siegeszug des Internets bedrohen nicht die Zukunft des Buches, wohl aber die Existenzgrundlage vieler Menschen, die von ihm leben. Die Buchbranche steckt in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess, dessen Ausgang ungewiss ist, meint "buchreport"-Redakteur David Wengenroth.

Foto: Natascha Gillenberg
Foto: Natascha Gillenberg
Natascha Gillenberg

Milchschaum in der Bücherwelt

Auch die Liebe zum Lesen geht durch den Magen: Ein kleiner Buchladen trotzt den Konzernen

Kleine Buchhandlungen haben es heute nicht leicht. Die Konkurrenz durch Online-Händler oder Buchkonzerne ist erdrückend und hat in den vergangenen Jahren schon viele zum Aufgeben gezwungen. Doch Frederik Herbers hat sich davon nicht abschrecken lassen. 2005 gründete er mit seiner "Buchkantine" eine lebendige Kiezbuchhandlung in Berlin-Moabit. Ein Besuch mit Natascha Gillenberg.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2013

Foto: dpa/Markus Heine
Foto: dpa/Markus Heine
Lars Klinnert (contra) / Susanne Kahl-Passoth (pro)

Streit um die Babyklappe

Ein Pro-und-Contra

Das Familienministerium in Berlin will in diesem Frühjahr neue gesetzliche Regelungen für Babyklappen und anonyme Geburten schaffen. Ziel ist es, den betroffenen Kindern zehn Jahre nach der Geburt Klarheit zu verschaffen, wer ihre Mütter sind. Damit würde das Ende der Babyklappen eingeläutet. Ist das der richtige Weg?

Foto: dpa/Maryam Schumacher
Foto: dpa/Maryam Schumacher
Sylvia Kalina

Brüssel statt Babylon

Rund 2000 Dolmetscher sorgen im Dienste der Europäischen Union für Verständigung

23 Sprachen werden in den Institutionen der Europäischen Union gesprochen - und jede einzelne ist auch Amtssprache der EU. Diese Vielfalt von Sprachen ist gewollt, bedarf aber auch eines ausgeklügelten Dolmetschersystems.

Wolfgang Schmidbauer

Gefährliche Illusion

Warum das Konzept von der Freundschaft nach der Scheidung selten aufgeht

"Ich finde den Satz in den Eheversprechen, sich in guten und schlechten Tagen zu lieben und zu ehren, höchst voreilig. Genauer müsste es heißen: ich bin bereit, deine schlechten Seiten ebenso zu ertragen, wie ich mich deiner guten Seiten erfreue ...".

Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Foto: Robert Müller/Pixelio.de
Uwe Müller

Ohne Ansehen der Person

Thema in der Telefonseelsorge: Trennung

Unter denen, die täglich die Nummer einer Telefonseelsorgestelle anrufen, sind viele Menschen, die unter einer bevorstehenden oder vollzogenen Trennung leiden. Wie die Telefonseelsorger und Telefonseelsorgerinnen damit umgehen, berichtet Uwe Müller, Leiter der "Berliner TelefonSeelsorge".

Foto: Cinetext
Foto: Cinetext

Schluss machen und neu anfangen

Jede Trennung hat eine andere Geschichte, und doch erkennen wir in den meisten von ihnen irgendetwas, das uns angeht, vielleicht gerade dann, wenn wir dies entrüstet von uns weisen. Vier Personen sprechen über ihre eigene Scheidung, alle Namen wurden geändert.

Franz Segbers

Zeitrebellen

Vom Leid der Beschleunigung

Sensibel spürt Hengsbach die Zeitrebellen auf, die um Zeit für ihr Leben kämpfen.

Martina Wittneben

Zeitgeschichte

Schonungsloses Zeugnis

Aus der Perspektive eines Kindes, das aus seiner naiven Sicht nach Antworten auf Unbegreifliches sucht, wird die schreckliche Absurdität der Judenverfolgung deutlich.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2013

Foto: dpa/Florian Schuh
Foto: dpa/Florian Schuh
Rolf Schieder

Säkularistische Falle

Das Klima für die Religionen wird in Deutschland rauer

Die Diskussion über die Beschneidung, die das vergangene Jahr prägte, zeigt fehlende religiöse Bildung auch bei Eliten, den Versuch, die Schuld Nazideutschlands abzuwehren, und die Unwilligkeit, sich mit dem weltweiten Wachstum der Religionen abzufinden. Das meint Rolf Schieder, Professor für Praktische Theologie an der Berliner Humboldt-Universität.

Foto: dpa/Ronald Wittek
Foto: dpa/Ronald Wittek
Ansgar Hense

Christlicher Maßanzug?

Warum der Islam in Deutschland eine Religionsgemeinschaft im Werden ist

Im November hat das Land Hamburg mit verschiedenen muslimischen Verbänden einen Vertrag geschlossen, in dem sie diese Verbände als Religionsgemeinschaft anerkennt. Welche Auswirkungen das hat, zeichnet der katholische Staatskirchenrechtler Ansgar Hense nach.

Foto: Bettina Hoyer
Foto: Bettina Hoyer
Bettina Hoyer

Von Termiten und Hochstaplern

Warum die Forstwirtschaft in Peru auf Illegalität und Korruption beruht

Siebzig Millionen Hektar beträgt die Waldfläche des peruanischen Amazonas. Illegale Holzfäller machen damit Geschäfte, wie die Berliner Journalistin Bettina Hoyer bei einem Besuch erfuhr. Interpol und die UN-Umweltbehörde UNEP zogen in einer kürzlich veröffentlichten Studie den Vergleich mit dem Drogenhandel.

Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Foto: picture alliance/Gavin Hellier/Robert Harding
Haiko Behrens

Letzte Ausfahrt Franklin Square

Ein wehmütiger Blick zurück: Fünf Jahre Pfarrer auf Long Island

Haiko Behrens war Pfarrer einer Evangelisch-Lutherischen Gemeinde auf Long Island, New York - bis die Finanzkrise in den USA auch die Arbeit der Kirchen massiv betraf: Seine Gemeinde konnte sich keinen Vollzeitpfarrer mehr leisten. Heute lebt Haiko Behrens in Hamburg, arbeitet als Sprachtrainer für Business-Englisch und ist auf der Suche nach einer neuen Pfarrstelle.

Kathrin Jütte

Weltausschnitt

Leben nach dem Mauerbau

Wer denkt, Helga Schütz beschreibe einen larmoyanten Ost-West-Konflikt, der irrt.

Rupert Neudeck

Welt-Unordnung

Hat Frieden Zukunft?

Welche Weltordnungspolitik können wir uns in dieser zerklüfteten Welt vorstellen?

Bernhard Pötter

Kurzsichtig

Energieversorgung in 200 Jahren

Einem Nobelpreisträger widerspricht man nicht? In diesem Falle leider doch...

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 12 Dezember 2012

Foto: Ali/pixelio.de
Foto: Ali/pixelio.de
Michael Bünker

Cum Gaudio: Mit Lust

Europas Protestanten wollen dazu beitragen, dass die Krise als Chance verstanden wird

Wie es zum Europaengagement der evangelischen Kirchen gekommen ist und welchen Schwerpunkt sie heute setzen, schildert Michael Bünker, evangelisch-lutherischer Bischof von Österreich und Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).

Foto: epd
Foto: epd
Martin Rothe

Die Nacht war vorgedrungen

Vor 70 Jahren nahmen sich der Dichter Jochen Klepper und seine Familie das Leben

Im Evangelischen Gesangbuch ist Jochen Klepper heute nach Martin Luther und Paul Gerhardt der am häufigsten vertretene Dichter. Vor 70 Jahren, im Dezember 1942, fand er mit seiner Familie ein tragisches Ende. Der Journalist Martin Rothe skizziert das Leben dieses schillernd-introvertierten Schmerzensmannes.

Foto: dpa/Matthias Schrader
Foto: dpa/Matthias Schrader
Klaus Honigschnabel

Noch Fragen?

Seit dreißig Jahren begegnen sich Jugendliche am Rande der KZ-Gedenkstätte Dachau

Lange Zeit verdrängten die Dachauer die Geschichte ihrer Stadt zwischen 1933 und 1945. Doch mittlerweile lobt der Oberbürgermeister die "hervorragende Arbeit" des Internationalen Jugendgästehauses, das seine Partei zunächst als "Vergangenheitsbewältigungsstätte" ablehnte. Der Münchner Journalist Klaus Honigschnabel hat sich in Dachau umgesehen und umgehört.

Foto: Tanja Jeschke
Foto: Tanja Jeschke
Tanja Jeschke

Nicht mehr wie früher

Vom Tauschen und Verwandeln in Südafrikas Städten und der Provinz

Sie wollte ihrer Adoptivtochter Marulla das Land ihrer Herkunft zeigen. Deshalb reiste die Schriftstellerin Tanja Jeschke gemeinsam mit ihrer Familie nach Südafrika. Sie traf auf Menschen, die die Welt noch immer in Schwarz und Weiß einteilen und doch versuchen, sich der veränderten Lage anzupassen.

Fotos: Archiv
Fotos: Archiv
Ralph Frenken

Von allen ungetröstet

Mittelalterliche Erlebnismystik: Die religiöse Reinszenierung von Kindheitstraumata

Waren viele Mystiker des Spätmittelalters schwer traumatisiert? Sind ihre Visionen als untaugliche Selbstheilungsversuche zu werten? Ralph Frenken, katholischer Theologe, Psychologe und Kindertherapeut in Frankfurt am Main, ist davon überzeugt.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 11 November 2012

Foto: dpa/Boris Roessler
Foto: dpa/Boris Roessler
Stephan Kosch

Gesund schrumpfen

Die kirchliche Initiative "anders wachsen" sucht Alternativen zum Wachstumszwang

Südeuropa steckt in der Rezession, und auch Deutschland wird sich dem Abwärtstrend auf Dauer nicht entziehen können. Aber ist es wirklich schlimm, wenn unser Bruttoinlandsprodukt um ein paar Prozentpunkte sinkt? Nein, sagen vier kirchliche Mitarbeiter, die die Initiative "anders wachsen" gegründet haben.

Foto: Wilfried Hopf/pixelio
Foto: Wilfried Hopf/pixelio
Andreas Mayert

Keine Silberkugel für Europa

Die Lösung der Schuldenkrise bedarf eines langen Atems und einer stärkeren Koordinierung

Wieder ein Ultimatum an Griechenland, wieder ein Krisentreffen, Sorge um Spanien und Italien - die Euro-Schuldenkrise bleibt weiterhin auf der Tagesordnung. Andreas Mayert, Volkswirt am Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD in Hannover, gibt einen Überblick über die Probleme und Lösungsansätze.

Gerd Altmann/pixelio
Gerd Altmann/pixelio
Kai Funkschmidt

Spirituelle Achterbahn

Den Weltuntergang proklamieren nicht nur Sekten wie die Zeugen Jehovas

Am 21. Dezember soll nach dem Mayakalender die Welt untergehen. Was es damit auf sich hat, beschreibt Kai Funkschmidt, Theologe und Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Und er zeigt, wie sich in der Esoterikszene apokalyptische Vorstellungen wandeln.

Dürreperioden werden als Vorboten der Klimakatastrophe gedeutet. Foto: dpa/Franco Banfi/WaterFrame
Dürreperioden werden als Vorboten der Klimakatastrophe gedeutet. Foto: dpa/Franco Banfi/WaterFrame
Michael Utsch

Zweifel und Ängste

Apokalyptische Ideologien ziehen auch im 21. Jahrhundert Menschen an

So sehr sich der religiöse Hintergrund der Gruppen unterscheidet, die den Untergang der Welt beschwören, so einig sind sie sich in zentralen Punkten, zeigt Michael Utsch, Psychologe und Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Und er erhellt die psychologischen Hintergründe.

Stephan Kosch

Irgendwann nichts

Der Schnitter als Lehrmeister

Es gehört zu Domians Qualitäten, dass er sich traut, die großen Fragen des Lebens und Sterbens so authentisch wie möglich zu beantworten und Stellung zu beziehen.

 

Franz Segbers

Grundsatzdebatte

Ethik hat Konjunktur

Johannes Fischer hat eine längst überfällige Grundsatzdebatte über die nur zu oft ungenannten Prämissen gerade auch der evangelischen Ethik angestoßen.

 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 10 Oktober 2012

Foto: dpa/Karl-Heinz Hick
Foto: dpa/Karl-Heinz Hick
Michael Roth

Gefährlicher Sprechakt

Was der Satz "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" bewirkt

Sehr viel Positives wird von seiner Amtszeit nicht in Erinnerung bleiben. Doch mit dem Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff auch seine politischen Gegner beeindruckt. Sein Nachfolger Joachim Gauck hat sich von dieser Aussage distanziert. War das richtig?

Foto: dpa/Martin Schutt
Foto: dpa/Martin Schutt
Katharina Lübke

Grünes Gold der Zukunft

Die Evangelische Kirche Deutschland sorgt sich um die Vergabepraxis von Biopatenten

Vielfalt ist gut. Das ist nicht nur in menschlichen Gemeinschaften so, sondern auch im Pflanzenreich, besonders in der Landwirtschaft. Doch die gegenwärtigen Patentregelungen bedrohen diese Artenvielfalt, warnen Nachhaltigkeitsexperten der EKD in einer aktuellen Studie.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Helmut Kremers

Auch ein ferner Spiegel

Die Kaiserkrönung Otto des Großen im Jahre 962 und die deutsche Geschichte

Mit Otto dem Großen begann (vielleicht) die deutsche Geschichte; mit seiner Kirchenpolitik die Auseinandersetzung mit dem Papsttum, womit er (wiederum vielleicht) ein politisches Samenkorn für die Reformation gelegt hat: Geschichte ist immer auch Interpretation.

 

Foto: dpa/Martin Ruetschi
Foto: dpa/Martin Ruetschi
Rainer Winkel

Der ich sein könnte

Gedanken zur Rehabilitierung einer humanen und vernünftigen Pädagogik

Lernen in der Turbo-Schule, Erziehung entlang von Selbstregulierung, Bildung zum Nulltarif - dies sind für Rainer Winkel, Professor em. an der Universität der Künste Berlin, verhängnisvolle Fehlentwicklungen. Anlass für ihn, an eine Pädagogik zu erinnern, die Lehrer als Lernanstifter betrachtet.

Foto: dpa/ Waltraud Grubitzsch
Foto: dpa/ Waltraud Grubitzsch
Christian Füller

Ohne Feuer, ohne Freunde

Die Universitätsreform war notwendig. Leider wird sie manchenorts geradezu sabotiert

Vor zehn Jahren begannen mit der Ratifizierung des Bologna-Beschlusses grundlegende Universitätsreformen: Aber weder die Differenzierung des Studiums noch die der Hochschullandschaft haben Freunde gefunden. Die Uni bleibt im Kern eine Baustelle, meint taz-Redakteur Christian Füller.

Klaus Schmidt

Exemplarisch

Deutsche Gesellschaftsgeschichte

Wo sein Großvater Jakob in seinem Denken stehen geblieben war, hat Günther van Norden die Geschichte konsequent zu Ende gedacht.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 9 September 2012

Foto: dpa/Warren K. Leffler
Foto: dpa/Warren K. Leffler
Martin Rothe

Bruder Außenseiter

Bayard Rustin war der unbekannte Held an Martin Luther Kings Seite

Als Martin Luther King 1963 in Washington seine berühmte Traum-Rede hielt, stand hinter ihm Bayard Rustin. Obwohl selbst ein brillanter Stratege der Bürgerrechtsbewegung und Mentor von King, musste er im Hintergrund bleiben. Denn seine Homosexualität galt als Skandal. Der Journalist Martin Rothe porträtiert den engagierten Pazifisten, der vor 25 Jahren starb.

Foto: epd/Rüdiger Niemz
Foto: epd/Rüdiger Niemz
Detlef Pollack

Säkularisierung auf dem Vormarsch

Das Schrumpfen der Kirchen geht mit dem Rückgang persönlicher Religiosität einher

Wie entwickeln sich Kirchenbindung und außerkirchliche Religiosität in West- und Ostdeutschland? Lässt sich das Schrumpfen der Kirchen auf Institutionenkritik und die Konkurrenz durch andere Formen von Religion zurückführen? Diesen Fragen geht, entsprechende Untersuchungen auswertend, der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack nach.

Foto: Ton Koene
Foto: Ton Koene
Thomas Krapf

Handelsware

Frauen sind in Afghanistan nach wie vor rechtlos und werden verfolgt

Laut Schätzungen werden drei von vier Frauen in Afghanistan zwangsverheiratet, jedes zweite Mädchen unter sechzehn fällt dieser Praxis zum Opfer. Über die dramatische Situation von Frauen berichtet Thomas Krapf, der bis vor kurzem als Rechtsexperte bei der EU-Polizeimission in Afghanistan Staatsanwälte schulte.

Foto: dpa
Foto: dpa
Christoph Markschies

Am Anfang Petrus?

Wie sich aus der kollektiven Leitung der Gemeinde von Rom das Papstamt entwickelte

Die verschlungene Geschichte des Papsttums im ersten Jahrtausend zeichnet Christoph Markschies nach, der an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Berliner Humboldtuniversität Ältere Kirchengeschichte lehrt. Zwischen Protestanten und Katholiken ist nicht der historische Befund umstritten, sondern dessen theologische Deutung.

Foto: akg-images
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Joachim Frank

Die Kurve gekriegt

Die Lehre des Ersten Vaticanum vom Primat des Papstes bestimmte auch das Zweite Vaticanum

Welche Impulse vom Zweiten Vatikanischen Konzil für die Ökumene ausgingen, schildert Joachim Frank. Der Kölner Journalist, der sein Theologiestudium an der Päpstlichen Gregoriana-Universität mit dem Lizentiat abschloss, skizziert auch, wie ein reformiertes Papstamt aussehen könnte.

Andreas Holzem

Globale Perspektive

Erhellende Papstgeschichte

Man liest dieses Buch deshalb mit großem Gewinn, weil es ihm weder um Legitimation noch Delegitimation geht, sondern um Verstehen, Erklärung und Einordnung.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 8 August 2012

Foto: epa/afp/Julien
Foto: epa/afp/Julien
Franz Walter

Zerrissene Ketten

CDU/CSU verlieren das katholische Milieu

Die Wahlen dieses Jahres haben den Trend bestätigt: Die früher so feste Bindung von Wählergruppen an ihre Parteien löst sich auf, das klassische Parteienspektrum ist in steter Bewegung. Was dies mit der schwindenden gesellschaftlichen Relevanz der Kirchen zu tun hat, erläutert der Göttinger Parteienforscher Franz Walter.

Foto: dpa/Sergio Pitamitz
Foto: dpa/Sergio Pitamitz
Klaus Reichert

Durch die Wüste

Von Traumwüsten und realen Landschaften unter der Sonne

Er könnte in der Wüste bleiben – warum nicht? – schauen, die Steine und Sterne  lesen und alles aufschreiben. In seinem Leben ist Klaus Reichert schon oft in die Wüste gereist. Der Übersetzer und Lyriker schildert die Faszination, die von der Wüste ausgeht.

Foto: dpa/Jochen Lübke
Foto: dpa/Jochen Lübke
Rainer Winkel / Friedrich Schweitzer

Die Sonderschulen abschaffen?

Ein Pro und Kontra zur Inklusion von Behinderten an der Regelschule

Nicht mehr die Integration Behinderter ist das erklärte Ziel, sondern die Inklusion. Für die pädagogische Praxis bedeutet dies das Ende der Sonder- und Förderschulen. Ist das der richtige Weg?

Angelika Hornig

Vielschichtig

Abrechnung mit Nahostpolitik

Es ist ein Hörspiel, das man zweimal anhören sollte, so vielschichtig sind Story und Botschaft.

Johannes Friedrich

Nichts verstanden

Friede in Israel und Palästina

Mark Bravermann hat ein Buch geschrieben, in dem die Palästinenser oft verklärt werden und Israel zu einem hässlichen Trugbild verzeichnet wird.

Barbara Schneider

Entlarvung

Geschichte der Romavölker

Der Literaturwissenschaftler Bogdal hat ein durch und durch politisches Buch geschrieben.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 7 Juli 2012

Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch
Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch
Hartmut Kreß

Eine Frage des Gewissens

Der vorgeburtliche Bluttest auf das Down-Syndrom ist weder Dammbruch noch Skandal

In diesen Tagen kommt ein neuer Test auf den Markt, der die Früherkennung von Trisomie 21, auch "Down-Syndrom" genannt, bei Feten erleichtert. Kritiker befürchten nun einen Dammbruch in der Erbgutanalyse bei Ungeborenen. Dem widerspricht Hartmut Kreß, Sozialethiker an der Universität Bonn.

Foto: akg-images/Russian Look
Foto: akg-images/Russian Look
Natascha Gillenberg

Würdig, glücklich zu sein

Zur Lebensberatung in die philosophische Praxis - ein dritter Weg

In einer Lebenskrise suchen Menschen Seelsorger auf oder Therapeuten. Manche wenden sich aber auch an einen Philosophen. Anfang der Achtzigerjahre gründete der Philosoph und Dozent Gerd Achenbach die erste philosophische Praxis, mittlerweile gibt es nach Auskunft der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis mehr als hundert in Deutschland. Christiane Pohl führt eine von ihnen. Die Journalistin Natascha Gillenberg hat sie besucht.

Foto: dpa/Frank Rumpenhorst
Foto: dpa/Frank Rumpenhorst
Christoph Fleischmann

Die Geschichte(n) des Geldes

Über Sinn und Grenzen der Historie für die Wirtschaft

Lädt derjenige, der Schulden macht, auch Schuld auf sich? Die Art undWeise, wie über Griechenland und seine Finanz- politik diskutiert wird, lässt zumindest den Schluss zu, dass exzessive Kreditaufnahme eine moralische Dimension hat, weil sie bedroht, was für ein funktionierendes Finanzsystem unabdingbar ist: Den Glauben an das Geld. Der Frage, wie religiöse Kategorien und Geld miteinander verwoben sind, widmen sich zwei aktuelle Bücher. Der Theologe und Autor Christoph Fleischmann hat sie gelesen.

Foto: Nina Waldorf
Foto: Nina Waldorf
Nina Waldorf

Das ist noch lange kein Friede

In Sri Lanka sind die tamilische Minderheit und die Menschenrechte bedroht

Drei Jahre nach Ende eines fast drei Jahrzehnte dauernden Bürgerkrieges versucht Sri Lanka zum Alltag zurückzukehren. Die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen im Zeichen der Versöhnung spielten dabei jedoch keine Rolle, kritisieren Kirchen und Bürgerrechtler ebenso wie die Vereinten Nationen. Nina Waldorf war dort.

Foto: dpa
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Wenn ich mich nicht täusche

Die Gesellschaft verändert sich. Die Wahrnehmungen davon liegen gar nicht weit auseinander

Statistik ist nur ein möglicher Zugang zu gesellschaftlichen Phänomen, die persönlichie Erfahrungen ein anderer. Sieben Personen berichten, wo sie eine Verrohung in der Gesellschaft sehen.

Foto: dpa
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Uwe H. Bittlingmayer

Eine verrohte Jugend?

Anmerkungen aus soziologischer Sicht zu einer zweifelhaften Diagnose

Wenn von einer Verrohung der Gesellschaft die Rede ist, gerät schnell die Jugend ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Lassen sich an ihr nicht alle negativen Symptome ablesen? Uwe H. Bittlingmayer, Professor für Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Breisgau, kommt zu anderen Ergebnissen.

Jürgen Wandel

Nur ausleihen!

Erste Biographie Hans Scholls

Ellermeiers Buch bietet viele Informationen, weist aber leider auch viele Mängel auf.

Bernd Pickert

Gefährlich

Die neue US-Rechte

Schweitzers Buch wird auch noch als unterhaltsames Nachschlagewerk taugen wird, wenn die Schlacht ums Weiße Haus 2012 längst geschlagen ist.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 6 Juni 2012

Foto: dpa/Marcus Brandt
Foto: dpa/Marcus Brandt
Stephan Eisel

Realitätsverweigerung

Die Piratenpartei und ihre Forderung nach Religionsfreiheit

Seit den jüngsten Wahlsonntagen ist die Piratenpartei in vier Landtagen vertreten und muss als politische Kraft auch auf Bundesebene ernst genommen werden. Stephan Eisel, Projektbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung für das Thema "Internet und Demokratie", analysiert die Forderung der Partei nach einer "Privatisierung" der Religion.

Foto: dpa/Olivier Hoslet
Foto: dpa/Olivier Hoslet
Stephan Kosch

Die Zähmung der Bestie

Wie das Europaparlament die Spekulanten unter Kontrolle bekommen will

Eigentlich sind sich alle einig: Weltfinanzkrisen sollen verhindert und Spekulationen auf Nahrungsmittel eingedämmt werden. Doch die Umsetzung solcher Ziele in konkrete Gesetze ist ein kompliziertes Unterfangen, wie die Abgeordneten des Europaparlaments derzeit erfahren. Trotz ungewohnter Einigkeit über Parteigrenzen hinweg setzen sie auch auf die Mithilfe der Zivilgesellschaft, um die Märkte zu bändigen.

Foto: Claudia Atts
Foto: Claudia Atts
Claudia Atts

Zwei Seiten der Medaille

Die Olympischen Spiele haben London bereits verändert - und nicht nur zu seinem Vorteil

In zwei Monaten beginnen die Olympischen Spiele in London. Die Stimmungslage der Bewohner ist nicht nur positiv. Alle befürchten das große Verkehrschaos. Und die Anwohner in den Ostteilen der Stadt leiden unter jahrelangen Baumaßnahmen und steigenden Mieten. Das bekamen auch die Kirchengemeinden der Stadt zu spüren, wie die Journalistin Claudia Atts bei einem Besuch in London feststellte.

Fotos: Karin Desmarowitz
Fotos: Karin Desmarowitz
Constanze Bandowski

Fußball gegen das Grauen

Zwei "verrückte" Schwestern haben hinter den Bergen von Ayacucho viel bewegt

Früher tobte in den peruanischen Anden der Bürgerkrieg, heute bauen sich die Menschen ein neues Leben auf. Gemeinschaftsarbeit und Frauenfußball heilen allmählich die psychischen Wunden.

Foto: akg-images
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Christoph Münchow

Eigenwillige Reformatorin

Elisabeth von Sachsen kämpfte mit Diplomatie und Lebenslust für die Sache der Evangelischen

Elisabeth von Sachsen ist eine der herausragenden fürstlichen Persönlichkeiten der Reformationszeit. Als Frau musste sie sich gegen mancherlei Widerstände behaupten - und die wuchsen noch, als sie vor 475 Jahren ihre eigene Reformation in Szene setzte. Christopf Münchow, Oberlandeskirchenrat i.R., erinnert an sie.

Tobias Braune-Krickau

Armut

Geschichte und Gegenwart

Ein Ausstellungskatalog, der sich aber eher wie ein umfassendes und gut lesbares Kompendium zur Geschichte der Armut liest.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2012

Foto: Robert Luchs
Foto: Robert Luchs
Robert Luchs

Tribunal am Wendepunkt

Ministerpräsident drängt auf vorzeitigen Abschluss der Ermittlungen

In Kambodscha kamen zwischen April 1975 und Januar 1979 rund zwei Millionen Menschen ums Leben. Die meisten wurden erschlagen, die anderen verhungerten oder fielen Krankheiten zum Opfer. Die Verbrechen der Roten Khmer werden von einem internationalen Völkermord-Tribunal aufgearbeitet, doch der Verlauf des Prozesses ist mit vielen Unwägbarkeiten versehen, wie der Journalist Robert Luchs feststellt.

Foto: epd/Matthias Knecht
Foto: epd/Matthias Knecht
Tillman Elliesen

Missionsfreie Jahreszeit

Es fehlt nicht an Hilfsprojekten in den Entwicklungsländern, sondern an ihrer Koordinierung

Zu viele Helfer, zu wenig Abstimmung untereinander - das ist seit Jahrzehnten eines der Grundprobleme der Entwicklungshilfe. Dabei sollte eigentlich spätestens seit 2005 die so genannte "Paris-Agenda" der Geberländer Abhilfe schaffen. Warum das bislang nicht gelungen ist und wie einzelne Länder des Südens dieses Problem mittlerweile selber lösen, erläutert Tillman Elliesen, Redakteur der Zeitschrift welt-sichten in Frankfurt am Main.

Foto: epd/Matthias Knecht
Foto: epd/Matthias Knecht
Michael Frein

Grün ist nicht genug

Was die Konferenz in Rio zur nachhaltigen Entwicklung bringen sollte

Vom 20. bis 22. Juni findet in Rio de Janeiro die "Rio+20"-Konferenz statt, offiziell die UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung. Bereits 1992 traf sich die Staatengemeinschaft in Brasilien am gleichen Ort und leistete bei der Verknüpfung von Umweltschutz und Armutsbekämpfung Pionierarbeit. Was nach 20 Jahren davon geblieben ist, erläutert Michael Frein, Referent für Welthandel und internationale Umweltpolitik beim Evangelischen Entwicklungsdienst.

Foto: epd/Thomas Lohnes
Foto: epd/Thomas Lohnes
Rupert Neudeck

Warum diese Hilfe enden muss

Und weshalb das zuständige Bundesministerium aufgelöst werden soll

Nur noch in Katastrophensituationen sollten Geld und Hilfsgüter aus dem Norden in den Süden fließen, meint Rupert Neudeck, Gründer des Hilfskommittees Cap Anamur und Vorsitzender des Friedenskorps "Grünhelme". Jede andere Form der Entwicklungshilfe müsse auslaufen - zum Wohle Afrikas.

Foto: Brot für die Welt/Jörg Böhling
Foto: Brot für die Welt/Jörg Böhling
Cornelia Füllkrug-Weitzel

Zu kleine Rolle

Die Marginalität entwicklungspolitischen Handelns ist das Problem

Entwicklungspolitische Maßnahmen werden ständig von anderen politischen Interessen konterkariert, meint Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von Brot für die Welt und der Diakonie-Katastrophenhilfe. Dennoch sind die Erwartungen an sie oft völlig unrealistisch.

Stephan Kosch

Landgrapscher

Der neue Kolonialismus

Über "Landgrabbing" wurde schon viel geschrieben. Doch ein Buch wie das von Stefano Liberti hat man bisher vergebens gesucht.

Natascha Gillenberg

Realitäts-Check

Neue Konzepte der Migration

Wer "Multikultur 2.0" liest, wird einen Einblick erhalten in die aktuellen wissenschaftlichen Ansätze der internationalen Forschung.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2012

Foto: Freese/drama-berlin.de
Foto: Freese/drama-berlin.de
Helmut Kremers

Ein zerbrochener Spiegel

Die Frage nach dem Sinn der Geschichte: Alles nur Gleichnisse

Die geschichtsphilosophische Frage nach einem Sinn der Geschichte hat heute, so scheint es, nur noch antiquarischen Wert. Doch ist sie damit wirklich tot und begraben? Helmut Kremers erinnert an einige Antwort-Altertümer - im Bewusstsein, dass jederzeit neue Antworten neue Utopien und Ungeheuer gebären können.

Foto: dpa/Roy Gilbert/Revierfoto
Foto: dpa/Roy Gilbert/Revierfoto
Andreas Gorzewski

Keine Verbindung?

Die DITIB-Landesverbände möchten als Religionsgemeinschaft anerkannt werden

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, kurz DITIB genannt, fasst unter ihrem Dach knapp 900 Ortsgemeinden bundesweit zusammen. Ihre Landesverbände möchten in Deutschland als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Aber wie weit geht ihre Abhängigkeit vom türkischen Staat? Andreas Gorzewski, evangelischer Theologe und Islamwissenschaftler, schildert die nicht immer übersichtliche Lage.

Foto: epd/Gerhard Bäuerle
Foto: epd/Gerhard Bäuerle
Cornelia Schlarb

Untergang der Kirche beschworen

Der Weg evangelischer Theologinnen ins Pfarramt war mühsam und langwierig

1907 promovierte erstmals eine Frau in evangelischer Theologie, 1991 führte die schaumburg-lippische Kirche als letzte Mitgliedskirche der EKD die Frauenordination ein. Cornelia Schlarb, die stellvertretende Vorsitzende des Theologinnenkonvents, beschreibt den Kampf der evangelischen Theologinnen in Deutschland um die Gleichberechtigung.

Thomas Groß

Geldvermehrer

Spiegel der Wirtschaft

Lässt sich aus literarischen Gestaltungen auch eine allgemeine Lehre ziehen, welche die aktuelle Finanz- und Eurokrise in anderem Licht erscheinen lässt?

Bettina Markmeyer

Ja, es geht

Holzschnitzelöfen und anderes

Geht es auch anders? Ja, es geht auch anders - und viele sind schon losgegangen, lautet die Botschaft dieses Buches.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2012

Foto: dpa
Foto: dpa
Bettina Markmeyer

Ausgefallen, gescheitert

Warum das angekündigte "Jahr der Pflege" 2011 nicht stattgefunden hat

Der schwarz-gelben Koalition gelingt es nicht, die Pflegeversicherung zu modernisieren. Steigende Beiträge und ein Trostpflaster für die Demenzkranken: Mehr ist nicht zu erwarten, so die Berliner Journalistin Bettina Markmeyer.

Foto: Patrick Pleul
Foto: Patrick Pleul
Henning Schluß

Politisch gewollt

In Brandenburg gefährdet die Landesregierung vorsätzlich die Existenz der Freien Schulen

Das Land Brandenburg ist dabei, die meisten Freien Schulen, also auch die konfessionellen, per Mittelkürzung zu drosseln. Henning Schluß, Professor für empirische Bildungsforschung und Bildungstheorie an der Universität Wien, fordert eine Debatte über die Bildungspolitik im Land. Er lebt in Brandenburg, wo seine Kinder eine staatliche Schule besuchen.

Foto: vision photos
Foto: vision photos
Ulrich Eibach

Keine moralische Pflicht

Bei jeder Organspende ist die Situation der Angehörigen zu berücksichtigen

Organspende als Akt der Nächstenliebe? Doch wie steht es mit denen, die unter Schock und Trauer eine Entscheidung treffen sollen? Ulrich Eibach, Professor em. für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Bonn und langjähriger Krankenhausseelsorger, plädiert dafür, den Angehörigen das letzte Wort zu überlassen 

Foto: dpa/David Ebener
Foto: dpa/David Ebener
Stephan Kosch

Gefällt's mir?

Erfahrungen eines Spätstarters bei Facebook: Wie man Freunde findet

20 Millionen Deutsche sind Mitglied bei Facebook. Was erleben sie dort, was die anderen gut 60 Millionen Bundesbürger nicht erleben? Stephan Kosch wollte es wissen und hat sich angemeldet.

Foto: dapd
Foto: dapd
Johannes Gernert

Plötzlich im Glashaus

Facebook sammelt unendlich viele Informationen. Doch was stellt es mit diesem Wissen an?

Das Gesicht identifiziert durch ein x-beliebiges Smartphone, die Vorlieben analysiert durch ein Schattenprofil, die Daten gesichert, vor allem vor dem Zugriff der Besitzer: Facebook macht es möglich. Dabei wollte Gründer Mark Zuckerberg doch nur einen netten Ort im Internet schaffen. Aber wer sich dahin begibt, lässt sich auf ein Regelwerk ein, das kaum noch zu überblicken ist, erläutert der Journalist Johannes Gernert.

Foto: dpa/Sipa
Foto: dpa/Sipa
Linus Neumann

Für Umstürze ungeeignet

Der Mythos der Facebook-Revolution ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich

Revolution via Internet: Der arabische Frühling hat scheinbar gezeigt, welche politische Kraft die sozialen Netzwerke entfalten können. Doch was ist dran am Mythos der Facebook-Revolution? Nicht viel, meint Linus Neumann, einer der Autoren der mehrfach ausgezeichneten Plattform www.netzpolitik.org.

Stephan Kosch

Angesteckt

Über soziale Netze

Wir sind vernetzt, und zwar mit vielen tausend Menschen, auch ganz ohne Internet und Telefon. Dieses Buch erklärt, wie das funktioniert.

Beate Willms

Einbettung

Für feste Ordnungssysteme

Rodriks Buch ist gut geschrieben und liefert viel Stoff für differenzierte Debatten.

Friedrich Schweitzer

Zusatzgewinn

Hilfe für Patchworkfamilien

Schon wieder ein Ratgeber von Jesper Juul. Aber noch immer kein schlechter.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2012

Foto: Diakonisches Werk der EKD
Foto: Diakonisches Werk der EKD
Uwe Kaminsky

"Judasnaturen und verwahrloste Labile"

Warum es in evangelischen Kinderheimen der Fünfzigerjahre zu Übergriffen kam

Hundertausende Kinder lebten in den Fünfziger- und Sechzigerjahren in kirchlichen Kinderheimen. Viele von ihnen litten unter Missbrauch und Gewalt. Gab es spezifische evangelische Erziehungsmuster, die das begünstigten?

Foto: dpa
Foto: dpa
Heribert Prantl

Und führe uns nicht in Versuchung

Warum sich die CDU auf ihre sozialen Wurzeln besinnt - und was daraus folgen sollte

Wenn die CDU heute wieder eine sozialere Partei ist als in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts, dann ist das auch der Unverdrossenheit von Leuten wie Heiner Geißler und Norbert Blüm zu verdanken.

Foto: Brot für die Welt
Foto: Brot für die Welt
Carolin Callenius

Kampf um den Acker

"Land Grabbing" hat viele Gesichter. Aber kann es auch Gutes bewirken?

In Sierra Leone soll auf 10 000 Hektar Zuckerrohr angebaut werden. Der Ackerboden steht dann nicht mehr der lokalen Bevölkerung zur Verfügung, sondern einem Konzern, der dort Agrarsprit für den europäischen Markt herstellen wird.

Foto: Hedwig Gafga
Foto: Hedwig Gafga
Hedwig Gafga

Auf der Leuchtspur des Morgensterns

Dorothea Buck kämpft für die Anerkennung der Euthanasie-Opfer und Zwangssterilisierten

Seit Jahrzehnten setzt sich die Bildhauerin Dorothea Buck für die Anerkennung der Zwangssterilisierten und Euthanasie-Opfer ein - auch innerhalb der Kirche.

Friedrich Seven

Konjunktur

Zur Geschichte der Kreuzzüge

Das Buch ist mehr als spannende Lektüre. Es zeigt, wie der Niedergang der Kreuzzüge mit einem neuenreligiösen Denken einher ging.

Daniela Maria Ziegler

Eine Leerstelle

Plötzlicher Kontaktabbruch

Tina Soliman hat Verlassene interviewt und die, die gegangen sind. Daraus hat sie ein Film und ein Buch gemacht...

Ausgabe 1 Januar 2012

Ministerpräsident Lucas Papademos legt seinen Amtseid vor dem Erzbischof von Athen ab. Foto: dpa/Sophia Petrova
Ministerpräsident Lucas Papademos legt seinen Amtseid vor dem Erzbischof von Athen ab. Foto: dpa/Sophia Petrova
Jannis Papadimitriou

Reich, mächtig, karitativ

Die orthodoxe Kirche spielt in Griechenland eine zwiespältige Rolle

Wie agiert die vom Staat privilegierte griechisch-orthodoxe Kirche in der Wirtschaftskrise? Dieser Frage geht der Athener Korrespondent der Deutschen Welle Jannis Papadimitriou nach.

Biblisches Symbol: Demonstranten tragen ein goldenes Kalb durch Frankfurts Bankenviertel. Foto: epd/Stefan Trappe
Biblisches Symbol: Demonstranten tragen ein goldenes Kalb durch Frankfurts Bankenviertel. Foto: epd/Stefan Trappe
Franz Segbers

Königin ohne Land

Gegenüber der Occupy-Bewegung verhält sich die evangelische Kirche wie eine Zuschauerin

Der Protestantismus bleibe in der Finanzkrise schweigsam, kritisiert Franz Segbers, der an der Universität Marburg Sozialethik lehrt. In seinem Beitrag analysiert er Gründe und skizziert, wie sich das, was die EKD in Denkschriften zu sozialen Fragen geäußert hat, umsetzen lässt.

Konrad Ege

Andersartig und fremd

Wie die Kirchen in den USA auf die Occupy-Bewegung reagieren

Nur wenige Geistliche und Kirchengemeinden engagieren sich im Protest gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Warum das so ist, skizziert der deutsche US-Korrespondent Konrad Ege.

Markus Schinko mit Sterntaler-Scheinen im Geschäft seines Vaters in Bad Reichenhall. Foto: dpa/Heiko Berner
Markus Schinko mit Sterntaler-Scheinen im Geschäft seines Vaters in Bad Reichenhall. Foto: dpa/Heiko Berner
Annette Jensen

Wie Schrumpfgeld wächst

Regionalwährungen können Wunder wirken, gerade auch in Krisenzeiten

Parallelwährungen liegen im Trend. Sowohl im krisengeschüttelten Griechenland als auch im Berchtesgadener Land stützen regionale Währungen die lokale Wirtschaft. Die Journalistin Annette Jensen beschreibt, warum Sterntaler, Chiemgauer und Ovolus mehr sind als folkloristische Zahlungsmittel.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Christoph Fleischmann

Schöpfung aus dem Nichts

Geld kommt als Kredit zur Welt und benötigt den Glauben an die Zukunft

Neues Geld entsteht nicht nur in den Druckmaschinen, die Banknoten herstellen, also unter der Regie des Staates, sondern vor allem in den privaten Geschäftsbanken. Wie das geschieht, wie es dazu gekommen ist und welche Risiken das birgt, beschreibt der Theologe und Journalist Christoph Fleischmann.

Christoph Fleischmann

Geld im Mittelalter

Wirklich alles ganz anders?

In seinem neuen Buch fragt Le Goff nicht nach Bild und Selbstbild der Kaufleute, sondern schaut auf die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Doch dabei enttäuscht er leider.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 12 Dezember 2011

Stephan Kosch

Hunger der Spekulanten

Wie an Warenterminbörsen mit Lebensmitteln gezockt wird

Die Preise für Nahrungsmittel sind in den vergangenen Monaten auf ein Rekordniveau gestiegen. Das hat vor allem für die ärmsten Länder dramatische Konsequenzen. Experten schätzen, dass die hohen Preise mehr als 40 Millionen Menschen zusätzlich in den Hunger getrieben haben.

Foto: epd/Annette Zoepf
Foto: epd/Annette Zoepf
Peter Dabrock

Tot oder lebendig

Vertrauen hinsichtlich der Organentnahme gewinnt man nur durch eine offene Debatte über das Hirntodkriterium

Die Wissenschaft hat immer stärkere Zweifel daran, dass der Hirntote wirklich tot ist. Doch müssen wir den Hirntod als Kriterium für die Zulässigkeit von Organentnahmen aufgeben, wenn wir wissen, dass es sich um einen unumkehrbar Sterbenden handelt?

Foto: dpa/chromorange/Peter Widmann
Foto: dpa/chromorange/Peter Widmann
Hartmut Kreß

Von mutig bis vage

EKD und Gesundheitspolitik: Der neuen Denkschrift fehlt die Tiefenschärfe

In Teilen ist sie mutig, dann auch wieder unpräzise und vage: Der Bonner Sozialethiker Hartmut Kreß beschreibt, was ihm an der neuen EKD-Denkschrift zur Gesundheitspolitik aufgefallen ist.

Foto: akg-images
Foto: akg-images
Friedrich Rost

Ars donandi

Von der Kunst des Schenkens - mit Gaben wurde Politik gemacht

Obwohl Martin Luther gegen die Verdienstlichkeit der guten Werke anging und 1520 die Abschaffung sämtlicher Feste vorschlug, schafften auch die Protestanten den Brauch der Weihnachtsgeschenke nicht ab. Der Erziehungswissenschaftler Friedrich Rost erläutert warum.

Foto: Claudia Rindt
Foto: Claudia Rindt
Claudia Rindt

Die Nachtwanderer

Am Bodensee schlichten Freiwillige Konflikte

Die Anwohner mögen es gar nicht, wenn Jugendliche ihre Nachtruhe stören, die aber nicht, wenn man sie vertreiben will. Eine Bürgergruppe in Konstanz, die sich "Nachtwanderer" nennt, bemüht sich um friedlichen Ausgleich.

Wolfgang Brinkel

Lehren aus der Krise

Vom Unterschied zwischen Leistung und Erfolg

In seinem neuesten Buch greift Erhard Eppler in die aktuelle, durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöste Debatte ein.

Thomas Groß

Riskantes Dasein

Lieber nicht auf Ratgeber verlassen

Ein Buch über zeittypische Phänomene - von "A" wie "Alkohol" bis "Z" wie "Zeitmanagement".

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 11 November 2011

Foto: dpa/Holger Hollemann
Foto: dpa/Holger Hollemann
Johannes Fischer

Erklären, widersprechen oder schweigen?

Wie die Organspende geregelt werden muss, damit die Menschenwürde gewahrt bleibt

In Deutschland werden viel weniger Organe gespendet als in anderen Ländern. Zur Zeit werden eine Reihe von Vorschlägen diskutiert, wie das geändert werden kann. Mit ihnen setzt sich Johannes Fischer auseinander, der an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich Ethik lehrt.

Foto: ddp/Mario Vedder
Foto: ddp/Mario Vedder
Sven Giegold

Auf der Zielgeraden

Die Chancen zur Einführung der Finanztransaktionssteuer in Europa sind gestiegen

 

Wer an den Finanzmärkten Aktien und andere Wertpapiere hin- und her schaufelt, soll bei jedem Deal dafür Steuern zahlen. Das ist die Idee der Finanztransaktionssteuer, die lange unter dem Namen Tobin-Tax ein Projekt der Globalisierungskritiker war. Jetzt soll sie in der EU eingeführt werden. Doch die entscheidende Hürde muss noch genommen werden, weiß Sven Giegold, der für die Fraktion der Grünen im Europaparlament sitzt.

Foto: ddp/CHROMORANGE/Peter Widmann
Foto: ddp/CHROMORANGE/Peter Widmann
Eva Richter

Den kranken Nachbarn auch

EKD legt neue Denkschrift zur Gesundheitspolitik vor

 

Privatisierung und Eigenverantwortung: Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Aus diesem Grund hat die EKD nun eine Denkschrift zur Gesundheitspolitik verfasst. Die Journalistin Eva Richter stellt sie vor, und der Theologieprofessor Hartmut Kress wird sie in der Dezemberausgabe einordnen.

Foto: Michael Grau
Foto: Michael Grau
Michael Grau

Landbesitzer wie Abraham

Für die Qom-Indianer im Gran Chaco ist die Bibel auch ein politisches Buch

Die weißen Argentinier sind über wiegend katholisch, viele der Qom-Indianer dagegen evangelisch. Wie sich das auf ihr Leben auswirkt, hat der Hannoveraner Journalist Michael Grau beobachtet.

Foto: dpa/Hans Joachim Rech
Foto: dpa/Hans Joachim Rech
Jürgen Wandel

Pietät, Friede, Kultur

Der Friedhofszwang schützt nachhaltig Tote und Lebende

Der Friedhofszwang, die Vorschrift, dass Tote auf Friedhöfen beigesetzt werden müssen, ist umstritten. Doch es gibt gute Gründe für seine Beibehaltung.

Foto: epd/Petra Steuer/JOKER
Foto: epd/Petra Steuer/JOKER
Hans-Peter Wetzel

Mehr Selbstbestimmungsrecht

Warum der Friedhofszwang aufgehoben werden sollte 

Für eine gesetzliche Aufhebung des Friedhofszwangs plädiert Hans-Peter Wetzel, Rechtsanwalt in Überlingen und Mitglied der FDP.

Annemarie Heibrock

Deutsche Seele

Eine Aufklärungsschrift

Aufklärung, Wissenschaft, Vernunft und Herz statt Kollektivverdammung.

Helmut Kremers

Wie war das noch?

Vieles ist einfach nicht wahr

Bernd Ingmar Gutberlet erläutert penibel die Fakten der Weltgeschichte

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 10 Oktober 2011

Foto: dpa/Fredrik von Erichsen
Foto: dpa/Fredrik von Erichsen
Stephan Kosch

David gegen die Banken

Finance Watch will ein Gegengewicht zur Finanz-Lobby schaffen.

 

Vor gut einem Jahr sendeten 22 Abgeordnete des Europaparlamentes einen über die Parteigrenzen hinausgehenden Hilferuf an die Zivilgesellschaft. Die Finanzlobby sei zu mächtig, hieß es, Der Appell zeigte Wirkung und führte zur Gründung von "Finance Watch".

Konrag Ege

Mär von der Vielweiberei

Zwei Mormonen wollen US-Präsident werden

Die Mormonen in den USA polieren ihr Image auf. Ob sie damit Erfolg haben und Vorbehalte bei den Evangelikalen ab­bauen können, dürfte sich auch bei den Vorwahlen der Republikaner zeigen.

Foto: akg-Images
Foto: akg-Images
Rainer Lachmann

Der Pop-Aufklärer

Vor 200 Jahren starb der Religionspädagoge Christian Gotthilf Salzmann

Christian Gotthilf Salzmann ist nur bei Fachleuten unvergessen - dabei war er einer der energischsten und wirk­mächtigsten Aufklärer, einer, der sowohl mit der Feder als auch als Praktiker ­unermüdlich sein fernes Ziel im Auge behielt: den "Himmel auf Erden" zu schaffen.

Foto: Martin Glauert
Foto: Martin Glauert
Martin Glauert

Die Mission des Hutmachers

Gefoltert, ertränkt, verbrannt: Die Hutterer in Tirol

Die Hutterer fanden in der Reformations­­zeit in Tirol weit mehr Anhänger als die Lehren Martin Luthers. Selbst streng pazifistisch, wurden sie von der Obrigkeit gnadenlos verfolgt und mit dem Tode bedroht.

Götz Planer-Friedrich

Denkfigur

Über eine globale Ethik

Michael Haspel sucht nach dem "Referenzrahmen für eine Theorie, die nach der Bedeutung normativer Muster für individuelles Handeln und gesellschaftliche Prozesse fragt."

Dirk Klose

Kulturelle Vielfalt

Warnung an den Westen

Der Sozialwissenschaftler Tzvetan Todorov mahnt in seiner eindringlichen Analyse vor Überreaktionen im Kampf gegen den Terror.

Matthias Hoof

Pfarrers Kinder

Porträt einer schillernden Persönlichkeit

"Jung für Einsteiger". So könnte man den Gebrauchswert dieses Buches über den Arzt und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung zusammenfassen.

Helmut Kremers

Klares Bild

Eine neue Nietzsche-Biographie

Ein hilfreiches Buch für diejenigen, die noch nicht all zu viel über Nietzsche gelesen haben.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 9 September 2011

Foto: dpa/Diane Bondareff
Foto: dpa/Diane Bondareff
Konrad Ege

Hoffnung auf die Jüngeren

Christen und Muslime in den USA: Diaolg - und viel Hetze gegen den Islam

Ein Jahrzehnt nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 haben Muslime in den USA ein schlechteres Image als unmittelbar danach. Die christliche Mehrheit hat ihren Anteil daran.

Foto: Bettina von Clausewitz
Foto: Bettina von Clausewitz
Bettina von Clausewitz

Zeit der Umkehr

Warum viele Palästinenser auf die Anerkennung eines unabhängigen Staates hoffen

Bei der UN-Vollversammlung in diesem Monat will die Palästinenserführung die Anerkennung eines eigenen Staates beantragen. Die Journalistin Bettina von Clausewitz war im Westjordanland unterwegs.

Foto: dpa/UN
Foto: dpa/UN
Jürgen Werbick

"Ich bin das Gefäß, Gott der Dürstende"

Vor fünfzig Jahren wurde der schwedische UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld ermordet

UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld (1905-1961) war ein religiöser Mensch. Als intellektuell brillant und demütig charakterisiert ihn Jürgen Werbick, katholischer Fundamentaltheologe in Münster.

Foto: Rolf Zöllner
Foto: Rolf Zöllner
Hedwig Gafga

Glücksgefühle in der Kirche

Was junge Israelis erleben, wenn sie als Freiwillige nach Deutschland kommen

Elf Israelis sind zur Zeit in Deutschland in verschiedenen Projekten ehrenamtlich tätig. Die Hamburger Journalistin Hedwig Gafga hat drei von ihnen getroffen.

Foto: dpa
Foto: dpa
Klaus Hänsch

Unbekanntes Gelände

Die Europäische Union ist die einzige transnationale Demokratie der Welt

Viele Deutsche träumen immer noch von einem "Kuscheleuropa", beobachtet Klaus Hänsch, Altpräsident des EU-Parlamentes. Er begründet, warum die EU notwendig ist und fordert eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone.

Foto: dpa
Foto: dpa
Manuel Sarrazin

Chance nicht verspielen

Die EU muss Wort halten und einen Beitritt der Türkei ermöglichen

Für den europapolitischen Sprecher der Grünen, Manuel Sarrazin, ist schon der Beitrittsprozess eine Erfolgsgeschichte.

Foto: dpa
Foto: dpa
Jürgen Wandel

Klein aber fein

Istanbul passt in die EU, aber nicht die Türkei

Die Größe und Mentalität des Landes sprechen gegen einen EU-Beitritt der Türkei.

Foto: dpa/Mauritz Antin
Foto: dpa/Mauritz Antin
Ulrike Herrmann

Gemeinsam prosperieren

Ein Ende der europäischen Währungsunion wäre für Deutschland desaströs

Es gibt kein Zurück, wir sind dem Euro auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, meint Ulrike Herrmann, wirtschaftspolitische Korrespondentin der taz.

Foto: dpa/Mauritz Antin
Foto: dpa/Mauritz Antin
Werner Plumpe

Liebe macht blind

Die Eurorettung gefährdet die europäische Integration

An Währungsunionen sollte man nur so lange festhalten wie sie funktionieren, meint der Frankfurter Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe.

Manfred Gärtner

Erinnern als Kitt

Ein wichtiger Beitrag

Ein notwendiges, faktenreiches, sorgfältig recherchiertes Erinnerungsbuch an die von Völkermord, Vertreibungen und anderen Verbrechen geprägte Geschichte Europas im 20. Jahrhundert.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 8 August 2011

Foto: Rolf Zöllner
Foto: Rolf Zöllner
Helmut Kremers

Eine Reise in die SU

Von der DDR aus gab es einen illegalen Tourismus in die Sowjetunion

Rolf Zöllner ist in der DDR aufgewachsen und lebte in ihr bis zur Wende. Wie viele suchte er kleine Freiheiten - und manchmal fielen die gar nicht so klein und sogar ein wenig abenteuerlich aus. 1983 beschloss er, als Individualtourist in die Sowjetunion zu reisen.

Monika Spicker-Beck

Als der Bischof die Schlangen vertrieb

Wie Pirmin von der Insel Reichenau aus die Alemannen missionierte

Seit 2000 ist die Reichenau Weltkulturerbe der UNESCO. Von hier aus christianisierte der Heilige Pirmin die Alemannen. Warum er sich dazu eine Insel aussuchte, erläutert die Historikerin und ehemalige Reichenauerin Monika Spicker-Beck.

Johannes Fischer

Instruktiv

PID: Keine Letztbegründungen

Daniela Reitz hat ein kluges Buch zur Debatte um die Diagnostik bei Embryonen aus der Petri-Schale geschrieben.

Kathrin Jütte

Heimatlos

Dokumentarische Poesie

Ein Hörbuch erinnert an den Dichter und Dissidenten Jürgen Fuchs.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 7 Juli 2011

Foto: dpa/Patrick Pleul
Foto: dpa/Patrick Pleul
Patrick Roger Schnabel

Im Herzen Europäer

Was mir als EKD-Mann in Brüssel wichtig geworden ist

Vier Jahre lang war der Theologe und Jurist Patrick Roger Schnabel stellvertretender Leiter des EKD-Büros in Brüssel. In dieser Zeit hat sich sein Blick auf die Europäische Union genauso geändert wie der auf die deutsche Europapolitik und die Einstellung der Deutschen zur EU.

Norbert Friedrich

Engel oder Drache?

Vor zweihundert Jahren wurde Caroline Fliedner geboren.

Sie leitete im 19. Jahrhundert gemeinsam mit ihrem Mann die Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf. Der Leiter der Fliedner-Kulturstiftung Kaiserswerth, Norbert Friedrich stellt eine Frau vor, die zu ihrer Zeit den Spagat zwischen Familie und Beruf gemeistert hat.

Foto: Antje Krüger
Foto: Antje Krüger
Antje Krüger

Immer am Feuer

Westliche und traditionelle Medizin in einem südchilenischen Krankenhaus

"Wir haben unsere Kultur verloren, unser Gleichgewicht", klagt Francisco Chureo, Gründer und Leiter einer Indigenen-Vereinigung. Durch sie hat sich einiges geändert: Im Makewe-Krankenhaus im Süden Chiles ergänzen Mapuche-Indianer die Schulmedizin mit ihrer traditionellen Heilkunst.

Foto: ddp/Yaron Kaminsky
Foto: ddp/Yaron Kaminsky
Susanne Knaul

Chance für den Frieden?

Der arabische Frühling wird in Israel mit gemischten Gefühlen wahrgenommen

Der Aufbruch in den arabischen Ländern wird in Israel mit Verständnis, aber auch mit Misstrauen beobachtet: Wird sich in den Nachbarländern wirklich Freiheit und Demokratie durchsetzen? Werden sich die Chancen für Israel für einen Frieden ohne einschneidende Zugeständnisse zu erhöhen? Susanne Knaul, freie Nahostkorrespondentin, erläutert die komplizierte Lage.

Stephan Kosch

Heiliges Land

Mosaik zu Israels Geschichte

Nicht neu auf dem Markt, aber noch immer aktuell: Ein Hörbuch zur Geschichte Israels lädt zu einem raschen, aber niemals hektischer Gang durch die Jahrtausende ein.

Foto: dpa/Ton Koene
Foto: dpa/Ton Koene
Jörg Bremer

Achtzehn Jahre in Jerusalem

Als evangelischer Langzeit-Pilger in einer faszinierenden Stadt

Jörg Bremer lebte fast zwei Jahrzehnte mit seiner Familie als Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Jerusalem - eine lange und ereignisreiche Strecke seines Lebensweges. Nun erinnert er sich, an kirchenpolitische Querelen ebenso wie an spirituelle Erfahrungen.

Stephan Kosch

Unheiliges Land

Meinungsstarker Blick auf Nahost

Rupert Neudeck ist ein streitbarer Mann. Die engagierte Argumentation aus einer klaren Parteinahme heraus macht sein Israel-Buch lesenswert. Dieser Ansatz ist aber zugleich auch die größte Schwäche. 

Hedwig Gafga

Verblüffende Wege

Heilkundige Frauen

Ein üppig bebildertes Buch über Unglaubliches und Denkwürdiges aus dem Leben heilkundiger Frauen vom Mittelalter bis in die heutige Zeit.

Ausgabe 6 Juni 2011

Foto: dpa/Henning Kaiser
Foto: dpa/Henning Kaiser
Reinhard Lassek

Durchgekämpft und gewonnen

Frauenfußball wurde lange belächelt. Jetzt winkt den DFB-Kickerinnerinnen ihr größter Triumph.

Vom 26. Juni bis 17. Juli spielen die sechzehn besten Frauenmannschaften der Welt in Deutschland um die Fußball­welt­­meisterschaft. Im Gegensatz zur Männer-WM der deutschen Fußballer 2006 ­gelten die Fußballerinnen in diesem Jahr als Favorit. 

Foto: dpa/Arno Burgi
Foto: dpa/Arno Burgi
Bettina Markmeyer

Angehörige als Dienstleister

Die Pflegeversicherung wird teurer, ihre Leistungen wohl kaum besser

2011 ist für die Bundesregierung das "Jahr der Pflege", in dem die Reform der Pflegeversicherung auf den Weg gebracht werden soll. Dabei liegen die Konzepte schon seit Jahren auf dem Tisch.

Foto: dpa
Foto: dpa
Gerhard Arnold

Gespür für lange Verhandlungen

Der Libyenkonflikt und die Unschärfen des kirchlichen Umgangs mit ihm

Die evangelische Kirche sollte klar sagen, dass und warum das westliche Eingreifen in Libyen falsch war, meint Gerhard Arnold aus Würzburg. Er beobachtet als freier Publizist seit Jahrzehnten die Krisengebiete dieser Erde.

Foto: dpa/epd/Thomas Lohnes
Foto: dpa/epd/Thomas Lohnes
Johannes Fischer

Christliches Menschenbild als Götze

Warum ein Theologieprofessor ablehnt, was der Rat der EKD zur Präimplantationsdiagnostik sagt

Die Stellungnahme des Rates der EKD zur PID lasse weder etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes erkennen, noch ein Verständnis für die betroffenen Eltern, kritisiert der evangelische Theologe Johannes Fischer. Der Deutsche lehrt Ethik an der Theologischen Fakultät Zürich.

Foto: dpa/epd/Thomas Lohnes
Foto: dpa/epd/Thomas Lohnes
Katrin Göring-Eckardt

Das überschreitet eine Grenze

Darf der Mensch entscheiden, welches Leben gut und wünschenswert ist?

Wir stehen vor der Entscheidung, Präimplantationsdiagnostik (PID) zuzulassen oder nicht - nur ein bisschen zulassen gehe nicht, meint Katrin Göring-Eckardt, Bundestagsvizepräsidentin, Präses der EKD-Synode und Mitherausgeberin von zeitzeichen.

Stephan Kosch

Großer Bogen

Die Weltgeschichte auf sechs CDs

Dieses Hörbuch ist ein mächtiger Brocken: 471 Minuten auf sechs CDs. Schließlich geht es um die Geschichte der Welt.

Reinhard Hempelmann

Fromm und sozial

Die neuen US-Evangelikalen

Die amerikanische Soziologin und Journalistin Marcia Pally zeichnet mit dieser Publikation ein Bild der nordamerikanischen evangelikalen Bewegung, das europäische Diskurse korrigieren und gestalten könnte.

Jörg Brause

Selbstlosigkeit

Warum Altruismus wichtig ist

Ein Kampf aller gegen alle, die Evolution war schon immer ein grausames Spiel. Mit dieser Ansicht räumt Stefan Klein in seinem neuen Buch gründlich auf und behauptet "selbstlos siegt".

Renate Wilke-Launer

Zeugnisse

Ein außergewöhnliches Leben

Nelson Mandela war der berühmteste Gefangene der Welt. Sein Lebensweg ist eng verknüpft mit der Geschichte Südafrikas und wurde oft erzählt. Nun ist ein neues Buch erschienen.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 5 Mai 2011

Foto: dpa/Ralf Hirschberger
Foto: dpa/Ralf Hirschberger
Renate Wilke-Launer

Die Vuvuzelas sind verstummt

Südafrika vor den Wahlen

In Südafrika stehen am 18. Mai Kommunalwahlen an: Die Arbeitslosenzahlen sind hoch, das Bildungssystem steckt in einer Krise, die Unzufriedenheit steigt. Und das, obwohl die Regierung sich Anfang des Jahres vorgenommen hat, mit einem neuen Wachstumsplan bis zum Jahr 2020 fünf Millionen neue Jobs zu schaffen.

Foto: dpa/Stephen Morrison
Foto: dpa/Stephen Morrison
Martin Repp

Wenn die Welt zur Hölle fährt

Wie Japaner auf Katastrophen reagieren und welche Rolle dabei die Religionen spielen

Viele Beobachter wundert, wie gefasst die Japaner auf das Erdbeben reagieren. Welche Rolle die Religionen bei der Bewältigung von Katastrophen spielen, schildert der Darmstädter Theologe Martin Repp, der elf Jahre in Japan gelebt hat. 

Foto: DASA/Harald Hoffmann
Foto: DASA/Harald Hoffmann
Stephan Kosch

Die Zeit wird knapp

Massenarbeitslosigkeit wird verschwinden. Doch das schafft neue Probleme

Gut qualifizierte Arbeitnehmer der Zukunft müssen sich offenbar keine Sorgen machen. Sie werden unter einer Vielzahl von freien Stellen auswählen können, die Löhne dürften steigen. Allerdings auch der Druck. Und am unteren Ende des Arbeitsmarktes werden die McJobber um ein ausreichendes Einkommen kämpfen müssen.

Foto: ddp/Jens Schlueter
Foto: ddp/Jens Schlueter
Beatrice Blank

Job mit Jo-Jo-Effekt

Leiharbeiter sind die Tagelöhner der Moderne. Sie leben in permanenter Unsicherheit

Leiharbeiter werden den Arbeitsmarkt der Zukunft mitprägen: Schon jetzt boomt die Branche, doch die Betroffenen spüren davon wenig. Für gleiche Arbeit bekommen sie häufig nur den halben Lohn. 

Foto: epd/Stefan Arend
Foto: epd/Stefan Arend
Beate Willms

Stolperfallen auf dem Dritten Weg

Leiharbeiter in der Altenpflege, Prozesse um das Streikrecht - die Kirche als Arbeitgeber

Die Kirchen in Deutschland beschäftigen nach dem Staat die meisten Menschen. Und diese arbeiten zu besonderen Bedingungen - ohne Streikrecht und mit nur begrenzter Mitbestimmung. Warum eigentlich?

Foto: epd/Steffen Schellhorn
Foto: epd/Steffen Schellhorn
Torsten Meireis

Drei Irrtümer über die Arbeit

"Arbeit macht das Leben süß ... der nur hat Bekümmerniß, der die Arbeit haßt"

Inbegriff protestantischer Arbeitsethik ist das möglichst freudlose Schaffen von früh bis spät: Nur einer von drei Irrtümern, die die Vorstellung von Arbeit bestimmen.

Günter Krusche

Solidarisch

Überzeugende Reformen

Konrad Stopps Überlegungen zur Zukunft des Sozialstaats können Christen ermutigen.

Jörg Herrmann

Werte-Inventur

Über letzte Relevanzen

Die Journalisten Giovanni Di Lorenzo und Axel Hacke fragen sich, an welche Werte sie eigentlich glauben.

Thomas Groß

Neue Unsicherheiten

Über die Krise der Arbeit

Der französische Soziologe Robert Castel sieht den sozialpolitischen Konsens in Westeuropa zunehmend in Frage gestellt.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 4 April 2011

Foto: Margarethe Steinhausen
Foto: Margarethe Steinhausen
Margarethe Steinhausen

"Wir mussten einfach weg"

Eine Zeitzeugin der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl blickt zurück

Der GAU im japanischen AKW Fukushima erinnert an Tschernobyl. Vor genau 25 Jahren explodierte dort einer der Reaktoren des Atomkraft­werks. Über 300 000 Einwohner mussten ihre Heimat verlassen. Eine davon ist ­Walentina Satschock. Die Jour­na­listin Margarethe Steinhausen ist ihr begegnet.

Internet
Stephan Kosch

Gedenken an Tschernobyl

Der Blick ins Netz

Weiterführende Informationen und Angebote zu Tschernobyl im Internet 

Foto: dpa/Rainer Hackenberg
Foto: dpa/Rainer Hackenberg
Julia Gerlach

Neue Kirche zu Ostern

Die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sind Ägytens wunder Punkt

Vor einiger Zeit gab es in einem Dorf südlich von Kairo blutige Auseinander­setzungen zwischen Muslimen und ­Kopten. Julia Gerlach, die für verschie­dene Medien aus Ägypten berichtet, schildert die Hintergründe des Konfliktes und skizziert Perspektiven.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 3 März 2011

Foto: epd/Joker/Martin Feje
Foto: epd/Joker/Martin Feje
Stephan Kosch

Offizielles Schweigen

Ungarns Mediengesetz und die Kirchen

Im Januar trat das neue ungarische ­Mediengesetz in Kraft, das die Befug­nisse der Medienbehörde deutlich ­erweitert und die Inhalte aller Medien stärker kontrolliert. Viele namhafte ­Kritiker befürchten das Ende der Pressefreiheit und sehen das Gesetz als weiteren Beleg für einen autoritären Kurs der Regierung Orbán. Nicht so die Kirchen in Ungarn, die von der Politik der konservativen Fidesz-Partei profitieren.

(Foto: Hans-Jürgen Krackher)
(Foto: Hans-Jürgen Krackher)
Eva Völpel

Kollektiv verdrängt

Armut in Ostdeutschland - es trifft vor allem Kinder und Jugendliche

Deutschland ist sozial immer noch in einen reicheren Westen und einen deutlich ärmeren und von höherer ­Arbeitslosigkeit getroffenen Osten gespalten. Auch hohe Armuts- und Arbeitslosenquoten etwa im Ruhrgebiet oder in manch westdeutschem Stadtstaat relativieren dieses Bild nur wenig, zeigt die Berliner Journalistin Eva Völpel.

Foto: dpa/Photoshot
Foto: dpa/Photoshot
Konrad Ege

Bis hin zu Hass und Mord

Lange Zeit lösten Katholiken in den USA ähnliche Ängste und Aversionen aus wie heute die Muslime

Früher waren es Katholiken, die in den USA Vorurteilen, Verdächtigungen und Benachteiligungen ausgesetzt waren. Manches erinnert Konrad Ege, US-Korrespondent des Evangelischen Pressedienstes, an den heutigen Streit um den Islam.

Foto: dpa/Wolfgang Kluge
Foto: dpa/Wolfgang Kluge
Schwerpunkt: Alternde Gesellschaft
Björn Schwenkner / James W. Vaupel

Chancen des Alterns

Die Deutschen werden älter - und das ist gut so

Den demographischen Wandel zeichnen viele Wissenschaftler als Horrorszenario. Doch James W. Vaupel, Direktor des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock, und der Journalist Björn Schwentker erläutern, warum das eine Fehleinschätzung ist.

Foto: dpa/Marcus Brandt
Foto: dpa/Marcus Brandt
Schwerpunkt: Alternde Gesellschaft
Wolfgang Michal

2050

Von Metropolregionen, Cyberteams und einer großen Sozialreform

Wie werden wir in Deutschland in vierzig Jahren leben und wohnen? Welche Rolle wird die Technik in unserem Alltag spielen? Der Journalist Wolfgang Michal beschreibt ein Szenario aus dem Jahr 2050.

Foto: dpa/Uwe Zucchi
Foto: dpa/Uwe Zucchi
Schwerpunkt: Alternde Gesellschaft
Lutz Bellmann / Ute Leber

Auf die Älteren kommt es an

Was sich in der Arbeitswelt in den nächsten Jahrzehnten ändern muss

Die Erwerbsquote von Älteren bewegt sich auf niedrigem Niveau. Das muss sich ändern.

Foto: zz
Foto: zz
Schwerpunkt: Alternde Gesellschaft
Kathrin Jütte

Lauter abgesenkte Bordsteine

Bad Sassendorf - die Projektion auf ein altersgerechtes Deutschland 2034

In dem westfälischen Kurort Bad Sassendorf ist jeder dritte Einwohner über 65, jeder zehnte über 80 Jahre alt. Damit sind die Westfalen schon heute ihrer Zeit voraus, wie Kathrin Jütte bei einem Besuch feststellte.

Jutta Schreur

Alter: Schicksal oder Gnade?

Nicht mehr

Die Angst, abhängig zu sein, den eigenen Angehörigen oder anderen Menschen zur Last zu fallen und die Furcht, nutzlos zu sein, beschäftigt viele ältere Menschen.

Franz Segbers

Ausgeblendet

Jeder seines Glückes Schmied?

Wegner unternimmt einen Neuanlauf, indem er vom lutherischen Berufsgedanken her theologisch argumentiert.

Stephan Kosch

Moral für Banker

Küng analysiert die Weltwirtschaft

Hans Küng spart  nicht an deutlichen Worten, wenn er vielen Akteuren in der Wirtschaft vorwirft, sich über "elementare Gebote der Menschlichkeit" hinweggesetzt zu haben.

Carola Wolf

Verständigung in Trieglaff

Über eine versunkene Lebenswelt

Trieglaff ist ein besonderes Geschichtsbuch über ei­ne pommerschen Familie mit nicht geringem Landbesitz und einem ausgeprägtem gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.

Internet
Stephan Kosch

Nicht nur für Silver-Surfer

Der Blick ins Netz

Weiterführende Informationen und Angebote zur alternden Gesellschaft im Internet 

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 2 Februar 2011

Foto: dpa/Andy Rain
Foto: dpa/Andy Rain
Michael Frieß / Wolfgang Huber

Sterbehilfe Pro & Kontra

Assistierter Suizid oder Pflicht zur Heilung?

Ethischer Rigorismus hilft nicht im wahren Leben und Sterben - assistierter Suizid und aktive Sterbehilfe sind theologisch zu begründen, meint Michael Frieß. Wolfgang Huber dagegen plädiert für Empathie für die Leidenden, aber widerspricht einer Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids.

Foto: ddp/Jens Koehler
Foto: ddp/Jens Koehler
Marlis Winkler

Leiden auf dem Lande 

Für viele arme Menschen auf dem Dorf wird die Nähe zur Last

Wer in dörflichen Gemeinschaften lebt, kann dort von einem engen sozialen Netzwerk profitieren. Doch Hartz-IV-Empfänger geraten schnell unter sozia­len Druck. Ihnen drohen stärker als in der Stadt Stigmatisierung und Ausgrenzung.

(Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch)
(Foto: dpa/Waltraud Grubitzsch)
Hartmut Kreß

Vor allem Gewissensfreiheit

Ein Verbot vor der Präimplantationsdiagnostik nicht zu halten

PID - hinter dieser Abkürzung für die Präimplantationsdiagnostik steckt ein umstrittenes medizinisches­ ­Verfahren. Es soll dem Schutz der menschlichen Gesundheit und dem Wohl von Kindern zu Gute kommen.

(Foto: dpa/David Ebener)
(Foto: dpa/David Ebener)
Schwerpunkt: Schuld
Jürgen Ziemer

Zeichen der Reife

Gewissensbisse und Bestrafungsängste

Psychologen interessieren sich meist eher für Schuldgefühle als für die Schuld. Und bei der Psychoanalyse reicht die Interpretation der Schuld vom Verstoß gegen die Normen des Über-Ichs bis zur Selbstverfehlung des Menschen.

(Foto: Braun/drama-berlin.de)
(Foto: Braun/drama-berlin.de)
Schwerpunkt: Schuld
Michael Roth

Siegfried war's, nicht Helmut

Wir können so handeln wie wir wollen - aber können wir auch das Wollen wollen?

Wenn es mit unserer Willensfreiheit nichts ist, wie es Hirnforscher behaupten - sind wir dann unschuldige Automaten? Diese Annahme führt in das Gefängnis der Selbstbezogenheit führt.

Buch
Martina Plieth

Mut zum Leben

Wie das Sich-Erinnern gut tut

Es ist wichtig, gelebtes Leben mit seinem ganzen Reichtum zu würdigen und dabei keinerlei Erfahrungen auszusparen - auch nicht die des Scheiterns oder des In-die-Irre-Gehens.

Buch
Martin Bauschke

Am Ende zu kurz

Religionen und Menschenrechte

Das dominierende mythisch-ethnozentrische Denken in den Religionen hat mehr Probleme mit Menschenrechten als rational-globales Denken. Doch Menschenrechte sind entweder universell oder gar nicht.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 1 Januar 2011

(Foto: dpa/Uli Deck)
(Foto: dpa/Uli Deck)
Hans Diefenbacher

Vergessene Empfehlungen

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall

Schon 2002 legte ein Ausschuss des Bundesumweltministeriums plausible Empfehlungen vor, wie die Politik mit der Frage nach einem Endlager für Atommüll umgehen sollte. Für ihre Umsetzung dürfte es allerdings bald zu spät sein.

Martin Glauert

Die armen Kinder Gottes

Lepra - eine alte Krankheit, die auch in Deutschland weit verbreitet war

Bei dem Wort "Lepra" tauchen ferne Länder vor dem inneren Auge auf. Kaum jemand weiß, dass die Krank­heit vor wenigen hundert Jahren auch in Deutschland verbreitet war.

(Foto: dpa/Maurizio Gambarini)
(Foto: dpa/Maurizio Gambarini)
Schwerpunkt: Bundeswehr
Detlef Bald

Im Einsatz wofür?

Abkapselung oder Integration? Zur gegenwärtigen Reform der Bundeswehr

Um die Basis für das zukünftige Berufsbild zu legen, ist ein offener Diskurs vonnöten. Ein enges militärisches Denken, das in vielen Ecken der Kasernen, Stäbe und im Ministerium noch vorherrscht, könnte den Umschwung lähmen. 

(Foto: dpa/Wolfgang Kumm)
(Foto: dpa/Wolfgang Kumm)
Schwerpunkt: Bundeswehr
Loretana de Libero

Die alten Helden haben ausgedient

Zur demokratischen Traditionspflege in der Bundeswehr

Lange klammerte sich die Bundeswehr an Vorbilder aus Wehrmachtszeiten. Inzwischen hat sie aber eine eigene Tradition herausgebildet.

(Foto: dpa/Roland Weihrauch)
(Foto: dpa/Roland Weihrauch)
Schwerpunkt: Bundeswehr
Rolf Clement

Auch Fortune ist nötig

Die geplante Bundeswehrreform ist unumgänglich

Seit dem Ende des Kalten Krieges wurden der Bundeswehr von der Politik neue Aufgaben zugewiesen. Dem soll  eine Reform Rechnung tragen, die die Bundeswehr stärker verändert als je zuvor.

(Foto: dpa/August Forkel)
(Foto: dpa/August Forkel)
Schwerpunkt: Bundeswehr
Robin Hornig

Auseinandergelebt

Warum ich mich von der Bundeswehr entfernt habe

Robin Hornig ist 19 Jahre alt, als er beschließt,  in die Bundeswehr einzutreten und sich für 14 Jahre zu verflichten. Doch die Bundeswehr und er haben sich auseinandergelebt. 

(Foto: dpa/Axel Schmidt)
(Foto: dpa/Axel Schmidt)
Schwerpunkt: Bundeswehr
André Schade

Dieser besondere Marine-Reiz

Schwerer Abschied von der Bundeswehr

Kapitänleutnant André Schade wird noch in diesem Jahr seinen Dienst bei der Bundeswehr beenden - seine Verpflichtungsszeit ist zu Ende. Für ihn war der Beruf des Soldaten Berufung.

Buch
Helmut Kremers

Kriegsbilder

Militarismus und Friedenseinsatz

Damit, dass Bundeswehrsoldaten im Einsatz sind, haben viele Deutsche ihre Probleme. Historischen Schreckensbilder kommen hoch, und das Gespenst des deutschen Militarismus steigt aus der Kiste.

Buch
Günter van Norden

Geschmeidig

Ein Kirchenmann in der NS-Zeit

Der evangelische Theologe Heinz Brunotte hatte sich in der Weimarer Republik als Demokrat erwiesen, in der NS-Zeit als anpassungsfähiger Kirchendiplomat und in der Bundesrepublik wieder als Demokrat.

Magazin

Zeitgeschehen

Ausgabe 12 Dezember 2010

(Foto: Lothar Nahler)
(Foto: Lothar Nahler)
Natascha Gillenberg

Wahn der Wohlgeborenen

Wo sich auf dieser Welt die Ideologie der Eugenik durchsetzte, endete sie in übler Praxis

Thilo Sarrazin will eugenisches ­Gedankengut wieder salonfähig machen, indem er in seinem Buch einen Diskurs mit biologistischer Grundierung über die Unterschicht anstößt. Damit steht er in einer langen zweifelhaften Tradition, die welt­weit und keineswegs nur von der politischen Rechten begründet und gepflegt wurde.

(Foto: Carola Wolf)
(Foto: Carola Wolf)
Carola Wolf

"Endlich bin ich frei"

Geboren in der Sowjetunion, heute Deutsche: die Jüdin Eleonora Grusha

Eleonora Grusha ist vor fünfzehn Jahren als Einwanderin aus der Ukraine gekom­men. Nun ist sie sechzig gewor­den.

Buch
Günther van Norden

Gespalten

Das verstörende Porträt eines frommen Massenmörders

Der nachdenkliche Versuch, die problematische Existenz eines Menschen differenziert zu analysieren, der Waisenkinder vor rassistischen Pogromen schützte - und die Massentötung psychisch kranker Menschen unterstützte.

Buch
Andreas Meier

Prekäre Freiheit

Zwei Bücher zur Religion in der Gesellschaft

Glaubensgemeinschaften als nützliche Ergänzung zur Politik - ein "Souveräntitätsparadox", weil nichts das Vertrauen garantiert, dass die politisch in ihre Grenzen verwiesene Religion für den Zusammenhalt in der politischen Gemeinschaft wirkt.

Buch
Ivo Huber

Weltordnung

Langmut und Optimismus tun Not

Es ist eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der gegenwärtigen Umbrüche, dass sich die Erwartungen von Politikern und Wirtschaftsführern immer wieder auf die Träger der religiösen Traditionen der Menschheit richten.

Buch
Jürgen Wandel

Seiner Zeit voraus

Erhard Eppler passt in keine Schublade

Politiker wie Erhard Eppler waren schon in den Sechziger- und Siebzigerjahren rar und sind es heute erst recht. Das muss mit Wehmut feststellen, wer diese Biographie liest.

Magazin

Zeitgeschehen

 

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